Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund

Mehr Schutz vor Rheinhochwasser für Biblis und Einhausen


Kreis Bergstraße (kb). Die kommunalen Rheinflügeldeiche an der Weschnitz zwischen Biblis und Einhausen sind für die Region von mehrfacher Bedeutung: Sie bieten einen erhöhten Schutz für die Siedlungen im rheinbeeinflussten Bereich, leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung, tragen zur langfristigen Sicherung eines zentralen Hochwasserschutzsystems am Rhein bei und dienen als Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Damit sie ihren Beitrag auch weiterhin leisten können, müssen die Deiche erneuert und zurückverlegt werden. Dafür erhielt der Gewässerverband Bergstraße kürzlich einen Förderbescheid sowie einen Planfeststellungsbescheid von Staatssekretär Michael Ruhl und dem Regierungspräsidenten des Regierungspräsidiums Darmstadt Prof. Dr. Jan Hilligardt.

„Die Prognosen der Klimaforscher gehen davon aus, dass wir aufgrund des sich wandelnden Klimas mit zunehmenden Starkwetterereignissen und damit auch mehr Hochwasser rechnen müssen. Deshalb ist es geboten, ein geeignetes und sicheres Schutzsystem für die Gemeinden und die Landwirtschaft im Rheingebiet zu gewährleisten. Die Erneuerung und Rückverlegung der kommunalen Rheinflügeldeiche sind dafür essentielle Schritte“, erläuterte Landrat Christian Engelhardt, der die Bescheide entgegennahm.

Das Projekt umfasst die Sanierung und teilweise Rückverlegung der kommunalen Rheinflügeldeiche beidseitig der Weschnitz zwischen Biblis und Einhausen auf einer Länge von rund 6,5 Kilometern. Ziel ist es, den Hochwasserschutz bei Rheinhochwasser dauerhaft sicherzustellen, die Hochwasserdeiche für ein zweihundertjährliches Rheinhochwasser zu ertüchtigen und gleichzeitig ökologische Verbesserungen zu erreichen. Das Projektgebiet umfasst etwa 130 Hektar, die Gesamtkosten liegen aktuell bei rund 42 Mio. Euro. Bereits in diesem Jahr sollen erste vorbereitende Maßnahmen umgesetzt werden. Der eigentliche Baubeginn ist ab dem Jahr 2027 vorgesehen.