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Gesundheitsamt informiert

Integration:

 

Anfragen oder Hilfsangebote zur Notunterkunft für Flüchtlinge am Festplatz in Bensheim richten Sie bitte an das Postfach fluechtlingshilfe-bensheim@rpda.hessen.de

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie außerdem auf der Homepage der Stadt Bensheim.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

 

 

 

Ebola-Fieber

Wichtige Informationen des Kompetenzzentrums für hochkontagiöse lebensbedrohliche Erkrankungen (HKLE) in Hessen und Rheinland-Pfalz.

 

Im März 2014 wurden erste Fälle einer Ebola-Epidemie aus Guinea in Westafrika berichtet. Mittlerweile hat sich die Erkrankung auch in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia ausgebreitet und führte zum bislang größten Ebola-Ausbruch.

 

Als besonderes Problem hat sich herausgestellt, dass notwendige hygienische Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie in der Bevölkerung vielfach auf Unverständnis treffen. Dies erschwert die Eindämmung der Epidemie in Westafrika.

 

Für die Bevölkerung in Deutschland und Europa besteht keine Gefahr durch den Ebola-Ausbruch in Afrika. Experten halten eine Ausbreitung von Ebola-Fieber in Europa für aus-geschlossen, obwohl importierte Einzelfälle durch infizierte Reisende zwar unwahrscheinlich, aber möglich sind. Hierauf sind die Gesundheitsbehörden mit Unterstützung des Kompetenzzentrums für HKLE* vorbereitet.

 

Die nachfolgenden Informationen richten sich sowohl an interessierte Bürger als auch an Reisende in diese Länder und an Personal an Flughäfen.

 

Was ist Ebola-Fieber?

 

Ebola-Fieber ist eine seltene, schwere Erkrankung, die vom Ebola-Virus verursacht wird und in ca. 50 bis 90 % der Fälle tödlich verläuft.

 

Wie wird Ebola-Fieber übertragen?

 

Es wird durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten (z. B. Speichel oder Urin) von lebenden oder toten infizierten Menschen übertragen. Dies schließt auch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Infizierten bis zu sieben Wochen nach ihrer Genesung ein.

 

Man kann sich auch durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von – lebenden oder toten wilden Tieren anstecken, beispielsweise von Affen, Waldantilopen oder Fledermäusen. Das Ebola-Virus wird aber nicht durch die Luft übertragen!

 

Welche Symptome verursacht das Ebola-Fieber?

 

Nach zwei Tagen und bis zu drei Wochen nach der Ansteckung kann die Krankheit plötzlich mit Fieber, Muskelschmerzen, Schwächegefühl, Kopf- und Halsschmerzen einsetzen.

 

Das nächste Stadium der Erkrankung ist gekennzeichnet durch Erbrechen, Durchfall, Ausschlag sowie Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Manche Patienten weisen auch starke innere und äußere Blutungen sowie Multiorganversagen auf, die häufig zum Tode führen.

 

Gibt es eine Impfung gegen Ebola-Fieber und eine wirksame Therapie?

 

Nein, es gibt keinen Impfstoff. Die Behandlung ist rein symptomatisch.

 

Wie kann ich mich vor einer Infektion mit dem Ebola-Virus schützen?

 

Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Erkrankten. Dies betrifft sowohl infizierte Menschen als auch Tiere. Zum Kontakt mit Körperflüssigkeiten gehört auch ungeschützter Geschlechtsverkehr mit Infizierten bis zu sieben Wochen nach ihrer Genesung.

 

Wie groß ist das Risiko einer Infektion mit dem Ebola-Virus?

 

Es besteht kein Risiko einer Infektion mit dem Ebola-Virus für die Bevölkerung in Deutschland.

 

Bei flüchtigem Kontakt in der Öffentlichkeit mit Menschen, die nicht krank wirken, wird Ebola nicht übertragen. Ebenso wenig bei der Berührung von Geld, Lebensmitteln oder beim Baden im Schwimmbad. Auch Mücken übertragen das Ebola-Virus nicht.

 

Selbst wenn Sie in betroffenen Gebieten leben oder dorthin gereist sind, ist das Risiko einer Ebola-Infektion äußerst gering, es sei denn, Sie hatten direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines lebenden oder toten infizierten Menschen oder Tieres.

 

Das Ebola-Virus lässt sich leicht durch Seife, Bleichmittel, Sonnenlicht oder Trocknen abtöten. Wird Kleidung, die mit Körperflüssigkeiten in Berührung gekommen ist, in der Waschmaschine gewaschen, so wird das Ebola-Virus vernichtet. Auf Oberflächen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt oder getrocknet sind, überlebt das Virus nur kurze Zeit.

 

Hinweise des Auswärtigen Amtes für Reisen nach Guinea, Sierra Leone oder Liberia:

 

Das Auswärtige Amt rät angesichts der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Guinea ab und ruft zur Ausreise auf. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie ist hiervon ausgenommen.

 

Es ist nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus Guinea weiter beschränkt werden.

 

Das Risiko einer Ebola-Exposition ist dennoch äußerst gering. Die folgenden Vorsichtsmaß-nahmen dürften das Infektionsrisiko ausschließen:
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten von Infizierten oder Leichen und mit möglicherweise kontaminierten Gegenständen.
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit wilden Tieren und den Verzehr von „Buschfleisch“.
  • Vermeiden Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr.

 

Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns an!
Abteilung Gesundheit
Infektions- u. Umwelthygiene
Kettelerstr. 29
64646 Heppenheim

 

Tel: 06252 – 15-5836 (Frau Etzel) oder 06252 – 15-5873 (Frau Wattendorf)
Gerne verbinden wir Sie auch an den/die zuständige/n Arzt/Ärztin.

