Ein Minitaurhaus, das auf dem Boden in einem grünen Wald steht, umgeben von kleinen Farnpflanzen.

Klimaanpassungskonzept

Klimaanpassungskonzept

Auf dem Weg in eine klimaangepasste Zukunft

Der Klimawandel stellt die Menschen vor immer neue Herausforderungen. Der Kreis Bergstraße möchte sich deshalb mit einem Klimaanpassungskonzept bestmöglich auf die neuen Rahmenbedingungen vorbereiten.  Bereits am 16. September 2024 beschloss der Kreistag die Erstellung eines solchen Konzeptes für den Verantwortungsbereich des Kreises Bergstraße. Die Konzepterstellung startete am 1. November 2024 und konnte zum Ende des zweiten Quartals 2026 abgeschlossen werden. Das Kreistag hat anschließend im darauffolgenden Kreistag am 7. September 2026 das Klimaanpassungskonzept für den Kreis Bergstraße beschlossen. 


Welche Ziele verfolgt das Klimaanpassungskonzept?

Mit dem Klimaanpassungskonzept verfolgt der Kreis einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel des Konzepts ist es:

  1. die Potenziale für nachhaltige Klimaanpassung zu identifizieren,
  2. die Lebensräume und die Lebensqualität im Kreis Bergstraße zu stärken,
  3. die Folgen des Klimawandels abzumildern und gleichzeitig seine Chancen zu nutzen,
  4. langfristige strukturelle und bauliche Maßnahmen zu konzipieren und voranzutreiben sowie
  5. Lösungswege zum Schutz vor Extremwetterereignissen (wie z.B. Starkregenereignisse, Überflutungen sowie Hitze- und Dürreperioden) zu finden.

 

Wer wird bei der Konzepterstellung eingebunden?

Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts verstand die Kreisverwaltung als Querschnittsaufgabe, bei der sie die verschiedenen Akteursgruppen beteiligte, z.B.

  1. Fachabteilungen der Kreisverwaltung,
  2. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie und Mitarbeitende der Bergsträßer Kommunen,
  3. die Bergsträßer Schulen,
  4. der Gewässerverband Bergstraße,
  5. der Nachhaltigkeitsbeirat Bergstraße sowie
  6. zahlreiche Expertinnen und Experten aus den Bereichen:
    • Gesundheit
    • Katastrophenschutz
    • Forst- und Waldwirtschaft
    • Landwirtschaft
    • Raum-, Stadt- und Regionalplanung
    • Bauen und Wohnen
    • Industrie und Gewerbe
    • Energiewirtschaft
    • Tourismus
    • Biodiversität
    • Naturschutzverbände


Dadurch, dass der Kreis Bergstraße Fachpersonen der verschiedensten Disziplinen sowie aller Bergsträßer Kommunen breit einband, wurde sichergestellt, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt wurden und das Konzept mit seinen Maßnahmen auf fundiertem Wissen basiert. Zudem gewährleistete dieses Vorgehen, dass die Maßnahmen im Klimaanpassungskonzept praxisnah und wirkungsvoll sind. Gleichzeitig stärkt die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Erfahrungen vor Ort die Akzeptanz und Umsetzbarkeit des Konzepts.

Die Konzepterstellung war eng mit dem bestehenden Integrierten Klimaschutzkonzept verbunden, dessen Maßnahmen das Klimaschutzteam des Kreises Bergstraße seit 2022 Schritt für Schritt umsetzt. Auch der bereits vorhandene Hitzeaktionsplan wurde berücksichtigt und ist als wichtiger Bestandteil in den Themenbereich Klimaanpassung integriert.

 

Wie lief die Konzepterstellung ab?

