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Geld und Finanzen

Es gibt Menschen in Deutschland mit Geldproblemen: Diese Menschen verlieren den Überblick über ihre Finanzen. Sie schließen Verträge ab, ohne sie zu verstehen oder geben durch Dinge wie Glücksspiel mehr Geld aus als sie haben.

 

Machen Sie sich klar, was in Deutschland anders ist als in Ihrem Heimatland. Neuzugewanderte Menschen machen Schulden, weil sie zum Beispiel Gebühren und Kündigungsfristen von Verträgen in Deutschland nicht kennen.

 

Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir Ihnen Informationen zum Thema Geld und Finanzen in Deutschland zusammengestellt.

 

Denken Sie jedoch immer daran: Sie sind für Ihr Geld selbst verantwortlich. Händler, Banken und der Staat schützen Sie nicht vor Schulden.

 

Grundlege Informationen in vielen Sprachen zu den Themen Geld, Schulden, Verträge und Banken in Deutschland finden Sie auf der Homepage der Verbraucherzentrale.

 

Ich habe Schulden. Wer kann mir helfen?

Es ist wichtig, auf Briefe der Gläubiger und Inkasso-Unternehmen zu reagieren.

Wenn Sie nicht reagieren, werden die Schulden größer.

 

Nehmen Sie Kontakt zu den Schuldnerberatungsstellen im Kreis der AWO, der Caritas oder der Diakonie auf. Die Beratung ist kostenfrei.

Die Schuldnerberatungsstellen helfen Ihnen, Briefe und Mahnschreiben zu verstehen und auf sie zu antworten.

 

Lesen Sie auch die Informationen des Kreis Bergstraße zum Thema Schuldner und Verbraucherinsolvenzberatung.

Wie kann ich mich vor Schulden schützen?

Um sich nicht zu verschulden, darf man nie mehr Geld ausgeben, als man hat. Dies ist oft nicht einfach. Um sich dennoch nicht zu verschulden, sollten Sie folgende Tipps beachten:

 

  • Beachten Sie Ihr monatliches Budget und planen Sie, wofür Sie wieviel Geld ausgeben werden - und halten Sie sich an diesen Plan!
  • Zahlen Sie Ihre Rechnungen immer sofort. Dazu gehört auch, Briefe zu öffnen und sie zu lesen. 
  • Vermeiden Sie bargeldloses Zahlen. Denn das schärft Ihr Bewusstsein, wieviel Sie ausgeben. Dazu gehört auch Shopping im Internet.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Kontostand.
  • Heben Sie kein Geld ab, wenn ihr Konto im Minus ist. Für das Überziehen des Kontos fallen oft hohe Gebühren an.
  • Eröffnen Sie ein Girokonto auf Guthabenbasis. Eine Überziehung ist nicht mehr möglich und man vermeidet Überziehungsgebühren. 
  • Seien Sie vorsichtig bei der Unterzeichnung von Verträgen. Denken Sie lieber noch einmal einen Tag darüber nach, bevor Sie einen Vertrag unterzeichnen. Seriöse Anbieter räumen Ihnen genug Zeit dafür ein. 
  • Kündigen Sie Verträge, die Sie nicht benötigen.
  • Kaufen Sie nur, was Sie dringend benötigen. Es hilft, sich vor einer Ausgabe immer eine Woche zu überlegen: Benötige ich das wirklich? Oft ist die Antwort dann: Nein!
  • Sparen Sie Geld - soweit wie möglich. 

Was bedeutet Inkasso?

Inkasso-Unternehmen übernehmen Schulden von Firmen. Das Inkasso-Unternehmen kümmert sich darum, dass die Person die Schulden bezahlt. 

 

Wenn Sie einen Brief oder E-Mail von einem Inkasso-Unternehmen erhalten, wenden Sie sich am Besten umgehend an eine Schuldnerberatungsstelle. 

Einfach erklärt: Zinsen und Mahngebühren

Zinsen sind Gebühren dafür, wenn Sie sich Geld von der Bank leihen. Diese müssen Ihnen mitgeteilt werden, bevor Sie einen Kredit-Vertrag bei der Bank unterzeichnen. Dennoch sollten Sie vorher Folgendes prüfen:

 

  • Wieviel Euro sind das insgesamt?
  • Fallen Zinseszinsen an?
  • Wie lange gilt der Zinssatz?
  • Welche anderen Kosten fallen an?

 

Mahngebühren fallen an, wenn Sie Rechnungen nicht bezahlen. Sie sind oft sehr hoch und manchmal werden auch für die Mahngebühren selbst Mahngebühren berechnet. Lesen Sie also stets Ihre Post und zahlen Sie Ihre Rechnungen in der angegebenen Frist.

Einfach erklärt: Die SCHUFA

Die Abkürzung SCHUFA steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“.

 

Die SCHUFA registriert, wie zuverlässig die Menschen in Deutschland ihre Rechnungen bezahlen.

 

Für Händler ist das sehr wichtig. Sie wollen wissen, ob ihre Kundin oder ihr Kunde den Betrag begleichen wird. Aus diesem Grund verlangen Vermieterinnen und Vermieter, Banken und Verkäuferinnen und Verkäufer in der Regel eine SCHUFA-Auskunft, bevor sie einen Vertrag unterzeichnen.

 

Sie haben viele unbezahlte Rechnungen? Dann kann es für Sie sehr schwierig werden, eine Wohnung zu mieten oder einen Kaufvertrag abzuschließen. Denn dies alles steht in Ihrer SCHUFA-Auskunft.

 

Seien Sie vorsichtig, wenn eine Vermieterin oder ein Vermieter oder eine Bank keine SCHUFA-Auskunft von Ihnen verlangt. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass der Anbieter nicht vertrauenswürdig ist.

 

Informationen in verschiedenen Sprachen zum Thema SCHUFA finden Sie im Handbook Germany.

Einfach erklärt: Rundfunkgebühren

Jeder Haushalt zahlt in Deutschland Rundfunkgebühren.

 

Durch die Rundfunkgebühren können die Medien in Deutschland unabhängig berichten. Das heißt, dass die Regierung, Parteien, Politikerinnen und Politiker, eine Religion oder andere Gruppen keinen Einfluss auf die Berichterstattung nehmen können. 

 

Wenn Sie Geld von Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter-  oder dem Amt für Soziales - Team Flüchtlinge und Aussiedler erhalten, müssen Sie keine Beiträge bezahlen.

 

Mehr Informationen in verschiedenen Sprachen finden Sie unter rundfunkbeitrag.de.

Einfach erklärt: Das Haushaltsbuch

Sie müssen mit wenig Geld auskommen? Ein Haushaltsbuch kann Ihnen dabei helfen.

 

Ein Haushaltsbuch zu führen heißt, ganz genau aufzuschreiben, wofür Sie Geld ausgeben. Am Ende des Monats überprüfen Sie dann:

  • Sind alle Ausgaben notwendig?
  • Was kann ich im nächsten Monat besser machen?

 

 

Hier finden Sie eine Vorlage zum Ausdrucken.