Kreis Bergstraße (kb). Ein innovatives System zur Straßenüberwachung macht die Infrastruktur im Kreis Bergstraße zukunftsfähig: Bereits seit vergangenem Jahr können im Kreis Bergstraße mit einem KI-basierten Straßenzustandsmonitoring Schäden schneller erkannt und gezielt saniert werden. Der Vorteil davon zeigt sich nun unter anderem besonders bei der Gemeinde Rimbach, die durch diese digitale Lösung ihre Straßenplanung auf ein neues Niveau hebt.

Im Rahmen des Projekts „Smarter Kreis Bergstraße“ wurde ab 2023/2024 ein System eingeführt, bei dem Müllfahrzeuge des ZAKB mit Smartphones ausgestattet sind. Diese nehmen während ihrer regulären Fahrten Videomaterial der Straßen auf, das von einer Künstlichen Intelligenz analysiert und auf einer sicheren Plattform datenschutzkonform den jeweiligen Kommunen zur Verfügung gestellt wird. „Dank dieser Technologie erhalten unsere Kommunen nun flächendeckende und objektive Informationen über den Zustand ihrer Straßen“, erklärt Landrat Christian Engelhardt.
Die Gemeinde Rimbach, die das System bereits erfolgreich nutzt, ist ein glänzendes Beispiel für die Anwendung der analysierten Daten. Die Verwaltung hat die Erkenntnisse aus dem Monitoring verwendet, um ein ganzheitliches Konzept zur Instandhaltung der Straßen und Wege zu entwickeln. Statt einer herkömmlichen Prioritätenliste werden die Straßen nun in vier Schadenskategorien unterteilt, was eine parallele Bearbeitung ermöglicht. So können nicht nur marode Abschnitte effizient saniert werden, sondern auch intakte Straßen langfristig erhalten bleiben. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit und macht die Infrastruktur insgesamt zukunftssicher.
„Mit dem KI-gestützten Straßenzustandsmonitoring setzen wir einen neuen Standard für Transparenz und Effizienz in der kommunalen Infrastruktur. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie uns die Digitalisierung hilft, Prozesse effektiver und schneller zu gestalten. Das ist ein Gewinn für die gesamte Region“, betont Landrat Engelhardt.
Im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation, konnte die Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung des Kreises Bergstraße die Idee des KI-basierten Straßenzustandsmonitorings bereits im April 2023 in Kooperation mit dem ZAKB in die Realität umsetzen. Die Erfassung des Straßenzustands ist ein Teil des Projekts „Smarter Kreis Bergstraße“, das vom Digitalministerium mit rund 900.000 Euro gefördert wird.