 

HEPATITIS B

Erreger:
Hepatitis B Virus (HBV)
Nachweisbar in allen menschlichen Sekreten.
Für die Infektion ist vorwiegend Blut wichtig.

 

Hepatitis D Virus (HDV)
Kann im Zusammenhang mit Hepatitis B auftreten (ernstere Prognose).
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

 

Vorkommen:
Weltweit, hauptsächlich bei folgenden Personengruppen:
Medizinisches Personal, Patienten, die Blut oder Blutprodukte erhalten haben; Homosexuelle mit häufigem Partnerwechsel, Drogenabhängige.

 

Übertragung/Ansteckung:
Sexualkontakte, direkte Blutkontakte, Verletzung mit infektiösem Material; perinatal, d.h. während der Geburt von der Mutter auf das Kind

 

Dauer der Ansteckungsfähigkeit:
Abhängig von der Antikörperbildung gegen das HBV im Blut, d.h. in der Regel 2 - 3 Monate. In seltenen Fällen lebenslang.

 

Inkubationszeit:
Etwa 2 - 6 Monate.

 

Symptome:
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber, Gelbfärbung von Haut und Augen, Juckreiz.

 

Verlauf:
Akut; häufig leichter Verlauf, auch ohne Gelbfärbung.

 

Komplikationen:
Bei ca. 5 - 10 % chronischer Verlauf mit der Möglichkeit einer Leberzirrhosenbildung oder eines Leberzellcarcinoms. Die Sterblichkeit bei akuter bzw. chronischer Hepatitis liegt zwischen 0,5 und 1 %.

 

Es besteht die Möglichkeit der Virusträgerschaft, d.h. lebenslanger Infektiosität des Blutes.

 

Impfung:
Aktive und passive Immunisierung ist möglich.

 

Impfempfehlung für:

  • Sexualpartner von Erkrankten und Virusträgern
  • Familienangehörige von Erkrankten und Virusträgern
  • medizinisches Personal
  • Neugeborene innerhalb der ersten 24 Stunden, wenn die Mutter akut erkrankt oder Virusträgerin ist.

Der Erfolg der aktiven Impfung muß durch Blutuntersuchung auf Antikörperbildung kontrolliert werden.

 

Desinfektion:
Mit allen vom Bundesgesundheitsamt auf Wirksamkeit gegen Hepatitis B geprüften und zugelassenen Desinfektionsmitteln.

 

Rechtliche Bestimmungen:
Virushepatitiden sind nach§ 6 und § 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig und unterliegen dem Schulseuchenerlaß.

 

Empfehlungen zur Verhütung von Ansteckung und Weiterverbreitung:

 

In der akuten Krankheitsphase oder bei Virusträgerschaft (Nachweis von HBs- bzw.
Hbe-Antigen) ist das Blut infektiös; deshalb Vorsicht bei Blutkontakt !

  • Mit Blut verunreinigte Gegenstände oder Wäschestücke müssen mit einem zur Virusabtötung geeigneten Desinfektionsmittel behandelt werden.
  • Sexualpartner sollten vor Infektion geschützt werden. Deshalb vorsichtshalber Kondombenutzung!
  • Bei ärztlicher/zahnärztlicher Behandlung, Aufnahme in einem Krankenhaus, Pflegeheim oder ähnlicher Einrichtung ist auf eine Virusträgerschaft hinzuweisen.
  • Virusträger dürfen kein Blut spenden!
  • Schwangere sollten ihren Gynäkologen informieren, damit im Bedarfsfall das Neugeborene geimpft werden kann.

 

Personen mit HBs- bzw. HBe-Antigen im Blut (Virusträgern) ist zu empfehlen, regelmäßig
einen Arzt zu konsultieren und den Antigen-/Antikörpertiter überprüfen zu lassen (Blutuntersuchung). Möglicherweise ist im Laufe der Zeit eine Veränderung der Werte bezüglich der Infektiosität festzustellen.

 

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Abteilung Gesundheit
Infektions- u. Umwelthygiene
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HIV/STI - Beratung und HIV-Test

Nach telefonischer Terminvereinbarung unter Telefon 06252 / 15-5823
bieten wir:
  • anonyme und kostenlose Beratung zu: HIV- Übertragungswegen, Krankheitsverlauf, HIV-Antikörper-Tests, Hilfs- und Beratungsangeboten
  • anonyme HIV-Tests: Frühestens 12 Wochen nach dem Risikokontakt, persönliche Ergebnismitteilung nach ca. einer Woche
  • Beratung zu anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STI): Gonorrhoe, Syphilis, Hepatitis, genitale Chlamydieninfektionen, HPV-Infektionen.

 

Schauen Sie auch in unsere Dienstleistung: Aidsberatung

 

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Abteilung Gesundheit
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Tel: 06252 – 15-5823 (Frau Bufford)
Gerne verbinden wir Sie auch an den/die zuständige/n Arzt/Ärztin.

 

HPV (Humane Papillomviren)-Impfung

Abteilung Gesundheit startet Informationskampagne an allen Grundschulen des Kreises Bergstraße:

 

Von der STIKO (Ständige Impfkommission) wird allen Mädchen im Alter von 9-14 Jahren die HPV-Impfung empfohlen.
HP-Viren sind Viren, die Gebärmutterhalskrebs und Feigwarzen auslösen können. Sie sind weit verbreitet und durch Sexualkontakte leicht übertragbar. 70% aller Männer und Frauen kommen im Laufe ihres Lebens mit den Viren in Kontakt. Es gibt über 100 verschiedene HPV-Typen, davon sind 4 Virustypen besonders entscheidend:

 

Typ 16 und 18 sind für die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.
Typ 6 und 11 können Feigwarzen im Intimbereich auslösen.

