Schulentwicklung bis 2030

Gemeinsam die Schullandschaft von morgen gestalten

Der Kreis Bergstraße entwickelt seine Schullandschaft kontinuierlich weiter. Ein zehnköpfiges Team übernimmt in enger Zusammenarbeit mit den Schulgemeinden und dem Staatlichen Schulamt die vielfältigen Aufgaben der Schulentwicklung und -verwaltung. 

Dazu gehören unter anderem die Organisation des Ganztages an Schulen sowie die Betreuung und Umsetzung der Leistungsphase 0 bei Sanierungen, Neubauten, Umbauten und Erweiterungsbauten. In dieser frühen Planungsphase ermittelt der Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft gemeinsam mit den Schulgemeinden und weiteren Projektbeteiligten die jeweiligen Bedarfe und hält diese in einem Raumfunktionsbuch fest, das die Planungsgrundlage für die weiteren Leistungsphasen bildet.

Zudem ist die Schulentwicklungsplanung selbst eine zentrale Aufgabe. Entlang der geltenden gesetzlichen Vorgaben und in enger Abhängigkeit demografischer Entwicklungen sowie räumlichen und strukturellen Bedarfen gestalten wir die Schulen von morgen, um eine moderne und angemessene Pädagogik zu ermöglichen.

Festgehalten werden diese Schwerpunkte in Schulentwicklungsplänen. Anhand dieser Pläne leiten sich konkrete Einzelmaßnahmen für die einzelnen Schulstandorte und die gesamte Bildungslandschaft im Kreis ab. 



Die Schwerpunkte des Schulentwicklungsplans 2025-2030


Gute Bildung braucht vorausschauende Planung

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Kreis Bergstraße wird in den kommenden Jahren zunächst weiter steigen. Ursache hierfür sind insbesondere die positive Bevölkerungsentwicklung und der Zuzug junger Familien. Gleichzeitig zeichnet sich seit 2022 ein Rückgang der Geburtenzahlen ab, der sich gegen Ende des Planungszeitraums 2030 erstmals auf die Grundschulen auswirken wird.

Auf diese Entwicklungen reagiert der Kreis Bergstraße mit der Fortschreibung seines Schulentwicklungsplans. Ziel ist es, Schulstandorte bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, ausreichende Kapazitäten in den Regionen bereitzustellen und gleichzeitig flexibel auf zukünftige Veränderungen reagieren zu können.

Dabei stehen nicht allein die Schülerzahlen im Mittelpunkt. Ebenso wichtig sind moderne Lernbedingungen, zeitgemäße Ganztagesangebote, Digitalisierung, Inklusion sowie eine nachhaltige Entwicklung der Schulstandorte.

Maßnahmenplan nach Regionen

  • Nördliches Ried (Groß-Rohrheim, Biblis, Bürstadt, Lampertheim)

    Der Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Grundschulen sowie der Anpassung an steigende Schülerzahlen und den Ganztagsbetrieb.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Erweiterung der Schillerschule in Bürstadt auf sechs Züge (bereits in Umsetzung)
    • Sanierung der Astrid-Lindgren-Schule in Bobstadt einschließlich Sporthalle
    • Erweiterung der Pestalozzischule in Lampertheim auf vier Züge mit Mensa
    • Erweiterung der Schillerschule Lampertheim auf vier Züge einschließlich Sporthalle und Mensa
    • Erweiterung der Nibelungenschule Hofheim um eine Mensa
    • Sanierung und spätere Erweiterung der Alfred-Delp-Schule
    • Ersatzneubau des Lessing-Gymnasiums mit Erweiterung auf sieben Züge
    • Ausbau der Elisabeth-Selbert-Schule mit neuen Bildungsangeboten
  • Südliches Ried (Viernheim)

    Viernheim weist den größten zusätzlichen Raumbedarf im Kreis auf.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Neubau einer fünfzügigen Grundschule im Südosten Viernheims
    • Erweiterung der Friedrich-Fröbel-Schule
    • Erweiterung der Alexander-von-Humboldt-Schule durch Ersatzneubau
    • Erweiterung der Mensa an der Nibelungenschule
    • Sonnenschutzmaßnahmen an Goetheschule und Schillerschule
    • Ausbau der Albert-Schweitzer-Schule
    • Anpassung der Schulbezirke nach Inbetriebnahme der neuen Grundschule
  • Nördliche Bergstraße (Zwingenberg, Bensheim, Einhausen, Lorsch, Lautertal)

    Hier konzentrieren sich zahlreiche Großprojekte sowie der Ausbau der weiterführenden Schulen.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Erweiterung der Melibokusschule in Zwingenberg
    • Neubau einer vierzügigen Grundschule in Lorsch
    • Erweiterung der Wingertsbergschule nach Eröffnung der neuen Grundschule
    • Erweiterung des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums
    • Erweiterungsoptionen für Goethe-Gymnasium und Geschwister-Scholl-Schule
    • Erweiterung der Schillerschule Auerbach
    • Sanierung der Langenbergschule Birkenau
    • Generalsanierung der Mittelpunktschule Gadernheim
    • Ausbau der Heinrich-Metzendorf-Schule und Karl-Kübel-Schule
    • Modernisierung der Förderschulen Kirchbergschule und Seebergschule
  • Südliche Bergstraße (Heppenheim)

    Im Mittelpunkt stehen die Erweiterung der Grundschulen sowie die Modernisierung mehrerer Schulstandorte.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Erweiterung der Konrad-Adenauer-Schule
    • Erweiterung der Nibelungenschule
    • Generalsanierung der Schlossschule
    • Generalsanierung der Eichendorffschule mit Aufzug und Mensa
    • Erweiterung der Martin-Buber-Schule
    • Erweiterungsoptionen am Starkenburg-Gymnasium
    • Einrichtung einer neuen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Biblis gehört zwar zum Nördlichen Ried, wirkt jedoch kreisweit)
  • Weschnitztal (Fürth, Rimbach, Mörlenbach, Lindenfels, Birkenau)

    Die Maßnahmen konzentrieren sich auf die Modernisierung bestehender Schulen und den Ausbau der Ganztagsangebote.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Erweiterung der Müller-Guttenbrunn-Schule mit Mensa
    • Erweiterung der Schule am Katzenberg
    • Ersatzneubau der Sporthalle an der Brüder-Grimm-Schule
    • Erweiterung der Waldhufenschule
    • Sanierung der Langenbergschule
    • Neubau einer Mensa an der Weschnitztalschule
    • Sanierung des Therapiebads der Seebergschule
  • Überwald (Wald-Michelbach, Grasellenbach, Abtsteinach, Gorxheimertal)

    Im Überwald liegt der Schwerpunkt auf der Sicherung wohnortnaher Grundschulangebote.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Erweiterung der Ulfenbachtalschule
    • Ausbau der Daumbergschule für den Ganztag
    • Erweiterung der Grundschule Schimmeldewog
    • Modernisierung der Adam-Karrillon-Schule
    • Energetische Sanierung des Überwald-Gymnasiums
    • Erweiterung der Steinachtalschule in Abtsteinach
  • Neckartal (Hirschhorn, Neckarsteinach)

    Die Region wird vor allem durch Investitionen in die Sportinfrastruktur gestärkt.

    Wesentliche Maßnahmen

    • Umbau der Neckartalschule mit Mensa
    • Ersatzneubau der Vierburgenhalle als Sporthalle für die Freiherr-vom-Stein-Schule

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