Bus des VRN
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ÖPNV im Kreis Bergstraße

ÖPNV im Kreis Bergstraße

Aufgaben der Abteilung ÖPNV 

Der Kreis Bergstraße als zuständiger Aufgabenträger des ÖPNV möchte es seinen Bürgern ermöglichen, umweltschonend und flexibel mobil zu sein. 
Hierzu übernimmt die VRN GmbH die Aufgaben einer lokalen Nahverkehrsorganisation im Kreis Bergstraße. Der Nahverkehrsplan dient als Grundlage der Verkehrsplanung.

Das Sachgebiet Öffentlicher Personennahverkehr beschäftigt sich mit folgenden Themenbereichen:

  • Organisation und Bestellung von Linienverkehren
  • Abwicklung des Schülerverkehrs in den öffentlichen Nahverkehr
  • Baustellenbedingte Fahrplan- & Haltestellenänderungen
  • Veranstaltungsbedingter Sonderverkehr / Linienanpassungen
  • Ruftaxiverkehr
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr
  • Anregungen und Beschwerden


Bei Rückfragen nutzen Sie gerne die Möglichkeiten „VRN - Kontaktformular“ oder „Kreis Bergstraße – Anregungen zum ÖPNV“. Oder nehmen Sie direkt Kontakt zur zuständigen Sachbearbeiterin Frau Knapp auf.


Weitere Informationen: 

Nahverkehrsplan 2026 - 2030

Der Kreistag des Kreises Bergstraße hat am 31.03.2025 beschlossen, die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH als lokale Nahverkehrsgesellschaft mit einer Fortschreibung des Nahverkehrsplanes des Kreises Bergstraße zu beauftragen.

Der Nahverkehrsplan beinhaltet u.a. im Rahmen der Angebotskonzeption umfassende Maßnahmenvorschläge, die unter Bewertung verschiedener Parameter entsprechend priorisiert sind. Dabei waren sowohl die Verbindungs- als auch die Erschließungsfunktion analysiert bzw. Fahrgastpotentiale der Streckenabschnitte unter Bewertung von Pendlerdaten, Schülerströmen und dem Freizeitverkehr ermittelt worden.

Layout 1

Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Überwaldbahn 

Die ursprüngliche Strecke von Mörlenbach bis Wahlen, zu welcher auch die Überwaldbahn gehört, besaß eine Länge von 16 Kilometern und wurde 1901 eröffnet.

1983 wurde der Schienenpersonennahverkehr eingestellt. Das Ende des Güterverkehrs folgte 1994. Die Gleise auf dem Abschnitt Unter Wald-Michelbach bis Wahlen wurden bereits 1985 demontiert. Der Abschnitt Mörlenbach bis Unter Wald-Michelbach wurde von anliegenden Kommunen erworben und als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt.

Die Reaktivierung als Draisinenbahn von Mörlenbach-Draisinenbahnhof bis zum Bahnhof Wald-Michelbach folgte 2013.
Parallel dazu verfolgen die Anliegerkommunen die Reaktivierung der Bahnstrecke für den Schienenpersonennahverkehr. Bereits 2000 wurde diesbezüglich ein erstes Gutachten erarbeitet. Zudem enthält der Nahverkehrsplan aus dem Jahr 2020 einen Prüfauftrag zur Reaktivierung der Überwaldbahn.

2025 erfolgte die Beauftragung eines Büros für die technische Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Überwaldbahn mit dem Ziel, grundlegende Aussagen zur technischen Machbarkeit einer Reaktivierung zu erarbeiten.

Im Rahmen der Untersuchung wurden die folgenden Varianten betrachtet:

  • der Einsatz von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEMU),
  • die Elektrifizierung der Strecke,
  • sowie die Realisierung einer Stadtbahn.


Für diese Varianten wurden Nutzen-Kosten-Indizes (NKI) zwischen 0,22 und 0,40 ermittelt, wodurch die NKI-Werte aller drei Varianten deutlich unter dem für eine volkswirtschaftliche Förderfähigkeit erforderlichen Wert von 1,0 liegen. Somit ist aus volkswirtschaftlicher Sicht das Projekt in den untersuchten Varianten nicht wirtschaftlich darstellbar.

Die ermittelten Infrastrukturkosten liegen – auf Grundlage des Kostenkennwertekatalogs der Deutschen Bahn und unter Rückrechnung auf das Basisjahr 2016 – in einer Größenordnung von 31 bis 37 Mio. Euro. Entscheidend für die niedrigen NKI-Werte sind jedoch weniger die reinen Infrastrukturkosten, als vielmehr der vergleichsweise geringe zu erzielende verkehrliche Nutzen.

Für die Ermittlung des potenziell verlagerbaren Verkehrsaufkommens wurden neben den Pendlerströmen unter anderem auch Hochrechnungsdaten auf Basis von Mobilfunkdaten herangezogen. Dabei wurde ein verlagertes Verkehrsaufkommen von lediglich rund 160 Fahrgästen pro Tag ermittelt.

Als wesentliche Ursache hierfür wurden die bestehenden Reisezeiten im motorisierten Individualverkehr (MIV), sowie die verhältnismäßig langen Zugangszeiten zur Strecke identifiziert. Insbesondere die Lage der Strecke außerhalb der Siedlungsbereiche von Weiher und Kreidach führt dazu, dass für viele potenzielle Nutzer zusätzliche Wege bis zum Zugang zur Bahnstrecke erforderlich sind.

Die Reaktivierung der Überwaldbahn ist nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen volkswirtschaftlich somit nicht tragfähig.

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