Kreis Bergstraße (kb). Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Bergstraße im Februar 2026 gestiegen. So waren 7.250 Menschen arbeitslos gemeldet, 0,39 Prozent mehr als im Januar. Allerdings 56 Personen beziehungsweise 0,78 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug unverändert zum Vormonatsniveau 4,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,8 Prozent. Zum Vergleich: Für Hessen insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 6,1 Prozent, deutschlandweit bei 6,5 Prozent.
Das Jobcenter Neue Wege zieht eine klare Bilanz: Formate wie die Jobbörse im Rhein-Neckar-Zentrum und die neuen Jobdating-Veranstaltungen im übrigen Kreisgebiet wirken. Sie bringen Menschen und Unternehmen ohne Umwege ins Gespräch – persönlich, verbindlich und auf Augenhöhe, wie zuletzt auch Anfang Februar.
Allein bei der jüngsten Jobbörse in Viernheim präsentierten sich rund 40 Unternehmen. Über 800 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch. Mehr als 200 konkrete Bewerbungsgespräche wurden vor Ort geführt, aus denen im ersten Vierteljahr nach der Jobbörse erfahrungsgemäß etwa 80 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstehen.
„Ein Lebenslauf kann viel zeigen, aber kein Gespräch ersetzen“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete und für Neue Wege zuständige Dezernentin Angelika Beckenbach. „Wenn sich Arbeitgeber und Bewerber persönlich begegnen, entstehen Vertrauen, Klarheit und oft auch sofort eine Perspektive. Genau diesen Moment ermöglichen die Mitarbeitenden von Neue Wege mit den neuen Formaten.“
Das Jobcenter versteht sich dabei als aktiver Partner des regionalen Arbeitsmarktes. Unternehmen melden konkrete Personalbedarfe, Bewerberinnen und Bewerber werden gezielt vorbereitet, Fördermöglichkeiten und Qualifizierungsangebote können unmittelbar erläutert werden. Dadurch werden Entscheidungen nicht vertagt, sondern direkt angestoßen.
Mit der Einführung zusätzlicher Jobdating-Formate an wechselnden Standorten im Kreisgebiet geht das Jobcenter bewusst neue Wege. Seit dem Start der Reihe wurden bei mehreren Veranstaltungen insgesamt über 80 direkte Vermittlungen initiiert. Besonders deutlich zeigt sich: Niedrigschwellige Begegnungen bauen Hemmschwellen ab - gerade bei Menschen, die sich von klassischen Bewerbungsverfahren abgeschreckt fühlen.
„Arbeitsmarktpolitik darf nicht auf Verwaltung reduziert werden“, so Fritz Strößinger, Leiter des Arbeitgeberservice. „Deshalb gehen wir dorthin, wo Arbeitgeber und Jobsuchende schnell zusammenkommen: Etwa in Einkaufszentren, in Kommunen und an Schulen.“
Das Format überzeugt durch seine Modernität, seine Unkompliziertheit und seine Bürgernähe. Kurze Wege, direkte Ansprache und professionelle Begleitung sorgen dafür, dass aus Kontakten konkrete Arbeitsverhältnisse werden. Das Jobcenter Neue Wege wird diesen Ansatz konsequent weiterführen und weiter ausbauen.
Die nächsten Termine für Jobbörsen mit Beteiligung von Neue Wege sind das „Job-Dating“ in Lorsch in Kooperation mit der Entwicklungsgesellschaft Lorsch am 29. April, die „Jobmesse Rhein-Main“, eine Gemeinschaftsaktion der Kommunalen Jobcenter, am Flughafen Frankfurt am 5. Mai sowie ein „Inklusives Jobdating“ in Auerbach am 17. Juni in Zusammenarbeit mit der EAA (Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber).

