Kreis Bergstraße (kb). Bunte Verpackungen, süße Geschmacksrichtungen und eine einfache Handhabung machen sogenannte Vapes gerade für junge Menschen attraktiv. Vapen (auch Dampfen) bezeichnet dabei das Inhalieren von Aerosolen, die durch das elektrische Erhitzen einer Flüssigkeit (des sogenannten Liquids) in einer E-Zigarette oder einem Vaporizer entstehen. Nach dem erfolgreichen Aktionstag an der Martin-Buber-Schule in Heppenheim haben sich nun auch die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Schillerschule Bensheim ausgiebig mit den Risiken des Vapens beschäftigt.
„Vapes sind längst im Alltag vieler Jugendlicher angekommen und wirken auf den ersten Blick oft harmlos. Umso wichtiger ist es, frühzeitig und verständlich darüber aufzuklären, welche gesundheitlichen Risiken mit dem Konsum verbunden sind. Mit dem Vape Check wollen wir Jugendliche informieren, sensibilisieren und dabei unterstützen, eine kritische Haltung zu Vaping und Rauchen zu entwickeln. Ich bin sehr erfreut darüber, dass die Schülerinnen und Schüler den Projekttag so begeistert annehmen“, so der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf vor Ort.
Im „Vape Check“ wurden die Jugendlichen nicht nur mit Zahlen und Fakten konfrontiert, sondern aktiv in den Workshop einbezogen. Bei einem Positionierungsspiel beantworteten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Aussagen und Fragen rund um E-Zigaretten. Anschließend wurden die Antworten gemeinsam besprochen und eingeordnet. Auf diese Weise konnten bestehende Vorstellungen sichtbar gemacht und mögliche Missverständnisse direkt aufgegriffen werden.
Nicole Brosé von der Fachstelle für Suchtprävention bei der AWO Suchthilfe & Prävention PRISMA vermittelte zudem Grundlagenwissen über Vapes, ihre Funktionsweise sowie mögliche gesundheitliche Folgen. Die Jugendlichen erfuhren unter anderem, dass beim Vapen nicht einfach nur harmloser Wasserdampf entsteht. E-Zigaretten erzeugen ein Aerosol, das verschiedene gesundheitsschädliche und teilweise krebserregende Stoffe enthalten kann. Auch die Wirkung von Nikotin und das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung wurden thematisiert.
Neben den gesundheitlichen Auswirkungen richtete der Workshop den Blick auf Umweltaspekte. So beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit der Frage, wie gebrauchte E-Zigaretten korrekt entsorgt werden. Gerade Einweg-Vapes enthalten elektronische Bauteile sowie Batterien und gehören deshalb nicht in den gewöhnlichen Hausmüll.
Weitere Übungen und ein Quiz griffen typische Fragen rund um Vapes und Nikotin auf. Gleichzeitig wurde gemeinsam reflektiert, weshalb E-Zigaretten gerade für Minderjährige attraktiv sein können. Farben, Geschmacksrichtungen, Produktdesign und die Wahrnehmung im Freundeskreis oder sozialen Umfeld können dabei eine Rolle spielen. Die interaktiven Methoden sollen dazu beitragen, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Jugendliche darin zu stärken, Werbeversprechen, Trends und Aussagen über Nikotinprodukte kritisch zu hinterfragen.