 

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 6.200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, ca. 1.700 sterben daran.
Die HPV-Ansteckung erfolgt über infizierte Haut- und Schleimhautoberflächen bei Sexualkontakten. Folgeerkrankungen sind bei Viruspersistenz (=anhaltendes Verweilen) in den Zellen bei 1 von 10 Frauen Gebärmutterhalskrebs durch krankhafte Zellveränderungen sowie Feigwarzenbildung, eine zwar ungefährliche, aber belastende Erkrankung, die längere Behandlung erfordert. Zum Schutz vor diesen Erkrankungen gibt es die HPV-Impfung.

 

Die STIKO empfiehlt allen Mädchen im Alter von 9-14 Jahren die HPV-Impfung vor dem 1. Geschlechtsverkehr. Die Kosten werden durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Je nach Impfstatus werden 2-3 Teilimpfungen in Abständen von 6 Monaten in den Oberarm beim Kinder-/Jugend-, Haus- oder Frauenarzt durchgeführt. Alle Teilimpfungen sollten vor dem 1. Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein.

 

„Nach dem Hessischen Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst (HGöGD) gehört die Prävention und Gesundheitsförderung zu den wichtigen Aufgaben der Gesundheitsämter. Mit dieser breit angelegten Aktion sollen die Kinder aufgeklärt werden, wie sie achtsam mit Ihrem Körper umgehen und sich vor Krankheiten schützen können“, informierte Matthias Schimpf, Dezernent für Gesundheit, Veterinärwesen und Verbraucherschutz.
Um die Eltern aller Töchter im Alter von 9-14 Jahren über die Wichtigkeit der HPV-Impfung zu informieren, startet die Abteilung Gesundheit Heppenheim ab dem Schuljahr 2014/15 eine groß angelegte Informationskampagne an allen Grundschulen des Kreises Bergstraße ab der 2. Schulstufe mittels Elternbrief und Flyer.

 

Bei Fragen zur HPV-Impfung wenden Sie sich bitte an die Abteilung Gesundheit Heppenheim,
Sekretariat des Schulärztlichen Dienstes:
Mo.-Do. 10:00-15:00 Uhr,
Tel.: 06252/15-5846.

 

Information zur Scabies (Krätze)

Wie äußert sich die Erkrankung?

 

Die Scabies, auch Krätze genannt, wird durch die Krätzmilbe hervorgerufen. Sie ist ein tierischer Schmarotzer, der den Menschen befällt. Weibliche Milben graben sich in die Hornschicht der menschlichen Haut. Sie können dort vier Wochen lang leben und in dieser Zeit ca. 100 Eier ablegen. Ist die Milbe 5 – 7 Tage vom Menschen getrennt, stirbt sie ab. Sie ist empfindlich gegenüber trockener Wärme und Temperaturen über 50° C. Vom Milbenbefall bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen ca. 4 – 6 Wochen. Das typische Krankheitszeichen ist ein extremer Juckreiz. Durch das Kratzen entsteht ein Hautausschlag mit Rötung und Krustenbildung. Bevorzugt befallene Körperteile des Menschen sind Hautfalten und Gelenkbeugen an Händen und Füßen, Achselfalten, Gesäß- und Genitalbereich. Dort können die Milbengänge sichtbar werden. Der behaarte Kopf, der Rücken und das Gesicht sind in der Regel nicht befallen.

 

Welche Übertragungswege sind bekannt?

 

Die Übertragung findet hauptsächlich direkt von Mensch zu Mensch statt, insbesondere bei engen körperlichen Kontakten. Selten, aber möglich, ist eine Ansteckung durch infizierte Wäsche, Kleidung, Wolldecken und Haustiere. Eine Übertragung durch flüchtigen Kontakt, z. B. Händeberührung, kann bei bestimmten Formen der Krätze nicht ausgeschlossen werden.

 

Wie wird Scabies behandelt?

 

Zur Behandlung der Krätze stehen gut wirksame Mittel zur Verfügung, die auf die Haut aufgetragen werden.
Die Behandlung sollte am besten abends beginnen:

  • Nehmen Sie ein Vollbad
  • Lösen Sie die Krusten von der Haut ab.
  • Tragen Sie das Mittel auf die Haut auf. Fangen Sie zuerst an, Kinn und Hals einzureiben und fahren Sie dann nach unten fort.
  • Lassen Sie keine Körperstelle aus!
  • Nach ca. zwölf Stunden können Sie behandelte Körperstellen abwaschen und frische Kleidung anziehen. Getragene Kleidung sollten Sie sofort in die Wäsche geben.
  • Wechseln Sie täglich die Bettwäsche.
  • Wiederholen Sie den Vorgang nach den Anweisungen des jeweiligen Präparates.
  • Waschen Sie gebrauchte Kleidung, Wäsche (auch Bettwäsche) bei mindestens 60° C und trocknen Sie die Wäsche möglichst heiß im Wäschetrockner.
  • Ist dies nicht möglich, muss die Wäsche in Plastiksäcke luftdicht verschlossen für eine Woche aufbewahrt werden. Die Milben sterben hierdurch ab.

