Kreis Bergstraße (kb). Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Bergstraße im August 2025 gesunken. 7.121 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 51 Personen weniger als im Juli, aber 253 Personen beziehungsweise 3,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug damit 4,7 Prozent. (Vorjahr: 4,5 Prozent). Zum Vergleich: Für Hessen insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 6,0 Prozent, deutschlandweit bei 6,4 Prozent.
Gute Chancen haben qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt im Bereich Pflege. Der aktuelle Pflegemonitor des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Pflege und Gesundheit zeigt deutlich: Schon heute übersteigt die Nachfrage nach Pflegefachkräften in allen Bereichen (etwa in der Altenpflege oder der Kinderkrankenpflege) das Angebot – und angesichts des demographischen Wandels wird der Bedarf in den kommenden Jahren weiter steigen.
Berechnungen des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt am Main, das den Pflegemonitor verantwortet, verdeutlichen die Dimension: Bis zum Jahr 2040 wird in Hessen ein zusätzlicher Bedarf von fast 8.000 Altenpflegerinnen und Altenpflegern sowie knapp 4.000 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern in Vollzeit erwartet. Das entspräche einem Zuwachs von rund 55 bis 56 Prozent gegenüber dem Beschäftigtenstand von 2021. Gleichzeitig scheiden viele der aktuell Beschäftigten altersbedingt aus dem Beruf aus.
„Pflege ist und bleibt ein Beruf für Menschen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können unterstützen – aber sie ersetzen nicht das, was diesen Beruf ausmacht: Zuwendung, Empathie und direkte Hilfe für diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Wir als Kreis engagieren uns zum Beispiel mit der Pflegekampagne im vergangenen Jahr aktiv dafür, Nachwuchs und Fachkräfte zu gewinnen und zu fördern“, betont Landrat Christian Engelhardt.
„Die Pflege bietet ein sicheres Berufsfeld mit unterschiedlichsten Aufgaben und Perspektiven, mit Karrierechancen und zahlreichen Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Gerade im Kreis Bergstraße verfügen wir mit unseren drei Pflegeschulen und einer Vielzahl an Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Diensten über hervorragende Voraussetzungen für Ausbildung und Qualifizierung, aber auch mit einer großen Auswahl an möglichen Arbeitgebern im Pflegebereich“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Angelika Beckenbach.
Um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken, hatte der Kreis Bergstraße im vergangenen Jahr gemeinsam mit Kooperationspartnern eine groß angelegte Pflegekampagne initiiert, die bei vielfältigen Veranstaltungen am Pflegeberuf Interessierte aus verschiedenen Zielgruppen angesprochen hat. Aktuell wird eine Wanderausstellung zum Pflegeberuf in den Schulen und Jobcentern im Kreis gezeigt.
Die generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau ist zum Beispiel in Krankenhäusern, in Pflegeheimen oder bei ambulanten Pflegediensten möglich. Mit der Gesundheitsakademie Bergstraße (für Auszubildende in Krankenhäusern) in Bensheim, dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (für Auszubildende in einem Pflegeheim) in Bensheim und maxQ. in Heppenheim (für Auszubildende in der Altenpflege und Weiterbildungen) existieren im Kreis Bergstraße drei Pflegeschulen. Mehr Informationen zum Pflegeberuf und zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es im Internet unter https://plattform-pflege.de/de/