Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund

Neues Lernhaus, neuer Bildungsweg: Martin-Buber-Schule startet als Integrierte Gesamtschule


Kreis Bergstraße (kb). Manchmal erzählen Gebäude mehr als ihre Mauern. Das neue „Lernhaus 5“ an der Martin-Buber-Schule in Heppenheim steht nicht nur für eine gelungene Sanierung, sondern auch für den Aufbruch in eine neue Ära: Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 startete die Schule als Integrierte Gesamtschule (IGS) und eröffnete Schülerinnen und Schülern neue Bildungswege in Heppenheim.

Zur offiziellen Einweihung des Lernhauses übergab der Kreis Bergstraße als Schulträger die modernisierten Räume ihrer Bestimmung. Das ehemalige Schulgebäude aus dem Jahr 1956 wurde umfassend saniert und zu einem zeitgemäßen Lernort für die neuen fünften Klassen umgestaltet. Entstanden sind moderne Unterrichts- und Differenzierungsräume, ergänzt durch eine energetische Sanierung, neue technische Infrastruktur und einen markanten Stahlsteg, der die Gebäude miteinander verbindet.

Insgesamt investierte der Kreis Bergstraße rund 2,35 Millionen Euro in das Projekt. Etwa 1,65 Millionen Euro flossen in die Sanierung und technische Modernisierung des Gebäudes, weitere rund 700.000 Euro werden in die Außenanlagen investiert.

Landrat Christian Engelhardt sieht in dem Projekt weit mehr als eine bauliche Maßnahme:

„Brücken verbinden Menschen, Orte und Wege. Mit dem neuen Stahlsteg am „Lernhaus 5“ entsteht eine solche Verbindung ganz sichtbar. Gleichzeitig steht er sinnbildlich für die Entwicklung der Martin-Buber-Schule. Hier wird eine Brücke in die Zukunft gebaut: Mit der neuen Integrierten Gesamtschule haben wir einen Bildungsweg geschaffen, der unterschiedliche Talente, Begabungen und Perspektiven zusammenführt. Das „Lernhaus 5“ bietet dafür die passenden Räume. Es ist deshalb weit mehr als ein Schulgebäude. Es ist ein sichtbares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen und die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Kreis Bergstraße.“

Die Fertigstellung des Lernhauses kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit dem Schuljahr 2026/27 begann die schrittweise Umwandlung der bisherigen Haupt- und Realschule in eine vierzügige Integrierte Gesamtschule. Damit entstand an der Bergstraße ein weiteres IGS-Angebot, das auf die seit Jahren hohe Nachfrage nach Plätzen in dieser Schulform reagiert und Familien eine wohnortnahe Alternative bietet.

Besonders hervorzuheben ist dabei das Engagement der Schulgemeinde. Schulleitung und Kollegium haben die Weiterentwicklung zur IGS intensiv vorbereitet und die pädagogischen Konzepte bereits auf die neuen Anforderungen ausgerichtet. Mit dem neuen Lernhaus stehen nun die räumlichen Voraussetzungen bereit. Mit dem Einzug der Fünftklässlerinnen und Fünftklässler in die neuen Klassenräume begann nicht nur ein neues Schuljahr, sondern auch ein neues Kapitel in der Geschichte der Martin-Buber-Schule.