 

Bei erfolgreicher Behandlung lässt der Juckreiz in der Regel rasch nach. In Einzelfällen kann
er aber bis über eine Woche lang anhalten. Bei starkem Befall ist die Behandlung unter Umständen länger fortzusetzen als in der Gebrauchsinformation angegeben ist oder muss sogar wiederholt werden. Beachten Sie die Empfehlungen des behandelnden Arztes, um den Milbenbefall sicher zu beenden! 2 – 4 Wochen nach der Behandlung sollte ein erfahrener Hautarzt (Dermatologe) den Therapieerfolg überprüfen. Nicht nur der Patient, sondern auch die Personen, die mit ihm engen Hautkontakt hatten, sollten behandelt werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen.

 

Kontaktpersonen sind:
  • Personen, die in den gleichen Räumen leben (z. B. Mitglieder einer Wohngemeinschaft, Familienmitglieder).
  • Besucher, die in den letzten 4 Wochen engen Hautkontakt zum Erkrankten hatten.

 

Welche Regelungen gelten für Gemeinschaftseinrichtungen?

 

Personen, die an Scabies (Krätze) erkrankt sind, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kindergärten, etc.) nicht besuchen. Dies gilt sowohl für die betreuten Kinder als auch für das Personal der Gemeinschaftseinrichtung. Nach abgeschlossener Behandlung und Abheilung der befallenen Hautareale, kann die betroffene Person die Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen. Ein schriftliches ärztliches Attest von einem Hautarzt über die erfolgreiche Behandlung ist erforderlich!

 

Ist die Erkrankung meldepflichtig?

 

Meldepflichtig ist die Erkrankung an Scabies (Krätze), wenn Personen betroffen sind, die in Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kindergärten, Heimen) arbeiten.

 

Eltern von betroffenen Kindern sind verpflichtet, die Erkrankung der Leitung der Gemeinschaftseinrichtung mitzuteilen. Die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung ist verpflichtet Erkrankungen an Scabies (Krätze) dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

 

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Informationen zur Virusgrippe (Influenza)

Wie äußert sich die Erkrankung?

 

Die Virusgrippe (Influenza) wird durch Viren verursacht. Sie kann zu einer schweren, den ganzen Körper betreffenden Erkrankung führen.

 

1 – 3 Tage nach der Ansteckung beginnt die Erkrankung in der Regel mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gelenkschmerzen. Weitere Symptome sind Halsschmerzen, ein trockener Reizhusten und allgemeine Schwäche.

 

Wenn diese Krankheitszeichen abgeklungen sind, kann ein Grippekranker noch über Wochen an Müdigkeit, Unwohlsein und Schwäche leiden.

 

Komplikationen der Virusgrippe, wie Lungenentzündung, Herz-Kreislaufschwäche und Hirnhautentzündung können in allen Altersgruppen auftreten und manchmal sogar lebensbedrohlich werden.

 

Zu den gefährdeten Bevölkerungsgruppen gehören:

  • Ältere Patienten und Kinder
  • Patienten mit chronischen Krankheiten, wie Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma bronchiale), Krebsleiden, Erkrankungen des Blutes, des Herzens und der Nieren oder Stoffwechselerkrankungen (z. B. Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit Immunschwäche infolge einer AIDS-Erkrankung, einer Kortisonbehandlung bzw. Chemo- oder Strahlentherapie.

 

Die Grippe sollte nicht mit anderen viralen Erkrankungen der Atmungsorgane, wie grippalen Infekten (“Schnupfen“) verwechselt werden, die in der kalten Jahreszeit häufig auftreten und einen viel leichteren Verlauf nehmen.

 

Wie wird die Krankheit übertragen?

 

Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion, d. h. beim Niesen, Husten und Sprechen weitergegeben.
Eine überstandene Grippe bietet, im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten, keinen Schutz vor einer Neuerkrankung, da die Viren sich ständig verändern.

 

Wie wird die Erkrankung behandelt?

 

Überwiegend wird symptomatisch behandelt, d. h. die aufgetretenen Beschwerden wie Fieber und Kopfschmerzen werden gelindert. Es gibt inzwischen sowohl ein Medikament in Tablettenform als auch ein Inhalationsspray, welche, wenn sie frühzeitig genommen werden, den Krankheitsverlauf verkürzen und mildern können.
Antibiotika sind nicht wirksam, weil die Erkrankung durch Viren verursacht wird.

 

Wie schütze ich mich vor Ansteckung?

 

Es steht ein wirksamer und gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung, der jährlich an die Veränderungen der Viren angepasst wird und eine Grippesaison (ca. 6 Monate) lang zuverlässig schützt. Die Schutzwirkung beginnt ca. 10-14 Tage nach Verabreichung der Impfung. Es ist eine jährliche Wiederholung der Impfung erforderlich.
Während der Grippesaison sollten Menschenansammlungen möglichst gemieden werden.

 

Die Impfung wird von der “Ständigen Impfkommission“ (STIKO) des Robert Koch-Institutes empfohlen für:

 


  • Personen über 60 Jahre
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (z. B. Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf- oder Nierenkrankheiten, Immunschwäche)
  • Personen mit erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • In Hessen wird die Impfung für alle Personen ab 18 Jahre empfohlen.

 

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Merkblatt für Tuberkulose-Kontaktpersonen

Sie hatten Kontakt zu einer an ansteckungsfähiger Tuberkulose erkrankten Person.

 

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch das Bakterium (den Erreger) „Mycobacterium tuberculosis“ hervorgerufen wird und in der über-wiegenden Zahl der Fälle die Lunge betrifft.

 

Ansteckung

 

Die Ansteckung erfolgt über die Atemwege von Mensch zu Mensch (Tröpfchen-infektion).

 

Der an offener Tuberkulose Erkrankte gibt beim Sprechen, Niesen oder Husten mit seinem Atemstrom feinste Tröpfen, die Tuberkulosebakterien enthalten, an die
Umgebungsluft ab, die von anderen Menschen eingeatmet werden können.

