Kreis Bergstraße (kb). Das Klimaschutzteam des Kreises Bergstraße zieht eine sehr positive Bilanz seines 2024er Förderprogramms für Stromspeicher in Verbindung mit Photovoltaikanlagen. Mit dem kreiseigenen Förderprogramm unterstützte der Kreis gezielt Bürgerinnen und Bürger dabei, ihren selbst erzeugten Solarstrom besser zu nutzen und den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreisgebiet weiter voranzubringen.
Mit dem Fördertopf in Höhe von 200.000 Euro konnte das Klimaschutzmanagement des Kreises insgesamt 116 Anträge bewilligen. Davon setzten die antragstellenden Bürgerinnen und Bürger 106 Maßnahmen erfolgreich um – das entspricht einer hohen Erfolgsquote von rund 91 Prozent. Das Förderprogramm war jedoch nicht nur hinsichtlich seiner Umsetzungsquote sehr erfolgreich, sondern vor allem auch im Hinblick auf Klimaschutz: Durch die umgesetzten Maßnahmen entstanden im Kreisgebiet insgesamt 1.077 Kilowattstunden (kWh) neue Stromspeicherkapazität. Pro erfolgreichem Antrag wurden damit durchschnittlich rund 10,2 kWh Speicherkapazität geschaffen. Darüber hinaus wurden im Zuge des Programms zusätzlich rund 823 Kilowattpeak (kWp) neue Photovoltaik-Modulleistung installiert, was einer durchschnittlichen PV-Leistung von etwa 7,8 kWp pro erfolgreichem Antrag entspricht. Ein echter Zugewinn für den Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien im Kreis Bergstraße, denn mit dem Strom, den die neu installierten PV-Module pro Jahr generieren, könnten rund 235 Vier-Personen-Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von 3500 kWh/Jahr versorgt werden.
Ein genauer Blick auf die umgesetzten Maßnahmen zeigt zudem, dass das Förderprogramm nicht nur bestehende Anlagen stärkte, sondern auch den Neubau und die Erweiterung von Photovoltaikanlagen deutlich angestoßen hat: Rund 74 Prozent der Antragstellenden kombinierten die Installation eines Stromspeichers mit dem Neubau oder der Erweiterung einer Photovoltaikanlage. In diesen Fällen wurden pro Maßnahme durchschnittlich rund 10,6 kWp neue PV-Leistung sowie knapp 10 kWh zusätzliche Speicherkapazität geschaffen. Etwa 26 Prozent der Teilnehmenden nutzten die Förderung für die Erweiterung bereits vorhandener Stromspeicher und erhöhten ihre Speicherkapazität dabei im Durchschnitt um rund 10,5 kWh.
Landrat Christian Engelhardt zeigt sich mit den Ergebnissen des Förderprogramms sehr zufrieden: „Die Zahlen sprechen für sich: Das große Interesse und die hohe Umsetzungsquote zeigen, dass Stromspeicher für viele Haushalte ein zentraler Baustein der erneuerbaren Energien sind. Mit dem Förderprogramm haben wir sowohl die Eigennutzung von Solarstrom als auch den Ausbau der Photovoltaik im Kreis Bergstraße spürbar vorangebracht. Das unterstreicht den hohen Mehrwert solcher kombinierten Förderansätze für eine nachhaltige Energieversorgung.“
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Förderprogramms 2024 unterstreicht der Kreis Bergstraße erneut sein Engagement für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts. Die Ergebnisse zeigen, dass gezielte kommunale Förderprogramme einen wirksamen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien auf lokaler Ebene leisten können.

