Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund

Gemeinsam üben für den Ernstfall


Kreis Bergstraße (kb). Wenn im Katastrophenfall viele unterschiedliche Einsatzkräfte und Stellen gleichzeitig gefordert sind, kommt es vor allem auf eines an: eine gute und eingespielte Zusammenarbeit. Genau diese steht am 26. September 2026 im Mittelpunkt der Katastrophenschutzübung „Wolkenbruch“. Gemeinsam mit den Kommunen Fürth, Rimbach, Mörlenbach und Birkenau erprobt der Kreis Bergstraße dabei wichtige Abläufe für den Ernstfall.

An der groß angelegten Übung beteiligen sich unter anderem Feuerwehren, Hilfsorganisationen, die DLRG, die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr sowie Mitarbeitende der beteiligten Kommunen und der Kreisverwaltung. Ziel ist es, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren: Wie werden Informationen weitergegeben? Wie werden Maßnahmen zwischen den verschiedenen Stellen abgestimmt? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit, wenn mehrere Einsatzorte gleichzeitig koordiniert werden müssen? Die Übung bietet die Möglichkeit, bestehende Abläufe praktisch zu erproben und daraus Erkenntnisse für die weitere Zusammenarbeit im Katastrophenschutz zu gewinnen.

Als Übungsszenario dient ein Starkregenereignis mit verschiedenen angenommenen Schadenslagen in den beteiligten Kommunen. Die Einsatzkräfte werden dabei unter anderem Schäden erfassen, Maßnahmen koordinieren und Hilfsangebote organisieren. Auch Evakuierungen, die Einrichtung von Notunterkünften sowie die Kommunikation zwischen Einsatzleitung, Kommunen und weiteren beteiligten Stellen werden Bestandteil der Übung sein.

„Ein leistungsfähiger Katastrophenschutz lebt davon, dass viele unterschiedliche Akteure Hand in Hand arbeiten und sich aufeinander verlassen können. Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig: Sie geben uns die Gelegenheit, Abläufe gemeinsam zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und die Zusammenarbeit weiter zu stärken. Vielen Dank an alle Einsatzkräften, die beteiligten Kommunen und an alle weiteren Mitwirkenden, die sich hierfür engagieren“, betont Landrat Christian Engelhardt.

Katastrophenschutzübungen dieser Art finden im Kreis Bergstraße regelmäßig statt. Sie dienen dazu, Strukturen und Kommunikationswege unter möglichst realistischen Bedingungen zu testen und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Auch für Bürgerinnen und Bürger kann die Übung am 26. September sichtbar werden: In Fürth, Rimbach, Mörlenbach und Birkenau ist im Tagesverlauf mit vermehrten Fahrten von Einsatzfahrzeugen zu rechnen. An verschiedenen Übungsorten können zudem mehrere Einsatzkräfte und Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz sein. Dadurch sind örtlich auch kurzfristige Verkehrsbehinderungen möglich. Bei den beobachtbaren Maßnahmen handelt es sich um Bestandteile der Katastrophenschutzübung und nicht um tatsächliche Schadensereignisse.

Darüber hinaus wird es Informationsstände unter Anderem zum Thema Selbstschutz für Bürgerinnen und Bürger an folgenden Orten geben: Rathaus Birkenau (Hauptstraße 119), Feuerwehr Mörlenbach (Industriestraße 1) und Marktplatz Rimbach.

Weitere Informationen zur Übung sowie zu möglichen Auswirkungen werden rechtzeitig im Vorfeld bekannt gegeben.