 

Die Voraussetzung für eine Übertragung besteht im Allgemeinen aus einem länger
andauernden Kontakt von insgesamt 8-40 Stunden in den letzten Monaten in geschlossenen Räumen, wie z.B. in der Familie, in Wohngemeinschaften oder bei
engen Mitarbeitern im Betrieb.

 

Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen sowie
Menschen, deren körpereigene Abwehrkraft durch Medikamente oder sonstige
Erkrankungen (Krebserkrankung, chronische Leiden), starke Raucher, geschwächt ist.

 

Umgebungsuntersuchung und Infektionsverhütung

 

Wird der Abteilung Gesundheit ein Erkrankungsfall gemeldet, werden enge Kontakt-personen (z.B. Mitglieder der Wohngemeinschaft etc.) ermittelt, die mit der/dem
Erkrankten häufigen oder engen Kontakt hatten.
Bei diesem Personenkreis werden Umgebungsuntersuchungen vorgenommen.

 

Diese sind:
  • Die Blutabnahme – ein spezieller Bluttest - Quantiferon-TB Gold Test, (für alle, die jünger als 50 Jahre alt sind)

 

oder

 


  • die Röntgenaufnahme der Lunge - 2 x im Abstand von 9 Monaten (für alle über 50 jährige)
  • Bei Kinder unter 5 Jahren wird ein Hauttest beim Kinderarzt durchgeführt.

In Ausnahmefällen sind Abweichungen möglich.

 

Aufgrund der Inkubationszeit sind alle Untersuchungsverfahren frühestens
nach 8 Wochen nach Kontakt angezeigt.

 

Bei unauffälligem Befund ist die Untersuchung durch die Abteilung Gesundheit je nach
Untersuchungsverfahren abgeschlossen oder muss bei Röntgenuntersuchungen
aufgrund der möglichen langen Inkubationszeit bis zu 12 Monaten überwacht werden.

 

Personen, die einer Beobachtung der Abteilung unterworfen sind, haben die erforderlichen Untersuchungen der Abteilung Gesundheit zu dulden und den
Anordnungen Folge zu leisten. (§ 29 Abs. 1 und 2 Infektionsschutzgesetz).

 

Behandlung

 

Bei auffälligem Befund sind weitergehende Untersuchungen in der Regel durch einen
Lungenfacharzt erforderlich. Dieser wird die Notwendigkeit und Dauer einer
medikamentösen Behandlung festlegen.

 

Krankheitszeichen

 

Auf folgende Dinge sollten Sie achten:

  • Husten oder Hüsteln, manchmal mit Blutbeimengungen
  • Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit
  • leichtes Fieber, besonders in den Nachmittagsstunden
  • Nachtschweiß
  • Stechen in der Brust

 

Husten, der länger als 3 Wochen dauert und Müdigkeit, trotz ausreichenden Schlafs,
sollten Anlass sein einen Arzt aufzusuchen.

 

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Infektions- u. Umwelthygiene
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Tel: 06252 – 15-5836 (Frau Etzel) oder 06252 – 15-5866 (Frau Römer)
Gerne verbinden wir Sie auch an den/die zuständige/n Arzt/Ärztin.

 

MultiResistente Erreger ( MRE )

Methicillin-Resistenter Staphylococcus Aureus (MRSA)

 

MRSA-Stämme sind resistent gegen ß-Lactamantibiotika aufgrund der Bildung eines Penicillin-Bindeproteins. ß-Lactamantibiotika sind hauptsächlich Penicilline, Cephalosporine und Carbapeneme. Oft besteht eine zusätzliche Resistenz auf weitere Antibiotikaklassen.

 

Epidemiologisch werden verschiedene Subtypen unterschieden:
HA-MRSA – health care-associated – wird üblicherweise in klinischen Einrichtungen nachgewiesen. Risikofaktoren sind invasive medizinische Eingriffe, multiple Grunderkrankungen und Antibiotikabehandlungen. Klinische Manifestationen können z.B. post-operative Wundinfektionen, Osteomyelitis und Pneumonie sein.

 

CA-MRSA – community-associated – treten dagegen bei Personen ohne die obengenannten Risikofaktoren und unabhängig von einem vorausgehenden Kontakt zu Gesundheitseinrichtungen auf. Die Betroffenen sind immunkompetent, haben in der Regel keine chronischen Grundleiden und sind oft wesentlich jünger. CA-MRSA bilden häufig das Toxin Panton-Valentine Leucocidin (PVL). Klinisch treten meist rezidivierende Abszesse und eitrige Hautinfektionen auf. Risikofaktoren sind Kontakte zu Personen mit CA-MRSA-Infektion (z.B. in der Familie) und Reisen in Hochprävalenzgebiete (Griechenland, Türkei, Italien, Mittlerer Osten, Ostasien, Ozeanien, Afrika).

 

LA-MRSA – livestock-associated – treten im Zusammenhang mit der Nutztierhaltung auf. Risikofaktoren sind direkter Kontakt zu landwirtschaftlichen Nutztieren (z.B. Landwirte, Veterinäre und Schlachthofmitarbeiter).

 

Zum Screening auf MRSA werden Abstrichuntersuchungen empfohlen (mindestens beide Nasenvorhöfe, Rachen und ggf. Wunden). Falls lediglich eine Besiedlung besteht, sollte ein Dekolonisierungsversuch unternommen werden. Dazu gibt es festgelegte Schemata, die je nach verwendetem Produkt variieren (Herstellerangaben beachten). Eine systematische Therapie ist nur bei klinischer Symptomatik angezeigt.

