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Ehrenmedaille des Kreises Kaunas für Landrat Matthias Wilkes, Juli 2015

Am 6. Juli in Schloss Raudondvaris (Rotes Herrenhaus) bei Kaunas in Litauen wurde Landrat des Kreises Bergstraße Matthias Wilkes mit der Ehrenmedaille des Kreises Kaunas ausgezeichnet. Diese unerwartete Ehrung unterstrich sein Bemühen, den Bekanntheitsgrad Litauens in Deutschland zu forcieren, sowie sein besonderes Engagement für die Vertiefung der Beziehungen zwischen den Kreisen Bergstraße und Kaunas. Landrat Wilkes und der Kreistagsvorsitzender Gottfried Schneider wurden anlässlich des Nationalfeiertags Litauens am 6. Juli in den Kreis Kaunas eingeladen. Auf dem Programm der Feierlichkeiten standen u.a. der gemeinsame Gottesdienst in der Schlosskirche und die Darbietungen der Volks- und Tanzgruppen. Um 21 Uhr haben alle Litauer in der ganzen Weilt in die Nationalhymne eingestimmt.

 

>Mit Überzeugung setzt er sich ein und fördert den kulturellen „Brückenbau“ zwischen Politikern, Jugendlichen sowie im weiteren Sinne zwischen Deutschen und Litauern< hieß es in der Laudatio. Die höchste Anerkennung wurde während der Sprachbeiträge seinem beispielhaften Wirken für das in Hüttenfeld ansässige Litauische Gymnasium und die litauische Gemeinschaft in Deutschland zum Ausdruck gebracht.

 

Die Ehrenmedaille des Kreises Kaunas ist die höchste Auszeichnung für Personen, die sich im besonderen Maße zum Wohle des Kreises Kaunas und seiner Bürger engagieren. Eine weitere Auszeichnung, die Ehrenplakette des Kreises Kaunas, erhielt der Kreistagsvorsitzender Gottfried Schneider für die Bemühungen um die Vertiefung der internationalen Beziehungen.

 

Das Schloss Raudondvaris ist eine repräsentative Schlossanlage im gleichnamigen Ort bei Kaunas/Litauen mit einer glanzvollen Geschichte, die auf das 14. Jahrhundert zurück geht und einst der bedeutendsten litauischen Adelsfamilien gehörte.

 

6. Juli – Nationalfeiertag in Litauen

 

Dieser Feiertag auch „Eigenstaatlichkeitstag“ genannt, geht auf das Mittelalter zurück. Im Jahre 1253 fand die Krönung des Fürsten Mindaugas statt, der die damaligen Fürstentümer zu einem Staat vereinte. Danach folgten polnisch-litauische Unionen, die über Jahrhunderte einen Zwei-Nationen-Staat bildeten.

 

Weitere litauischen Feiertage unterstreichen die Unabhängigkeit von der russischen Herrschaft:
16. Februar 1918 wurde die Ablösung vom Zarenreich verkündet (nota bene das Litauische Gymnasium in Lampertheim-Hüttenfeld trägt den Namen „Vasario 16 –osios gymnasia“ was in Litauisch 16. Februar bedeutet)
11. März 1990 erklärte Litauen seine Souveränität gegenüber der Sowjetunion.
Rückblick

 

Im Rahmen der Feierstunde zum Tag der Deutschen am 3. Oktober 2012 hielt Rimas Čuplinskas eine Festrede zum Thema „Einheit Deutschlands – Einheit Europas“ im Bürstädter Rathaus. Čuplinskas war mehrere Jahre Mitglied des Zentralrats der Litauer in Deutschland, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums des Litauischen Gymnasiums und Direktor des Europäischen Litauischen Kulturzentrums in Deutschland (ELKC e.V.).
Seine Ansprache hat „im Kreistag die letzten Zweifel bezüglich des Zustandekommens der Partnerschaftsvereinbarung aus dem Weg geräumt“ – betonte Landrat Wilkes bei seinem Einleitungswort zum Akt der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.

 

Am 1. November 2013 wurde im Rahmen der Feierstunde zum 75-jährigen Bestehen des Kreises Bergstraße der Partnerschaftsvertrag mit dem Kreis Kaunas unterzeichnet. Die Gegenzeichnung fand am 16. Februar 2014 im Schloss Raudondvaris bei Kaunas statt.

 

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