Der Kreis Bergstraße konnte für den Erstellungsprozess des Klimaanpassungskonzepts viele wichtige Akteure sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verwaltung, Kommunen, Schulen, Nachhaltigkeitsbeirat Bergstraße, Gewässerverband Bergstraße, Gesundheit, Katastrophenschutz, Forst- und Waldwirtschaft, Landwirtschaft, Raum-, Stadt- und Regionalplanung, Bauen und Wohnen, Industrie und Gewerbe, Energiewirtschaft, Tourismus, Biodiversität sowie der Naturschutzverbände gewinnen. Bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung Anfang Juni 2025 wurden erste Daten und Grundlagen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Region Bergstraße vorgestellt. Diese Daten wurden gemeinsam mit einem Ingenieursbüro erarbeitet, welches der Kreis als Unterstützung für die Konzepterstellung beauftragt hat.

Nach dem gemeinsamen Auftakt folgten zeitnah die ersten drei Workshoptermine statt, die sich auf die lokale Bestandsaufnahme sowie die Betroffenheitsanalyse konzentrierten. Um hierbei auf die drei vor allem topographisch sehr unterschiedlichen Regionen Bergstraße, Ried sowie Odenwald und Neckartal eingehen zu können, gab es pro Region einen Workshoptermin. Ziel dieser ersten Workshopreihe war es, die aktuelle Situation vor Ort regionsspezifisch zu erfassen, lokale Herausforderungen und Risiken systematisch zu analysieren und die Grundlagen für zielgerichtete Maßnahmen zu schaffen.

Im Herbst 2025 folgte die nächste Workshopreihe. Auch hier gab es drei Workshoptermine, die dann jedoch themenspezifisch ausgerichtet waren und nicht mehr regional getrennt wurden. 


Workshop 1 behandelte die Themen:  

  • Menschliche Gesundheit
  • Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
  • Wasserwirtschaft
  • Hochwasserschutz
  • Energiewirtschaft
  • Schulen


Die Teilnehmenden von Workshop 2 arbeiteten an Lösungsideen für die Themenbereiche:

  • Raum-, Stadt- und Regionalplanung
  • Verkehr
  • Bauen und Wohnen
  • Industrie und Gewerbe


Im dritten Workshop ging es darum, Maßnahmen zu den folgenden Themen zu entwickeln:

  • Tourismus
  • Landwirtschaft
  • Boden
  • Forst- und Waldwirtschaft
  • Biodiversität und Naturschutz


In den Workshops dieser zweiten Runde entwickelten und diskutierten die beteiligten Expertinnen und Experten sowie weitere Akteurinnen und Akteure konkrete Maßnahmenvorschläge, die auf den Ergebnissen der Analysen der ersten Workshoprunde basieren. Diese Maßnahmenvorschläge diskutierte und priorisierte das Klimaschutzteam im November 2025 mit den Mitgliedern des Nachhaltigkeitsbeirats Bergstraße. Danach wurden die Maßnahmen nochmals final überarbeitet, bevor der Kreis Bergstraße sie in das finale Klimaanpassungskonzept einarbeitete.

 

Was sind die Inhalte und Perspektiven des Klimaanpassungskonzepts?

Das Klimaanpassungskonzepts für den Kreis Bergstraße wurde im September 2026 beschlossen. Das Konzept beinhaltet neben einem umfangreichen und priorisierten Maßnahmenkatalog auch eine Strategie zur Verstetigung des Themas Klimaanpassung. Hierzu gehören zudem ein Kommunikationskonzept, um die Bevölkerung und alle Akteure dauerhaft einzubinden, sowie ein Monitoring- und Bewertungssystem, das die Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen kontinuierlich überwacht.


Förderung des Klimaanpassungskonzepts für den Kreis Bergstraße

Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts für den Kreis Bergstraße wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz mit rund 80 Prozent der Kosten gefördert, mit einer Gesamtfördersumme von etwa 218.000 Euro.

Kontakt

Bei Fragen rund um die Themen Klimaanpassung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung wenden Sie sich gerne an:

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Downloads

Pressemitteilungen zum Thema Klimaanpassung

Förderung des Klimaanpassungskonzepts

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Die Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für den Kreis Bergstraße ist im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz Natur stärken - Klima schützen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, vertreten durch die Projektträgerin Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH, gefördert worden.

Layout 2

Vorhaben: ANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für den Kreis Bergstraße

Förderrichtlinie:  Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Laufzeit: 01.11.2024 bis 31.10.2026

Förderkennzeichen: 67DAAN0501