 

Vancomycin-Resistente Enterokokken (VRE)

 

Enterokokken der Spezies Enterococcus faecalis und Enterococcus faecium gehören zur Darmflora und sind wichtige Erreger nosokomialer Infektionen.

 

Es werden 8 Varianten der erworbenen Vancomycin-Resistenz (VanA-VanN) unterschieden, wobei lediglich der VanA-und der VanB-Typ von klinischer Bedeutung sind. Die unterschiedlichen Typen unterscheiden sich durch unterschiedliche Antibiotikaresistenzen (Cephalosporine, Ampicillin, Gyrasehemmer usw.).

 

Typische Enterokokken/VRE-Infektionen sind Harnwegsinfektionen, Wundinfektionen, Septikämien, Peritonitiden und Endokarditiden. Risikofaktoren ist ein Zustand nach Glycopetidantibiotika-Therapie, Immunsuppression, Kontakt mit VRE-Trägern, Intensivtherapie, liegende Katheter und Dialysepflichtigkeit.

 

Zum Screening werden Rekatalabstriche, Stuhl sowie Abstriche von verdächtigen Regionen empfohlen. Infektionen können mit Reserveantibiotika behandelt werden. Eine Sanierung bei Besiedlung des Darmes ist nicht möglich.
MultiResistente GramNegative Erreger (MRGN)

 

Von besonderer Bedeutung ist die Zunahme von MRGN, da diese Bakterien Erreger nosokomialer Infektionen sind. Sie sind oft schwierig zu therapieren und mit einer erhöhten Morbidität und Letalität verbunden. Man unterscheidet Enterobakterien (E.coli, Klebsiella spp., Citrobacter spp. usw.) und Nonfermenter (Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter baumanii complex). Eine Vielzahl von MRGN-Resistenzmechanismen sind bekannt (z.B. bestimmte ß-Lactamasen, Carbapenemasen usw.). Aus krankenhaushygienischen Zwecken hat sich eine Klassifikation nach der Resistenz auf therapierelevante Antibiotikaklassen durchgesetzt.

 

Man wählte 4 Leitsubstanzen aus:
Piperacillin aus den Penicillinen
Cefotaxim/Ceftazidim aus den Cephalosporinen
Imipenem/Ertapenem/Meropenem aus den Carbapenemen
Ciprofloxacin aus den Fluorochinolonen

 

Ein Bakterienstamm wird als 3MRGN klassifiziert, wenn 3 der 4 Leitsubstanzen resistent sind. Es handelt sich um einen 4MRGN, falls alle 4 Leitsubstanzen nicht wirksam sind.

 

Risikofaktoren für die Besiedlung mit MRGN sind Kontakt mit dem Gesundheitssystem in Ländern mit endemischen Auftreten (z.B. Griechenland, Italien und Portugal), invasiv beatmete Patienten, schwere Grunderkrankungen, Immunsuppression, Transplantation, Z.n. Antibiotikaeinsatz und chronischen Wunden.

 

Generell sollte der Abstrich von klinisch vermuteten Nachweisorten erfolgen. Ein reines Screening auf Enterobakterien-MRGN erfolgt am besten mit einem Rektalabstrich. Bei der Suche nach Nonfermentern sind Rachen-Tracheal-und Wundabstriche eher erfolgreich.

 

Bezüglich der Hygienemaßnahmen im Falle des Nachweises von MRE sind die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut zu beachten. Es besteht für Krankenhäuser und Einrichtungen für ambulantes Operieren eine Dokumentationspflicht nach § 23 IfSG.

 

In Hessen gilt neben der Meldepflicht für 4-MRGN auch eine Meldepflicht für Carbapenemasebildner. Pseudomonas aeruginosa ist als 4 MRGN nur in Blut und Liquor meldepflichtig.

 

Vor dem Transport besiedelter oder infizierter Patienten muss der Zieleinrichtung und dem transportierenden Personal Informationen zur Verfügung gestellt werden, die nötig sind, um ggf. erforderlich hygienische Maßnahmen zu ergreifen.

 

Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns an!

 

Abteilung Gesundheit Infektions-u. Umwelthygiene Kettelerstr. 29 64646 Heppenheim
Telefon: 06252 / 15-5841 Telefon: 06252 / 15-5878 Telefon: 06252 / 15-5835
Fax: 06252 / 15-5883 E-Mail: E-Mail versenden

 

Juli 2015

 

Notfallkontakt Abteilung Gesundheit Heppenheim:

An alle Inhaber einer Wasserversorgungsanlage,
alle Betreiber einer Badeanlage,
alle medizinischen Versorgungseinrichtungen:

 

In lebensbedrohlichen, unaufschieblichen Notfällen von Infektionskrankheiten, und bei anzeigepflichtigen Grenzwertüberschreitungen des Trinkwassers laut der Trinkwasserverordnung sowie des Badewassers

 

wochentags außerhalb der Ansprechzeiten sowie an Sa., So. und Feiertagen ist zusätzlich zur Faxübermittelung der ständige Bereitschaftsdienst der Abteilung Gesundheit Heppenheim immer auch telefonisch über die Leitstelle Heppenheim Telefonnummer 06252 / 99700 zu informieren.

 

Reiseberatung für Mekka-Pilger (Umra(h)/Haddsch)

MERS steht für das Middle East Respiratory Syndrome (auf Deutsch: Naher-Osten-Atemwegs-Krankheit) und ist eine schwere Infektion der Atemwege, die durch das MERS-Coronavirus (MERS-CoV) verursacht wird. Das Virus wurde erstmals im Jahr 2012 erkannt und zählt zur großen Gruppe der Coronaviren. Diese können von der Erkältung bis zu SARS, einer schweren akuten Infektion der Atemwege, viele unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen.

