Kreis Bergstraße (kb). An der Schillerschule Bensheim-Auerbach drehte sich kürzlich für die fünften Klassen erstmals einen ganzen Vormittag lang alles um Müllvermeidung, Mülltrennung und Recycling. Beim neuen Projekttag lernten die Schülerinnen und Schüler praxisnah, warum Abfälle getrennt werden, was in welche Tonne gehört und wie Müll schon im Alltag vermieden werden kann. Gemeinsam mit dem ZAKB und dem Präventionsteam wurde dafür ein abwechslungsreiches Programm entwickelt, das Wissen mit praktischen Aufgaben verbindet.
„Mülltrennung klingt zunächst nach einem ganz alltäglichen Thema – dahinter steckt aber viel mehr. Wer Abfälle richtig trennt und möglichst vermeidet, hilft dabei, wertvolle Ressourcen zu erhalten und Recycling überhaupt erst möglich zu machen. Gerade bei Kindern können wir früh ein Bewusstsein dafür schaffen, welchen Wert Dinge haben und dass jeder mit kleinen Entscheidungen im Alltag etwas bewirken kann. Genau deshalb ist es wichtig, solche Themen anschaulich und praxisnah in die Schule zu bringen“, betont der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und ZAKB-Vorstandsvorsitzender Matthias Schimpf.
Der Projekttag führte die Schülerinnen und Schüler durch mehrere Stationen. Dazu gehörten ein Workshop des ZAKB zur richtigen Mülltrennung, ein gemeinsames möglichst müllfreies Frühstück, ein Film zur Müllvermeidung sowie eine Müllrallye über das Schulgelände. Dabei erkundeten die Kinder unter anderem, wo sich Abfallbehälter befinden, welcher Müll dort hineingehört und an welchen Stellen auf dem Schulgelände besonders viel Abfall anfällt. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler selbst entdecken und ausprobieren zu lassen, wie Mülltrennung und Müllvermeidung im eigenen Schulalltag funktionieren können.
Hintergrund des Projekttages ist das weiterhin hohe Abfallaufkommen: In Deutschland fallen pro Kopf im Durchschnitt rund 433 Kilogramm Haushaltsabfälle pro Jahr an. Müllvermeidung und eine richtige Trennung helfen dabei, Wertstoffe wiederzuverwenden und Ressourcen zu schonen.

