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Bildung und Erziehung

Vielleicht sind Sie nach Deutschland gekommen, damit Ihr Kind eine bessere Zukunft hat.

 

Sie wünschen sich für Ihre Tochter oder Ihren Sohn einen guten Schulabschluss. Ihre Tochter oder Ihr Sohn soll einen Beruf finden, der zu ihr oder zu ihm passt.

Dafür braucht Ihr Kind Ihre Unterstützung: In Deutschland spielen die Eltern eine große Rolle bei der Bildung ihrer Kinder. Die Eltern sorgen dafür, dass ihr Kind regelmäßig in die Schule geht und seine Hausaufgaben macht.

Außerdem sprechen die Eltern regelmäßig mit den Lehrerinnen und Lehrern oder Erzieherinnen und Erziehern ihrer Kinder.

 

Machen Sie sich mit dem Bildungssystem in Deutschland vertraut. Der Erklärfilm "Das hessische Schulsystem" bietet Ihnen auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Arabisch einen ersten Überblick über Schule in Deutschland.

 

Welche Angebote für Schwangere und Eltern mit Kindern bis drei Jahren gibt es?

Alle Angebote für Schwangere, werdende Eltern und Eltern mit Kindern bis 3 Jahren finden Sie beim Fachdienst Frühe Hilfen (Jugendamt) in der Übersicht.

Zu den Angeboten der Frühen Hilfen im Kreis Bergstraße gehören unter anderem:

Wo erhalte ich Beratung zur Erziehung und Entwicklung meines Kindes?

Wenn Sie Fragen zur Erziehung und Entwicklung Ihres Kindes haben, kann Ihnen die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche an den Standorten Bensheim und Lampertheim helfen.

 

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Tipps zum Umgang mit Zweisprachigkeit in der Kindheit finden Sie in folgendem Flyer

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Deutsch
Deutsch (1)

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Deutsch
Deutsch (2)

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Arabisch
Arabisch

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Russisch
Russisch

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Türkisch
Türkisch

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Englisch (1)
Englisch (1)

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Englisch (2)
Englisch (2)

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Französisch (1)
Französisch (1)

 

Zweisprachigkeit in der Kindheit_Französisch (2)
Französisch (2)

 

 

 

Was muss ich über Kinderbetreuung in Deutschland wissen?

Alle Kinder in Deutschland können ab 1 Jahr eine Kindertagesbetreuung erhalten.

 

Es gibt verschiedene Formen der Kinderbetreuung für Kinder von 1-3 Jahren, zum Beispiel:

  • Die Kindertagespflege durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater,
  • Kinderkrippen oder
  • Krippengruppen in Kindertagesstätten.

 

Ab 3 Jahren kann jedes Kind einen Platz in einer Kindertagesstätte besuchen.

Der Besuch einer Kindertagesstätte ist wichtig für SIe und Ihr Kind:

  • Beim Spielen mit anderne Kindern lernen sie Rücksicht zu nehmen und Konflikte zu lösen.
  • Die Erzieherinnen und Erzieher unterstützen Sie bei der Bildung und Erziehung Ihres Kindes und sprechen mit Ihnen über die Entwicklung Ihres Kindes.
  • Während Ihr Kind betreut wird, haben Sie Zeit, Deutsch zu lernen oder arbeiten zu gehen.
  • Sie können in der Kindertagesstätte andere Familien kennen lernen.

 

Der Elternflyer "Informationen zur Kindertagesbetreuung" ist in zwölf Sprachen verfügbar und beantwortet Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Kindertagesbetreuung.

Wie finde ich einen Kindergartenplatz für mein Kind?

Die  Kommune (Gemeinde oder Stadt) vor Ort unterstützt Sie dabei, einen Betreuungsplatz für Ihr Kind zu finden. Oder Sie gehen dirkt zu einer Kinderbetreuungseinrichtung und fragen nach einem Platz für Ihr Kind.

Wie finde ich einen Schulplatz für mein Kind?

Sie sind neu in Deutschland, dann wenden Sie sich an das Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) im Staatlichen Schulamt. Dort weist man Ihrem Kind, unabhängig von seinen Deutschkenntnissen, einen passenden Schulplatz zu.

Schülerinnen und Schüler mit wenig bis kaum Deutschkenntnissen erhalten an der Schule eine Sprachförderung. Einen Überblick darüber, wie Sprache an den Schulen in Hessen gefördert wird, finden Sie in der Broschüre des Hessischen Kultusministerium.

 

Sie sind Asylbewerberin oder Asylbewerber, dann meldet das Amt für Soziales - Team Flüchtlinge und Aussiedler Ihre Kinder an das ABZ im Staatlichen Schulamt. Das ABZ im Staatlichen Schulamt weist Ihrem Kind einen Schulplatz zu.

 

Welche Schulen es im Kreis gibt, erfahren Sie auf mein Schulwegweiser.

Wer entscheidet darüber, auf welche weiterführende Schule mein Kind geht?

In Deutschland entscheiden die Eltern, welche Schule Ihr Kind nach der Grundschule besucht, außer es besucht eine Sprachfördermaßnahme. 

Die Entscheidung, welche Schule Ihr Kind besuchen soll, ist nicht leicht. Folgendes können Sie tun:

 

  • Sprechen Sie mit den Lehrerinnen und Lehrern Ihres Kindes und fragen Sie, welche Schule Sie Ihrem Kind empfehlen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind, was es später einmal machen möchte: eine Ausbildung machen oder studieren?
  • Denken Sie daran, dass Ihr Kind nach einem guten Abschluss immer die Möglichkeit hat, den nächsthöheren Abschluss zu machen. Aus diesem Grund hat Ihr Kind auch guten Chancen, wenn es die Haupt- oder Realschule besucht.

