Kreis Bergstraße (kb). Wertvoll und verletzlich zugleich: Das saure Niedermoor Öhlklingen bei Wald-Michelbach ist ein zentraler Lebensraum für viele Arten und ein natürlicher Wasserspeicher. Entwässerung, zu viele Nährstoffe und fehlende Pflege haben es in den letzten Jahren allerdings zunehmend geschwächt. Um das rund zehn Hektar große Niedermoor langfristig zu sichern und renaturieren, fördert der Kreis Bergstraße das Vorhaben der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe mit Mitteln aus der naturschutzrechtlichen Ersatzzahlung. Dafür übergab der Hauptamtliche Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Matthias Schimpf kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von rund 149.500 Euro an Anne Michaeli von der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe.
„Das Saure Niedermoor in Wald-Michelbach ist ein einzigartiger Lebensraum, der für Artenvielfalt und Klimaschutz gleichermaßen von großer Bedeutung ist. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe und der Kommune Wald-Michelbach ein Projekt voranbringen können, das den Naturschutz im Kreis Bergstraße nachhaltig stärkt“, betonte Matthias Schimpf.
Die Zuwendung wird als Projektförderung und nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Vollfinanzierung gewährt. Der Finanzierungsanteil beträgt somit 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Geplant ist der Ankauf von elf Grundstücken. Neben der NABU-Stiftung wird die Gemeinde Wald-Michelbach
Teileigentümerin des Niedermoors. Zur Instandsetzung finden zudem Gehölzentnahmen statt. Eine anschließende ganzjährige Beweidung soll zu der Renaturierung des Niedermoors beitragen. Unterstützend dazu soll ein mehrjähriges Monitoring die Entwicklungen begleiten.

