Kreis Bergstraße (kb). Jagd, Naturschutz und Tierseuchenbekämpfung hautnah erleben: Beim 2. Jägertag des Jagdklubs St. Hubertus Bergstraße e. V. am 16. August 2026 erwartet die Besucherinnen und Besucher ab 12 Uhr an der Gaststätte „Zum Steigkopf“ in Heppenheim erneut ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Erstmals wird auch das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Kreises Bergstraße mit einem eigenen Informationsstand vertreten sein und über die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie die wichtige Arbeit bei der Kadaverbergung informieren.
„Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist nur möglich, wenn Behörden, Jägerschaft und Bevölkerung eng zusammenarbeiten. Der Jägertag bietet eine hervorragende Gelegenheit, transparent zu zeigen, welche Maßnahmen im Kreis Bergstraße ergriffen werden und warum sie so wichtig sind. Denn wer versteht, wie die Bekämpfung funktioniert, kann auch selbst dazu beitragen, die Ausbreitung der Tierseuche einzudämmen“, betont der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und für das Thema zuständige Dezernent Matthias Schimpf.
Am Stand des Veterinäramtes erfahren Besucherinnen und Besucher, warum die Bergung verendeter Wildschweine eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest spielt. Jeder geborgene Kadaver entfernt eine potenzielle Virusquelle aus der Umwelt und trägt dazu bei, die Viruslast zu senken sowie weitere Infektionsketten zu unterbrechen. Gleichzeitig wird erläutert, wie Kadaver mithilfe speziell ausgebildeter Kadaversuchhunde und Drohnen aufgespürt werden und welche Schritte – von der Fundmeldung über die Probenentnahme bis hin zur sicheren Entsorgung unter strengen Biosicherheitsmaßnahmen – erforderlich sind.
Darüber hinaus informiert das Veterinäramt über den bisherigen Verlauf des ASP-Seuchenzuges im Kreis Bergstraße. So wurde der erste ASP-positive Wildschweinkadaver im Kreis Ende Juli 2024 bei Einhausen nachgewiesen. Nach einer starken Ausbreitung der Tierseuche erreichte die Zahl der Fundmeldungen im April 2025 ihren Höhepunkt. Seit dem Frühjahr 2025 konnten durch intensive Bekämpfungsmaßnahmen die bislang ASP-freien Gebiete des Kreises erfolgreich geschützt werden. Auch diese Entwicklung sowie die Bedeutung einer schnellen Meldung von Kadaverfunden werden am Informationsstand anschaulich erläutert.
Der Jägertag selbst richtet sich ausdrücklich nicht nur an Jägerinnen und Jäger, sondern an alle Naturinteressierten. Ein zentrales Anliegen des Jagdklubs ist dabei der offene Austausch mit der Bevölkerung und die Möglichkeit, Fragen rund um Jagd und Natur direkt mit Fachleuten zu diskutieren. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

