Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund

„Wenn der Tod dich anlacht“


Kreis Bergstraße (kb). Ein Lächeln, wo man es vielleicht am wenigsten erwartet: Mit feinsinnigem Humor und nachdenklichen Bildern nähert sich die Karikaturenausstellung „Wenn der Tod dich anlacht“ einem Thema, das oft gemieden wird. Im Rahmen des Jahresprojekts 2026 „Sterben – wenn das Leben leiser wird“ lädt die Fachstelle Leben im Alter Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich auf neue, ungewohnte Weise mit Abschied, Trauer und Vorsorge auseinanderzusetzen. Die Ausstellung ist vom 13. April bis 8. Mai 2026 an mehreren Standorten im Kreisgebiet zu sehen und wird durch begleitende Vorträge ergänzt.

Stationen der Ausstellung im Überblick: Vom 13. April bis 24. April 2026 ist die Ausstellung im Rathaus Hirschhorn (Hauptstraße 17), Rathaus Wald-Michelbach (In der Gass 17) sowie im Bürgerhaus Lindenfels (Burgstraße 36) zu sehen.

Begleitend zur Ausstellung finden Vorträge statt, die unterschiedliche Perspektiven auf das Thema eröffnen: Am 14. April um 16 Uhr im Bürgerhaus Lindenfels, am 16. April um 16 Uhr im Rathaus Hirschhorn sowie am 17. April um 16 Uhr im Bestattungshaus Überwald (Ludwigstraße 17 in Wald-Michelbach), jeweils mit den Referenten Nils Schwabedissen (Bestattungshaus Überwald) und Fatma Bulut sowie Felicia Schöner (beide vom Hospizdienst Odenwald). Dabei wird es um die Bestattungsvorsorge, Bestattungskultur im Wandel der Zeit sowie um kultursensible Bestattungsarbeit.

Anschließend wandert die Ausstellung vom 24. April bis 8. Mai 2026 weiter ins Familienzentrum Bensheim (Hauptstraße 81), in die Melibokushalle Zwingenberg (Melibokusstraße 10) und in das Bürgerbüro Heppenheim (Friedrichstraße 21).

Begleitend zur Ausstellung finden auch dort mehrere Vorträge statt, die unterschiedliche Perspektiven auf das Thema eröffnen: Am 24. April um 18 Uhr im Familienzentrum Bensheim, am 18. April um 15 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Zwingenberg (Darmstädter Straße 22) sowie am 4. Mai um 15 Uhr in der DRK Begegnungsstätte Heppenheim (Werlestraße 5), jeweils mit der Referentin Doris Kellermann (Hospizverein Bergstraße). Dabei wird es um ambulante und stationäre Hospizarbeit gehen sowie die Zugänge, den Alltag und die Finanzierungen der hospizlichen Begleitung von Familien.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege sowie der HAGE e. V. – KASA und greift das Thema Sterben bewusst niedrigschwellig und humorvoll auf. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und Menschen ins Gespräch zu bringen.

Die Ausstellung ist Teil des kreisweiten Jahresprojekts „Sterben – wenn das Leben leiser wird“ der Fachstelle Leben im Alter des Kreises Bergstraße, das gezielt Räume für Information, Austausch und Begegnung schafft. Mit vielfältigen Formaten – von Vorträgen über Workshops bis hin zu kulturellen Angeboten – richtet sich das Projekt an Bürgerinnen und Bürger aller Generationen. Ziel ist es, einen offenen und würdevollen Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Vorsorge zu fördern sowie konkrete Hilfestellungen anzubieten.