Kreis Bergstraße (kb). Wo heute noch ein Sportfeld liegt, entsteht in den kommenden Jahren ein zentraler Ort für Bildung und Begegnung: Mit dem symbolischen Spatenstich für den Neubau des Lessing-Gymnasiums Lampertheim hat der Kreis Bergstraße den Startschuss für das Schulzentrum West gegeben – die größte Baumaßnahme in der Geschichte des Kreises. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Planungsbüros und Bauunternehmen sowie die Schulgemeinden beider Schulen begleiteten diesen besonderen Meilenstein.
„Wir bauen heute nicht nur Mauern und Räume – wir bauen Chancen. Dieses Schulzentrum ist unser Versprechen, dass Bildung im Kreis Bergstraße auch morgen beste Bedingungen findet,“ betonte Landrat Christian Engelhardt die langfristige Dimension des Projekts.
Mit dem Neubau des Lessing-Gymnasiums beginnt die Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsstandorts, der bewusst als Einheit gedacht ist. Auf rund 13.800 Quadratmetern entsteht ein modernes, siebenzügiges Gymnasium mit über 70 Räumen, darunter mehr als 50 Klassenräume, zahlreiche Fachräume sowie eine großzügige Aula als zentraler Treffpunkt. Das Gebäude wird als Cluster-Schule konzipiert und setzt auf flexible Lernlandschaften, kurze Wege und moderne pädagogische Konzepte.
Im Anschluss an den Neubau wird die Alfred-Delp-Schule umfassend erneuert und erweitert. Die Abfolge der Bauabschnitte ist dabei gezielt gewählt: Nach Fertigstellung des neuen Gymnasiums kann die Alfred-Delp-Schule während ihrer Bauphase das bisherige Gebäude nutzen. So werden aufwendige und kostspielige Interimslösungen vermieden.

Insgesamt investiert der Kreis rund 120 Millionen Euro in das Schulzentrum West – fast 82 Millionen Euro in den Neubau des Lessing-Gymnasiums und rund 41 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Alfred-Delp-Schule. Für Landrat Engelhardt steht dabei nicht allein die Summe im Mittelpunkt, sondern der langfristige Nutzen: „Wer nur auf die Investitionssumme schaut, sieht auch nur den Preis. Wer auf das blickt, was hier entsteht, erkennt den Wert: ein Bildungsstandort für über 2.000 junge Menschen und beste Bedingungen für Lernen und Arbeiten.“
Hintergrund der Investition sind kontinuierlich steigende Schülerzahlen und veränderte Anforderungen an Unterricht und Schulorganisation. Bereits heute besuchen über 1.100 Schülerinnen und Schüler das Lessing-Gymnasium, perspektivisch werden es rund 1.500 sein. Mit dem Neubau schafft der Kreis Bergstraße die notwendigen Voraussetzungen für die Schule von morgen.
Zugleich unterstreicht das Projekt ein zentrales bildungspolitisches Ziel des Kreises: gleiche Chancen für alle Kinder und Jugendlichen. Gute Lernbedingungen vor Ort sind dafür entscheidend, denn Bildung entscheidet sich auch im Alltag: in Klassenräumen, Fachräumen, auf Schulhöfen und in gemeinschaftlichen Begegnungsorten.
Der Spatenstich für den Neubau des Lessing-Gymnasiums markiert den sichtbaren Beginn eines Projekts, das gründlich vorbereitet wurde und Generationen prägen wird.

