Kreis Bergstraße (kb). Im Februar und März stehen Gleichberechtigung und Rechte der Frauen besonders im Fokus: beim Equal Pay Day am 27. Februar, beim Equal Care Day am 29. Februar und am Internationalen Frauentag am 8. März. Rund um diese Tage hat der Kreis Bergstraße zahlreiche Veranstaltungen im Kreisgebiet organisiert. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Zum Internationalen Frauentag findet in Bensheim am 8. März ein Konzertabend mit Laura Dee statt, die ihr neues Album „Courageuses“ vorstellt – ein musikalisches Plädoyer für Mut, Solidarität und weibliche Stärke. Das Konzert um 19 Uhr ist aktuell bereits ausverkauft, jedoch gibt es ein Zusatzkonzert um 13 Uhr. Weitere Informationen dazu gibt es bei der Tourist Information Bensheim unter der Nummer 06251 8696101. Organisiert hat das Ganze das Frauenbüro der Stadt Bensheim.
In Bürstadt und Lampertheim gibt es gleich mehrere Aktionen: Von 10 bis 15 Uhr haben Besucherinnen und Besucher im Bürgerhaus Bürstadt die Möglichkeit, zu netzwerken, sich zu informieren und gemeinsam zu bewegen. Zudem gibt es Aktionsbänke in beiden Städten. Hier laden die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Bürstadt und Lampertheim herzlich ein.
In Lorsch wird von 15 bis 16:30 Uhr eine Themenführung zu Frauen im Umfeld des Klosters Lorsch angeboten. Weitere Informationen dazu gibt es unter https://kalender.kloster-lorsch.de/kalender/internationaler-frauentag-2026-themenfuehrung-frauen-im-umfeld-des-klosters/. Veranstalter ist das Kloster Lorsch in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lorsch.
In Viernheim begann die Aktion zum Weltfrauentag bereits am 6. Februar mit der Sonderausstellung „Frauen.Macht.Wandel“. Öffentliche Führungen werden am 22. März und 12. April sowie auf Anfrage angeboten. Anmeldung bitte beim Veranstalter, dem Museum Viernheim, unter museum@viernheim.de oder telefonisch unter 06204 988-173. Die Sonderausstellung wurde vom Museum Viernheim in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro und der Jugendförderung der Stadt Viernheim und dem Frauenmuseum Bonn organisiert. Um 12 Uhr wird vor dem Alten Rathaus anlässlich des Weltfrauentags zudem die Fahne gehisst – ein Zeichen für den Kampf um aktuelle frauenpolitische Themen.
Anlässlich des Equal Pay Days sowie des Equal Care Days lädt das Gleichstellungsbüro in Viernheim am 7. März zum Schauspielsolo „High Heels – oder Was es bedeutet eine Frau zu sein“ mit Jutta Seifert in den Treff im Bahnhof, Friedrich-Ebert-Str. 8, ein. Die Schauspielerin präsentiert das Solo nach dem Buch „High Heel“ von Summer Brennan. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 18 Uhr; Beginn um 19 Uhr. Um Anmeldung an gleichstellungsbuero@viernheim.de oder telefonisch unter 06204 988-364 wird gebeten. Zudem findet als Kooperationsveranstaltung zwischen dem Gleichstellungsbüro, dem Museum Viernheim und der Jugendförderung der Stadt Viernheim am 8. März um 19 Uhr der Vortrag „Warum Demokratie ohne Gleichstellung nicht geht - Historischer Überblick über die Entwicklung des Frauenwahlrechts“ von der Historikerin Prof.in Dr. Sylvia Schraut in der KulturScheune, Wasserstraße 20, statt.
Abschließend ein digitales Angebot: Der Online-Vortrag „Recht, Verantwortung, Widerstand: Wie Gleichstellungsarbeit Demokratie auf lokaler Ebene stärkt“ von Prof. Ulrike Lembke von der Landesarbeitsgemeinschaft Hessischer Frauen- und Gleichstellungsbüros findet am 10. März von 16 bis 17:30 Uhr statt. Anmeldung ist unter www.kreisgg.de/equalpay möglich.
Offiziell gibt es den Internationalen Frauentag seit dem 8. März 1975. Allerdings wird dieser schon seit über 100 Jahren begangen, indem Frauen weltweit an diesem Datum für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen demonstrieren. Der Internationale Frauentag wurzelt in der Arbeiterinnenbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, als in vielen Ländern die Forderung nach einem Tag aufkam, an dem sich Frauen für Gleichberechtigung, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen sowie für ein Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung einsetzen konnten. Heute ist der Internationale Frauentag in 26 Ländern weltweit gesetzlicher Feiertag – in Deutschland allerdings nur in Berlin (seit 2019) und in Mecklenburg-Vorpommern (seit 2023).
Der Equal Pay Day wird seit 2011 europaweit jährlich begangen und macht auf die Lohnungleichheit, oder die „Gender Pay Gap“, aufmerksam. Eng damit verbunden ist der Equal Care Day, der 2016 ins Leben gerufen wurde. Der Aktionstag beleuchtet die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Fürsorgearbeit. Er findet am 29. Februar in den Schaltjahren und in allen anderen Jahren am 01. März statt. Die Festlegung auf den 29. Februar weist darauf hin, dass Care-Arbeit als weitgehend „unsichtbare“ Arbeit gilt, die oft nicht wahrgenommen und nicht bezahlt wird.

