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Pakt für den Nachmittag

Mit dem Pakt für den Nachmittag steht den Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen ein verlässliches und bedarfsorientiertes Bildungs- und Betreuungsangebot zur Verfügung, das sowohl einen Betrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie als auch für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe leistet. In gemeinsamer Verantwortung von Land und Kreis können an den Schulen integrierte Bildungs- und Betreuungsangebote in öffentlicher Trägerschaft schultäglich von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr einschließlich einer Ferienbetreuung im Umfang von mindestens 30 Ferientagen eingerichtet werden. Hierfür stellen sowohl das Land Hessen als auch der Kreis Bergstraße den Schulen je nach Zuständigkeit Ressourcen in Form von Lehrerstellen und finanziellen Mitteln zur Verfügung. Die Teilnahme am Pakt für den Nachmittag ist sowohl für die Schulen als auch für die Schülerinnen und Schüler freiwillig.

 

Flächendeckende, passgenaue und verlässliche Nachmittagsbetreuung an allen Grundschulen im Kreis Bergstraße ist ein großes Ziel von Landrat und Schuldezernent Christian Engelhardt. Aus diesem Grund hat sich der Kreis Bergstraße vor einem Jahr als einer von sechs Modellregionen an einem Pilotprojekt des Kultusministeriums beteiligt. Verlässliche Öffnungs- und Betreuungszeiten von 7:30 bis 17 Uhr neben einem besonderen pädagogischen Konzept ist dabei die Grundlage. Hier treten beide Schulträger – Kreis und Land ein, dass alle Kinder nach Schulschluss inklusive Ferien betreut werden. Das Land übernimmt das Angebot bis 14:30 Uhr, der Kreis bis 17 Uhr. In diesem Zeitfenster ist es den Kindern jedoch möglich, verschiedene Module zu wählen. Der Pakt für den Nachmittag geht zwar in Richtung Ganztagsschule, die Betreuung nach Schulschluss dennoch freiwillig wählbar. Um ein entsprechendes Angebot für die Nachmittagsbetreuung ermöglichen zu können, mussten räumliche Bedingungen optimiert werden. „Geld das wir gerne in die Zukunft unserer Kinder investieren. Ich möchte, dass wir auch im Bereich der Bildung und Betreuung der Landkreis sind, der richtige Leuchttürme setzt“, so Christian Engelhardt. Nachdem zu Beginn des Projektes sechs Schulen am Pilot teilgenommen haben, werden mit der Schule an der Weschnitz Einhausen, der Friedrich-Fröbel Schule Viernheim, der Schlossbergschule in Bensheim/ Auerbach und der Schillerschule Bürstadt vier weitere Schulen folgen.

 

Die Kooperationsvereinbarungen wurden von allen Schulleitern, Trägern und dem Kreis Bergstraße als Schulträger unterzeichnet.

 

Hintergrund:
Der Pakt für den Nachmittag ist der nächste Schritt hin zur Entwicklung von Ganztagsschulen. Land und Schulträger übernehmen gemeinsam Verantwortung für ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot. Beim Pakt für den Nachmittag ist die Anzahl der Gruppen im Gegensatz zum „Familienfreundlichen Kreis“ nicht begrenzt. Darüber hinaus ist der Pakt ein pädagogisch integriertes Angebot. Durch die enge Zusammenarbeit von Schule und Träger kommt die Gestaltung des Schulalltags aus einem Guss und spielt sich nur in den Räumlichkeiten der Schule ab. Der Pakt bietet nicht nur Betreuung bis 17 Uhr an, sondern auch während den Ferientagen bis zu mindestens 30 Tagen.
Für den PfdN können sich alle Grundschulen im Kreis Bergstraße bewerben.
Neben der finanziellen Unterstützung ist der Kreis als Schulträger verantwortlich die Voraussetzungen für eine Nachmittagsbetreuung zu schaffen. So werden an allen teilnehmenden Schulen Mensen und Aufenthaltsräume geschaffen, um den reibungslosen und den Anforderungen einer ganztags arbeitenden Schule gerecht zu werden.