 

Bis Mai 2014 wurden mehr als 635 Fälle von MERS an die WHO gemeldet. Das Virus ist auf der arabischen Halbinsel verbreitet. Die meisten MERS-Fälle wurden aus dem Saudi-Arabischen Königreich gemeldet.

 

Die meisten Erkrankungsfälle sind bisher unter Einheimischen aufgetreten. In einigen Fällen waren auch Besucher erkrankt. Das Risiko für Besucher, eine MERS-Erkrankung zu erwerben, erscheint aufgrund der aktuell vorhandenen Informationsbasis gering.

 

Mögliche Ursachen für die Erkrankungen:

  • Kontakte mit infizierten Tieren, insbesondere Dromedaren (arabische Kamele), die selbst nicht krank erscheinen
  • Kontakt mit nicht-behandelten (pasteurisierten) Produkten von infizierten Tieren
  • Mensch zu Mensch-Übertragungen im gemeinsamen Haushalt bei engem Kontakt

 

Derzeit laufen einige Studien, die den Beitrag verschiedener Infektionswege klären sollen. Sie sind aber noch nicht abgeschlossen. Weitere Infektionen sind in Krankenhäusern aufgetreten, vor allem dort, wo kranke Patienten unter ungünstigen Hygienebedingungen betreut wurden.

 

Auch Infektionen innerhalb von Familien wurden beobachtet. Eine Ursache dafür kann entweder die Übertragung von Mensch zu Mensch sein oder der Kontakt zu einer gemeinsamen Quelle. Im Moment ist noch nicht genau klar, wie MERS übertragen wird. Es spricht derzeit nichts dafür, dass MERS in der Bevölkerung leicht zu übertragen ist. Seit April 2014 hat die Zahl der bekannten Fälle in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zugenommen.

 

Vor der Pilger-Reise
Empfehlungen für Menschen, bevor sie nach Mekka reisen wollen (Umra(h) oder Haddsch):
Menschen mit schweren Vorerkrankungen wie z. B. Diabetes, chronischen Lungen-erkrankungen, Nierenschäden oder Immunschwäche haben eine höhere Wahrscheinlichkeit an MERS zu erkranken, wenn sie mit dem Virus in Kontakt kommen.

  • Pilgerinnen und Pilger mit chronischen Krankheiten sollten vor der Reise einen Arzt aufsuchen, um das Gesundheitsrisiko zu beurteilen und bei der Entscheidung zu helfen, ob die Pilgerreise aus gesundheitlichen Gründen ratsam ist
  • Pilgerinnen und Pilger, die vor der Reise Atemwegserkrankungen mit Fieber und Husten bekommen, sollten die Reise verschieben, bis sie wieder gesund sind

 

Während der Pilger-Reise
Empfehlungen für Menschen, die bei der (Umra(h) oder Haddsch) sind:
Allgemeine Tipps um gesund zu bleiben:

  • Husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch und entsorgen Sie dieses anschließend in einem geschlossenen Abfallbehälter. Falls kein Taschentuch zur Verfügung steht, husten oder niesen Sie in die Armbeuge, nicht in die vorgehaltene Hand.
  • Waschen Sie Ihre Hände anschließend gründlich mit Seife.
  • Essen Sie niemals rohes Fleisch.
  • Essen Sie niemals Mahlzeiten, die unter unhygienischen Bedingungen zubereitet wurden.
  • Waschen Sie Früchte und Gemüse sorgfältig.
  • Schälen Sie Früchte und Gemüse sorgfältig, wenn möglich.
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit Dromedaren (arabischen Kamelen).
  • Vermeiden Sie den Besuch von Dromedar-Farmen, Dromedar-Märkten und den Genuss von nicht-pasteurisierter Milch von Dromedaren, Urin oder ungekochtem oder nicht ausreichend erhitztem Fleisch von Dromedaren.

 

Tipps, wenn Sie auf der Reise krank werden
Hinweise für Pilgerinnen und Pilger, die während der Reise akute Atemwegserkrankungen mit Fieber und Husten entwickeln (so schwer, dass der normale Tagesablauf gestört ist):

  • Informieren Sie die medizinische Reise-Betreuung, wenn vorhanden.
  • Gehen Sie zu einem örtlichen Arzt.
  • Husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch und entsorgen Sie dieses danach in einem geschlossenen Abfallbehälter. Falls kein Taschentuch zur Verfügung steht, husten oder niesen Sie in die Armbeuge, nicht in die vorgehaltene Hand.
  • Waschen Sie Ihre Hände anschließend gründlich mit Seife.
  • Halten Sie Abstand von einem Meter zu anderen Personen, wenn Sie selber eine fieberhafte Atemwegserkrankung haben.
  • Vermeiden Sie den Besuch von belebten Plätzen.
  • Versuchen Sie möglichst wenig Kontakt mit anderen Menschen zu haben, bis der Husten vorbei ist.
  • Bedecken Sie Nase und Mund mit einem Tuch oder einer Maske, wenn eine Isolierung nicht möglich ist und Sie unter Menschen gehen müssen.