 

Wichtig ist, dass Ihr Kind Spaß beim Lernen hat und es ihm in der Schule gefällt. Wenn Ihr Kind viele schlechte Noten hat, wird es später keine Lust haben, weiter zu lernen, um einen höheren Schulabschluss zu machen oder zu studieren.

Was ist das Richtige für mein Kind: Berufsausbildung oder Studium?

Das berufliche Ausbildungssystem in Deutschland ist einzigartig. Es unterscheidet sich stark mit dem System Ihres Heimatlandes. Machen Sie sich diese Unterschiede klar. Dann können Sie entscheiden, welche Möglichkeit für Ihr Kind die beste ist.

 

Eine Berufsausbildung ist in Deutschland ein gängiger Weg, um sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Die meisten jungen Menschen in Deutschland beginnen nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung und ihre Eltern sind in der Regel sehr stolz, wenn sie diese erfolgreich abschließen. Eine Übersicht über Berufsfelder und dazugehörige Ausbildungsberufe bietet das Berufenet der Agentur für Arbeit.

 

Dabei haben handwerkliche Berufe wie Bäcker, Schreiner, oder Maurer eine jahrhundertelange Tradition und sind sehr angesehen.

 

Für ein Studium benötigt man in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife. Ein Studium ist für gewöhnlich sehr theoretisch und wenig praxisnah. Wenn Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn das Lernen leicht fällt und schwierige deutsche Texte schreiben und lesen kann, kommt ein Studium in Frage. Mehrsprachige Informationen und Beratung dazu erhalten Sie von der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule.

 

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Ausbildung und Studium findet man bei der Agentur für Arbeit.

Gut zu wissen: Wie läuft eine Berufsausbildung ab?

Die häufigsten Ausbildungsformen in Deutschland sind die duale und die schulische Berufsausbildung, die in der Regel am 1. September eines jeden Jahres beginnen. 

 

Menschen, die eine Ausbildung machen wollen, müssen sich etwa ein halbes Jahr vorher bei einem Betrieb oder einer Schule schriftlich dafür bewerben. Das bedeutet, dass sich Schüler und Schülerinnen bereits im Frühjahr für eine Ausbildung im Herbst bewerben müssen.

 

Die duale Berufsausbildung

Dual steht für zwei und bedeutet, dass man als Auszubildender an zwei Orten lernt: in einem Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb erwirbt der Auszubildende wichtige handwerkliche Fähigkeiten und in der Berufsschule erhalten die Auszubildenden Fachunterricht für ihre Branche. Manche Auszubildenden gehen an drei Tagen pro Woche in den Betrieb und zwei Tage in die Berufsschule und andere sind zwei Wochen im Betrieb und besuchen für eine Woche die Berufsschule. Das ist unterschiedlich und hängt von der Berufsschule ab. Für die Arbeit im Betrieb erhalten die Auszubildenden ein kleines Gehalt, die Ausbildungsvergütung. Die meisten Ausbildungen dauern drei Jahre. Danach müssen die Auszubildenden eine Prüfung schreiben und werden praktisch geprüft. Wenn die Auszubildenden diese Prüfungen bestehen, wird ihnen ein Zertifikat verliehen mit dem sie sich als Fachkraft bewerben können.

 

Die meisten Handwerksberufe wie Metallbauer, Maler oder Fleischer sind duale Ausbildungsberufe.

 

Die schulische Ausbildung

Eine schulische Ausbildung gleicht einer beruflichen Ausbildung. Der Unterschied ist, dass der theoretische Anteil, also der Schulbesuch höher ist als der praktische Teil. Viele Schülerinnen und Schüler in einer schulischen Ausbildung arbeiten lediglich ein paar Wochen pro Jahr in einem Betrieb. Diese Zeit nennt man Praktikum und wird nicht bezahlt. Auch eine schulische Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer Prüfung ab. Wenn die Schülerinnen und Schüler diese Prüfung bestehen erhalten sie ebenfalls ein Zertifikat und können sich als Fachkraft bewerben.

 

Schulische Ausbildungen findet man häufig in den Bereichen Gesundheit und Erziehung. 

 

Erfahrungsbericht und Videos von Auszubildenden finden Sie auf azubiyo.

Gut zu wissen: Was sind die Vorteile einer Berufsausbildung?

Fachkräfte, also Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, haben viele Vorteile.

 

Zum Beispiel:

  • verdienen Fachkräfte oft mehr Geld als ihre ungelernten Kolleginnen und Kollegen, auch wenn sie eine ähnliche Aufgabe haben,
  • sind Fachkräfte seltener arbeitslos und finden in der Regel schnell eine neue Stelle,
  • dürfen Fachkräfte viel Verantwortung übernehmen und sind unter ihren Kolleginnen und Kollegen sehr angesehen.

 

Daher ist es besser eine Ausbildung zu machen als ohne Ausbildung im Betrieb zu arbeiten.

 

Stimmen aus dem Kreis

Im Iran sind die Staatsschulen kostenlos. Aber jeder möchte, dass sein Kind auf eine Privatschule geht. Das ist sehr teuer. Der Unterschied dort ist sehr groß. Bessere Räume und bessere Lehrer. Wenn man kein Geld hat ist das schlecht. In Deutschland ist das anders.

Fatema aus dem Iran