Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund

K 12: Eröffnung eines straßenbegleitenden Rad- und Gehweges 


Kreis Bergstraße (kb). Mit einer gemeinsamen Radtour ist kürzlich der neue Rad- und Gehweg entlang der K12 zwischen Birkenau-Reisen und Ober-Mumbach offiziell eröffnet worden. Ab sofort steht Radfahrenden und zu Fuß Gehenden damit eine rund 1.570 Meter lange Verbindung als Schulweg, für den Weg zur Arbeit und für Freizeitzwecke zur Verfügung. Damit steht nicht nur ein sicherer, komfortabler und alltagstauglicher Weg abseits der Autostrecke zur Verfügung, sondern auch der erste Rad- und Gehweg, den der Kreis Bergstraße beauftragte. Im Rahmen der Verkehrsfreigabe würdigten Landrat Christian Engelhardt, Mörlenbachs Bürgermeister Erik Kadesch, Birkenaus Bürgermeister Milan Mapplassary sowie Markus Schmitt, Dezernatsleiter Planung und Bau bei Hessen Mobil, das Projekt als wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit und die Stärkung umweltfreundlicher Mobilität in der Region.  

„Nach rund einem halben Jahr Bauzeit können wir heute ein Projekt freigeben, das für alle Sicherheit schafft, in dem wir den motorisierten Verkehr vom Fuß- und Radverkehr trennen. Gleichzeitig stärken wir in der Region eine echte Alternative zum Auto – im Alltag ebenso wie in der Freizeit. Mein Dank gilt allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit“, hob Landrat Christian Engelhardt die Bedeutung des Projektes hervor. Der neue Rad- und Gehweg wurde in enger Kooperation von Kreis Bergstraße, Hessen Mobil sowie den Kommunen Mörlenbach und Birkenau umgesetzt; die Planung und Baurechtschaffung erfolgte federführend durch die Gemeinde Mörlenbach.  

„Es war uns sehr wichtig, dieses Projekt gemeinsam umzusetzen“, betonte auch Mörlenbachs Bürgermeister Erik Kadesch: „Der neue Weg ist ein Gewinn für unsere Ortsteile und für die Menschen, die hier täglich unterwegs sind. Er macht den Schulweg sicherer, verbessert Verbindungen zur Bahn und schafft eine attraktive Achse für den Alltagsradverkehr.“ Auch Birkenaus Bürgermeister Milan Mapplassary zeigte sich begeistert, dass die durchgängige, sichere Verbindung nun fertig ist: „Mit der Freigabe schließen wir in Birkenau eine lange bestehende Lücke im Radwegenetz und knüpfen damit sinnvoll an den bestehenden Radweg Mörlenbach-Reisen an. Schülerinnen und Schüler, Pendelnde und Freizeitradelnde im Überwald erhalten eine bessere Anbindung für Alltag, Ausflüge und Tourismus. Das ist ein spürbarer Mehrwert für die ganze Region.“  

Entlang der K 12 war bislang kein separater Rad- und Gehweg vorhanden. Radfahrende und Gehende mussten die Fahrbahn mitbenutzen. Da die Kreisstraße mit rund fünf Metern Fahrbahnbreite sehr schmal ist, musste der Kfz-Verkehr zum Überholen häufig auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Insbesondere im Kuppenbereich vor Reisen sowie in Kurven führte dies zu einer erhöhten Gefährdung für alle Verkehrsbeteiligten. „Gerade auf schmalen Straßen wie der K 12 ist eine klare, sichere Führung des Rad- und Fußverkehrs entscheidend“, erklärte Markus Schmitt, Dezernatsleiter Planung und Bau bei Hessen Mobil. „Mit dem neuen straßenbegleitenden Rad- und Gehweg sorgen wir für eine klare Trennung des motorisierten vom unmotorisierten Verkehrs, entschärfen kritische Abschnitte in Kuppen- und Kurvenbereichen und verbessern die Verkehrssicherheit nachhaltig.“  

Der neue Rad- und Gehweg wurde auf einer Länge von rund 1.570 und einer Breite von 2,50 Metern auf der südlichen Straßenseite hergestellt. Rund 1.095 Meter verlaufen auf der Gemarkung Birkenau und etwa 475 Meter auf der Gemarkung Mörlenbach. Er beginnt in Ober-Mumbach an der Einmündung „Brunnenweg“. Kurz vor der Kuppe in Reisen knickt der Radweg südwestlich ab in die Straße „Alter Weg“ und führt weiter bis zum Wohngebiet „In der Zeil“. Die Gesamtkosten von der Planung bis zum Bau belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Diese werden vom Kreis Bergstraße und der Gemeinde Mörlenbach getragen. Der Bund hat das Projekt mit rund 1 Million Euro (75 Prozent der förderfähigen Kosten) im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ unterstützt. Mit diesem Sonderprogramm fördert das Bundesverkehrsministerium im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 Länder und Kommunen bei Investitionen in die Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort.

  

Lfd. Nr. 125 / 2026