Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund
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Viele Chancen und noch viele freie Plätze


Kreis Bergstraße (kb). Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Bergstraße im September 2026 gesunken. So waren 7.019 Menschen arbeitslos gemeldet, 1,78 Prozent weniger als im August. Allerdings 238 Personen beziehungsweise 3,51 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,6 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag sie bei 4,5 Prozent. Zum Vergleich: Für Hessen insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,9 Prozent, deutschlandweit bei 6,4 Prozent.

Ob in der Werkstatt, auf der Baustelle, im Büro oder in der Pflege: Überall werden Menschen gebraucht, die mit ihrem Wissen und Können anpacken und unsere Gesellschaft am Laufen halten. Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres haben zahlreiche junge Menschen den ersten Schritt in ihre berufliche Zukunft gemacht. Gleichzeitig sind viele Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben: So waren laut der Agentur für Arbeit im August noch 116.000 Ausbildungsstellen offen. Eine Entwicklung, die zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen bei ihrer Berufswahl zu unterstützen und die Chancen einer beruflichen Ausbildung stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

„Die Entscheidung für einen Beruf ist eine der größten und prägendsten Entscheidungen im Leben. Deshalb ist es wichtig, dass junge Menschen ihren Weg nach ihren eigenen Interessen, Stärken und Fähigkeiten wählen. Nicht jeder muss studieren, um erfolgreich zu sein und Karriere zu machen. Unsere Wirtschaft lebt von Menschen, die etwas bewegen, Verantwortung übernehmen und ihr Handwerk verstehen. Ohne gut ausgebildete Fachkräfte in den Ausbildungsberufen würde vieles, was für uns selbstverständlich ist, schlicht nicht funktionieren“, betont Landrat Christian Engelhardt. „So brauchen wir etwa Ingenieurinnen und Ingenieure genauso wie Menschen, die Maschinen bedienen, Gebäude errichten, Menschen pflegen oder dafür sorgen, dass unsere Fahrzeuge wieder fahren. Jeder dieser Berufe verdient Anerkennung und Wertschätzung.“

Für viele Betriebe wird es zunehmend zur Herausforderung, geeignete Auszubildende zu finden. Gleichzeitig bieten die offenen Stellen jungen Menschen weiterhin die Möglichkeit, einen passenden Einstieg ins Berufsleben zu finden. Entscheidend ist dabei, die unterschiedlichen Berufsbilder frühzeitig kennenzulernen und auch Wege abseits der klassischen Studienlaufbahn in Betracht zu ziehen.

Ein wichtiges Signal sieht der Landrat deshalb auch in der Entscheidung des Landes Hessen, die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) dauerhaft im schulischen Angebot zu verankern. Das Bildungsangebot unterstützt Jugendliche dabei, sich beruflich zu orientieren, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und den Übergang in eine Ausbildung zu schaffen. „Dass Hessen diesen Weg konsequent weitergeht, begrüße ich ausdrücklich. Wir dürfen junge Menschen bei der Suche nach ihrer beruflichen Perspektive nicht alleinlassen. Die BÜA kann dabei helfen, Talente zu entdecken und den Einstieg in eine Ausbildung zu erleichtern. Davon profitieren die Jugendlichen ebenso wie unsere Betriebe, die dringend Nachwuchs benötigen“, so Landrat Engelhardt.

Der Landrat appelliert daher auch an Eltern und andere wichtige Bezugspersonen, die berufliche Ausbildung als gleichwertigen Weg neben einem Studium zu sehen. „Am Ende kommt es nicht darauf an, welchen Titel jemand trägt, sondern ob er oder sie den richtigen Platz gefunden hat. Wer Freude an seinem Beruf hat und seine Fähigkeiten einbringen kann, hat eine gute Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft“, unterstreicht Christian Engelhardt.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten beim Kreis Bergstraße gibt es unter https://www.kreis-bergstrasse.de/landkreis-politik/karriere/studium-ausbildung-beim-kreis/.