 

Nach der Pilger-Reise
Empfehlungen für Menschen nach der Rückkehr von der (Umra(h) oder Haddsch):
Pilgerinnen und Pilger, die während zwei Wochen nach der Rückkehr eine akute Atemwegserkrankung mit Fieber und Husten bekommen (so schwer, dass der normale Tagesablauf gestört ist), sollen Folgendes beachten:

  • Suchen Sie einen Arzt auf, aber informieren Sie diesen vorher telefonisch darüber, dass Sie von der Umra(h) oder Haddsch kommen.
  • Informieren Sie das Gesundheitsamt.
  • Husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch und entsorgen Sie dieses. anschließend in einem geschlossenen Abfallbehälter. Falls kein Taschentuch zur Hand ist, husten oder niesen Sie in die Armbeuge, nicht in die vorgehaltene Hand.
  • Waschen Sie Ihre Hände anschließend gründlich mit Seife.
  • Bedecken Sie Nase und Mund mit einem Tuch oder einer Maske, wenn eine Isolierung nicht möglich ist und Sie unter Menschen gehen müssen.
  • Versuchen Sie möglichst wenig Kontakt mit anderen Menschen zu haben, damit diese nicht infiziert werden.
  • Vermeiden Sie weitere Reisen.

 

Die neusten Informationen zu MERS in englischer Sprache finden sie hier:
http://www.who.int/csr/disease/coronavirus_infections/en/

 

Ein Merkblatt in verschiedenen Sprachen zu der MERS-Erkrankung finden Sie hier:
http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/mers-coronaviren

 

Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns an!

 

Abteilung Gesundheit
Infektions- u. Umwelthygiene
Kettelerstr. 29
64646 Heppenheim

 

Telefon: 06252 / 15-5836
Telefon: 06252 / 15-5866

 

Fax: 06252 / 15-5888
E-Mail:E-Mail versenden

 

Rohrinnensanierung von Trinkwasserleitungen mit Epoxidharz

Aktuell existieren keine technischen Regeln zur Rohrinnensanierung von Trinkwasserleitungen mit Epoxidharzen.

 

Der Regelsetzer hat die bisher bestehenden Regeln zurückgezogen, da derzeit aus trinkwasserhygienischer und technischer Sicht relevante Datengrundlagen und Voraussetzungen fehlen bzw. nicht bekannt sind.

 

Aus Sicht der Abteilung Gesundheit wird daher geraten, von solchen Verfahren Abstand zu nehmen.

 

Erfahrungen zeigen, dass es bei Rohrinnenbeschichtungen mit Epoxidharzen zur Freisetzung von Epichlorhydrin und Bisphenol A in das Trinkwasser und damit zum Verbraucher kommen kann.

 

Eine Überschreitung des Grenzwerts für Epichlorhydrin kann nicht ausgeschlossen werden.

 

Beschichtungsleitlinie-Umweltbundesamt
Bisphenol A-BfR
Bisphenol A-Umweltbundesamt
Warnung Epoxidharz-Haus und Grund
Werkstoffe-DVGW

 

Quelle: Gesundheitsamt Frankfurt

 

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Abteilung Gesundheit
Infektions- u. Umwelthygiene
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Telefon: 06252 / 15-5824 Herr Hoffmann
Telefon: 06252 / 15-5815 Herr Dörsam

 

Fax: 06252 / 15-5888
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Wehren Sie Grippeviren gezielt ab!

Neun Techniken um sich und andere zu schützen

  • Hände waschen und vom Gesicht fernhalten
    Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden mit Seife, auch zwischen den Fingern. Vermeiden Sie es, die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase zu berühren.
  • Hygienisch husten
    Halten Sie beim Husten Abstand zu anderen Personen. Husten Sie am besten in Ihren Ärmel, nicht in die Hand.
  • Krankheit zu Hause auskurieren
    Gehen Sie bei fieberhafter Erkältung, Magen-Darm-Infekt oder Grippe nicht arbeiten, sondern fördern Sie Ihre Gesundung durch Erholung. Mit falschem Ehrgeiz schaden Sie sich, Ihren Kollegen und Ihrem Arbeitgeber.
  • Auf erste Anzeichen achten
    Auf eine Grippe weisen plötzliches hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen hin.
  • Gesund werden
    Hören Sie auf Ihren Körper. Haben Sie die typischen Anzeichen einer Grippe, dann stimmen Sie das weitere Vorgehen telefonisch mit Ihrem Arzt ab.
  • Familienmitglieder schützen
    Verzichten Sie, wenn Sie erkrankt sind, auf Körperkontakt wie Umarmen, Küssen usw. Halten Sie sich nach Möglichkeit in einem separaten Raum auf. Achten Sie auf generelle Sauberkeit Ihrer Wohnung, insbesondere in Küche und Bad.
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften
    Lüften Sie geschlossene Räume frei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten. Die Zahl der Viren in der Luft wird verringert, ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute verhindert.
  • Abstand halten, Menschenansammlungen meiden
    Schützen Sie sich und andere durch besondere Rücksicht und wenn möglich zwei Meter Abstand. Verzichten Sie auf Händeschütteln. Meiden Sie Menschenansammlungen, wenn dies aktuell empfohlen wird.
  • Über Hygienemasken Bescheid wissen
    Über die Wirksamkeit von Hygienemasken während einer Pandemie liegen keine ausreichenden Daten vor. Sie können unter Umständen ergänzend zu den hier dargestellten Maßnahmen zum Einsatz kommen. Achten Sie in diesem Fall auf die aktuellen Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.

 

Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns an!
Abteilung Gesundheit
Infektions- u. Umwelthygiene
Kettelerstr. 29
64646 Heppenheim

 

Tel: 06252 – 15-5836 (Frau Etzel) oder 06252 – 15-5873 (Frau Wattendorf)

 

Gerne verbinden wir Sie auch mit dem/der zuständige/n Arzt/Ärztin.

 

Zika - Virus: Hintergründe, Klinik, Diagonistik

 

Pressemitteilung - Gelbfieberimpfstelle seit 1. April 2015 -