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Kreis Bergstrasse im Nibelungenland


07.09.2010

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Gesundheitstage an der Weschnitztalschule

Bakterien erhalten ein Gesicht


Kreis Bergstraße (kb.) In der Weschnitztalschule war gesundheitliche Prävention mit Mund- und Händehygiene Schwerpunktthema.

„Eine gewissenhafte Mundhygiene und eine ausgewogene Ernährung sind Garanten für ein gesundes Gebiss. Hier spielen auch die Eltern eine wichtige Rolle“, erklärt Zahnärztin Reinhild Zolg, Fachbereichsleiterin des schulärztlichen Dienstes vom Haus der Gesundheit Heppenheim. Eltern und Kinder sind gleichermaßen angesprochen. Gesundes Essen schmeckt auch den Kindern. Das Team des schulärztlichen Dienstes möchte den Beweis antreten und stellt Rezepte zur Verfügung, die zu Hause nachgekocht werden können.
Dass die Zahngesundheit nicht nur aktuell im Vordergrund steht, davon konnte sich die Zahnärztin bei der Untersuchung überzeugen. Für die Mundgesundheit konnten durchweg gute Zensuren verteilt werden. Das Zähneputzen nach dem Essen gehört in der Weschnitztalschule schon lange zur Routine. Der anschließende Prophylaxeunterricht war dann auch für die Schüler eine leichte Übung. Trotzdem folgten sie gespannt den Ausführungen von Prophylaxehelferin Birgit Riefling. Zahnfehlstellungen und die Versorgung mit Zahnspangen waren, anschaulich präsentiert ,besonders für die älteren Schüler ein interessantes Thema.
Auch Fragen zur persönlichen Hygiene und Lebensmittelhygiene weckten das Schülerinteresse. Das Experiment „Leuchtende Hand“, von Astrid Bräuer-Berbner demonstriert, machte normalerweise unsichtbare Schmutz- und Bakteriennester an den Händen sichtbar. Dabei wurden die Hände der Schüler mit einem speziellen Gel eingerieben und gründlich gewaschen. Durch die Anwendung von UV-Licht wurde erkennbar, dass richtiges Händewaschen gar nicht so einfach ist. Will man aber Keime nicht auf andere Personen übertragen, ist besondere Sorgfalt sehr wichtig.
Auch Nahrungsmittel müssen unter diesem Blickwinkel hygienisch einwandfrei behandelt werden. Richtige Lagertemperatur, nicht zu lange Lagerzeiten helfen dabei, Keimvermehrungen zu reduzieren. Krankmachende Keime können unter Umständen zu schweren Erkrankungen führen. Beate Dorn-Seib erläuterte den Schülern, welche Keime in unserem Lebensumfeld gefährlich werden können und was sie anrichten können. Auf welche Weise Bakterien den Weg in unseren Körper finden können, war für alle überraschend. Abklatschproben von verschiedenen Oberflächen in den Klassenräumen, Türklinken, Telefon, Arbeitsplatte, die eine Woche vorher gefertigt und im Brutschrank eines Labors bebrütet wurden, zeigten riesige Bakterienkolonien und sorgten erstaunte Gesichter bei Schülern und Lehrern.
Zu Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung von Infektionserkrankungen gehört nicht nur die persönliche Hygiene - vor manchen Erkrankungen kann man sich durch eine Impfung schützen. Die Nachschau der Impfbücher durch Schulärztin Eva-Maria Renner sollte Impflücken bei den Kindern aufdecken und die Eltern daran erinnern, fehlende Impfungen vom Hausarzt nachholen zu lassen.
Zum Abschluss der Gesundheitstage bekamen die Schüler noch einen „Hygieneführerschein“ als Erinnerung an diese Präventionsveranstaltung.
Natürlich wurde nicht nur einseitig Wissen vermittelt, die Schüler durften nach Lust und Laune basteln und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Die kleinen Kunstwerke können noch in der Weschnitztalschule bewundert werden.
Schulleiter Stefan Sprysch dankte allen Beteiligten für die aktive Unterstützung auf dem Weg, Kinder zu gesundheitsbewussten Persönlichkeiten zu erziehen.
Norbert Golzer, Dezernent für Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen lobte das Engagement von Schülern, Lehrern und Eltern und war sehr erfreut, dass der Stellenwert der Gesundheit an dieser vorbildlichen Schule so hoch ist.

Viren auf der Spur
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Gesundheitstage an der Weschnitztalschule in Bensheim


Bildunterschrift:
Den Viren auf der Spur. Das Experiment „Leuchtende Hand“ zeigte mit Hilfe von UV-Licht Schmutz- und Bakteriennester an Händen, die normalerweise unsichtbar sind.










Lfd.-Nr. 13/2010
erstellt am 29.01.2010

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