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Deutsch-polnischer Jugendpreis April 2015

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Deutsch-polnischer Jugendpreis 2014-2016
Kreis Bergstraße und Schweidnitz unter den 20 Finalisten

 

Auf den vom DPJW ausgeschriebenen Wettbewerb „changes/chances @work“ haben sich die Kreise Bergstraße und Schweidnitz im Rahmen der nun 14-Jährigen Partnerschaft mit einem gemeinsamen bilateralen Projekt beworben. Sie erstellten ein Konzept der Begegnungen unter dem Titel „Berufliche Mobilität – ein Weg zum Erfolg?“, die im April und September 2015 stattfinden. Von 85 Anmeldungen wurden die 20 interessantesten Projekte ausgewählt, die sich für die nächste Etappe qualifiziert haben. Das Projekt der beiden Landkreise gehört zu den zehn Finalisten im außerschulischen Bereich.

 

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Deutsch-polnischer Jugendpreis 2014-2016

 

Ein internationaler Austausch soll vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen stärken, die eine Antwort auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes sein können. Nützliches Wissen für die Berufswahl, berufliche Wünsche, reelle Chancen zu erkennen, eigene Stärken und Ressourcen zu entdecken – das waren die Ziele der Begegnung und sollen die berufliche Orientierung junger Menschen unterstützen. In Form von Workshops, Gesprächen mit Fachleuten, Psychologen und pädagogischen Beratern, Vorträgen und Diskussionen setzten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Themen auseinander: Auswahl der künftigen Berufe, Erkundungsmethoden des Arbeitsmarktes sowie Umgang mit Stress. Auch die Besichtigung eines Betriebs für die Industriegeräte stand auf dem Programm. Nebenbei konnten die Teilnehmer ihre sprachlichen sowie Kommunikations-fähigkeiten ausbauen und neue Kontakte knüpfen. Die Bergsträßer Jugend repräsentierten Schüler des Lessing- und des Litauischen Gymnasiums aus Lampertheim.

 

Die erste Etappe des Projektes fand im Kreis Świdnica/Schweidnitz vom 26.04 bis zum 30.04.2015 statt. Polnische und deutsche Jugendliche verbrachten zusammen fünf Tage in der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung. Dort bekamen sie die Gelegenheit, Geschichtsunterricht „hautnah“ zu erleben.

 

Kreisau ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem sich der Wiederstand gegen Nationalsozialismus um Helmut Graf von Moltke unter dem Namen „Kreisauer Kreis“ formiert hatte.

 

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Beindruckt waren die Jugendlichen von der Freilichtausstellung „Mut und Versöhnung“ in der Stiftung Kreisau, die von beiden Regierungschefinnen von Polen und Deutschland, Angela Merkel und Ewa Kopacz im November 2014 eröffnet wurde. Sie entstand anlässlich des 25. Jahrestages der Versöhnungsmesse, die am 12. November 1989 auf dem ehemaligen Gut der Familie von Moltke stattfand. Der Friedensgruß der beiden damaligen Regierungschefs Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki wurde zum symbolischen Beginn der neuen Ära der Beziehung zwischen Polen und Deutschland.

 

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Das Projekt wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert. Die zweite Etappe findet im September 2015 im Kreis Bergstraße statt. Wir werden berichten.