Kreis Bergstraße (kb). Wenn am Donnerstag, 10. September 2026, um 11 Uhr im Kreis Bergstraße die Sirenen ertönen und gleichzeitig Warnmeldungen auf zahlreichen Smartphones erscheinen, besteht kein Grund zur Sorge: Die Signale sind Teil des sechsten bundesweiten Warntags. Mit dem gemeinsamen Probealarm werden die verschiedenen Warnsysteme auf ihre Funktionsfähigkeit getestet und zugleich die Bürgerinnen und Bürger mit den unterschiedlichen Warnwegen vertraut gemacht.
„Im Ernstfall zählt jede Minute. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Warnsysteme zuverlässig funktionieren und die Menschen wissen, wie sie eine Warnung erreicht und was die unterschiedlichen Signale bedeuten. Der bundesweite Warntag trägt dazu bei, die Bevölkerung für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und unsere Strukturen regelmäßig unter realistischen Bedingungen zu erproben“, betont Landrat Christian Engelhardt.
Die zentrale Warnung erfolgt durch den Bund über das Modulare Warnsystem (MoWaS). Darüber werden unter anderem Warn-Apps, digitale Werbe- und Informationstafeln sowie Rundfunkanstalten angesteuert. Auch Cell Broadcast kommt zum Einsatz. Über diesen Dienst können Warnmeldungen direkt auf empfangsbereite Mobiltelefone in einem bestimmten Gebiet geschickt werden, ohne dass dafür eine zusätzliche App erforderlich ist.
Parallel dazu werden in Hessen die Sirenen dezentral durch die hessischen Zentralen Leitstellen ausgelöst. Im Kreis Bergstraße betrifft dies ebenfalls die vorhandenen und entsprechend ausgestatteten Sirenen.
In Orten, in denen die Sirenen noch nicht über den TETRA-Digitalfunk angesteuert werden können, erfolgt die Auslösung lokal durch die zuständige Zentrale Leitstelle. Dabei wird grundsätzlich das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ verwendet. Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich, wird ersatzweise das Signal „Feueralarm“ ausgelöst. Sirenen, die das Signal „Warnung der Bevölkerung“ wiedergeben können, senden ab 11.45 Uhr zusätzlich das Signal „Entwarnung“.
Der Warntag dient nicht nur dazu, die technische Funktionsfähigkeit der verschiedenen Systeme zu überprüfen. Er soll zugleich das Bewusstsein dafür stärken, auf welchen Wegen Behörden im Falle einer tatsächlichen Gefahr warnen und wie Bürgerinnen und Bürger Warnmeldungen wahrnehmen können.
Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag und zu den unterschiedlichen Warnmitteln stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf seiner Internetseite bereit: www.bbk.bund.de.

