Kreis Bergstraße (kb). Ein Vorhaben, das über viele Jahre diskutiert und abgestimmt wurde, ist nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Mit dem nun vollzogenen Tauschgeschäft zwischen der Stadt Lampertheim und dem Kreis Bergstraße sind die Voraussetzungen geschaffen, die Schillerschule langfristig zu erweitern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Grundlage des Tauschgeschäfts ist die Übertragung der bislang von der Schule genutzten Sporthalle sowie die Alte Schule im Ortsteil Hofheim an die Stadt Lampertheim. Im Gegenzug erhält der Kreis Bergstraße die Fläche des heutigen Parkhauses. Der Flächentausch eröffnet dem traditionsreichen Schulstandort neue Entwicklungsmöglichkeiten mitten im Herzen der Stadt.
„Dass wir dieses Tauschgeschäft nun gemeinsam zum Abschluss bringen konnten, ist ein wichtiger Erfolg. Viele Beteiligte haben über einen langen Zeitraum an einer Lösung gearbeitet. Umso mehr freut es mich, dass wir nun die Grundlage geschaffen haben, die Schillerschule an ihrem bewährten Standort zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, sagt Landrat Christian Engelhardt.
Die Schillerschule soll von derzeit drei auf künftig vier Züge erweitert werden. Gleichzeitig bleibt der Schulstandort dort erhalten, wo er seit Generationen fest zum Stadtbild Lampertheims gehört. Auf der Fläche des heutigen Parkhauses soll künftig ein Erweiterungsbau entstehen, der Platz für den zusätzlichen vierten Zug sowie weitere wichtige Bereiche eines modernen Schulstandorts bietet. Vorgesehen sind unter anderem eine Mensa, Räume für die Betreuung, eine 1,5-Feld-Sporthalle sowie moderne Lern- und Aufenthaltsbereiche.
Auch das denkmalgeschützte Schulgebäude aus dem Jahr 1890 bleibt ein zentraler Bestandteil des Standorts. Es soll erhalten und in einem späteren Schritt umfassend modernisiert werden. Neubau und historischer Bestand sollen künftig ein gemeinsames Ensemble bilden, das Tradition und Zukunft miteinander verbindet.
„Die Schillerschule ist ein wichtiger Teil unserer Stadtgeschichte und unseres Stadtlebens. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Tauschgeschäfts geht zugleich ein langer Abstimmungsprozess zu Ende. Das Ergebnis zeigt, dass sich Ausdauer und partnerschaftliche Zusammenarbeit lohnen“, betont Lampertheims Bürgermeister Alexander Scholl. „Gemeinsam schaffen wir eine starke Perspektive für die Schillerschule und die gesamte Stadt.“
Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Zunächst soll der zusätzliche Raumbedarf für die Erweiterung der Schule geschaffen werden. Anschließend ist die Modernisierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes vorgesehen. Das Tauschgeschäft ist damit weit mehr als eine reine Grundstücksregelung. Es schafft die Grundlage dafür, die Schillerschule zukunftsfähig weiterzuentwickeln und gleichzeitig ihren Charakter als traditionsreichen Bildungsstandort zu bewahren. Unter dem Leitgedanken „Bewährtes erhalten, Zukunft gestalten“ entstehen neue Räume für Bildung, Betreuung, Sport und Gemeinschaft sowie beste Perspektiven für kommende Schülergenerationen.

