Kleines Holzhaus steht auf Waldboden

Klimaanpassung

Klimaanpassung


Klimaanpassung im Kreis Bergstraße

Der Klimawandel ist längst spürbar: Hitzeperioden, Starkregen, Trockenheit und andere Extremwetterereignisse stellen Kommunen, Infrastruktur, Natur und Menschen vor neue Herausforderungen. Mit einer aktiven Klimaanpassung bereitet sich der Kreis Bergstraße auf diese Veränderungen vor und stärkt zugleich Lebensqualität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit vor Ort. Klimaanpassung bedeutet, die Folgen des Klimawandels frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Dabei geht es nicht nur um technische Lösungen, sondern auch um vorausschauende Planung, gute Information und gemeinsames Handeln.

Hierzu begann der Kreis Bergstraße Ende 2024 mit der Erstellung eines eigenen Klimaanpassungskonzepts, welches in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Zeitgleich wurde mit der Umsetzung erster Maßnahmen begonnen. Daher stellt das Klimaanpassungsmanagement in den nächsten Monaten hier sukzessiv neue Informationen in und zu den verschieden Handlungsfeldern zur Verfügung.

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Was ist Klimaanpassung?

Klimaanpassung beschreibt alle Maßnahmen, mit denen sich Gesellschaft, Verwaltung und Infrastruktur auf bereits spürbare und künftig zu erwartende Folgen des Klimawandels einstellen. Ziel ist es, Schäden zu verringern, Risiken zu begrenzen und Chancen für eine klimaresiliente Entwicklung zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Hitzeschutz, der Umgang mit Starkregen und Trockenheit, die Stärkung von Grün- und Freiflächen sowie eine angepasste Bau- und Stadtentwicklung. Klimaanpassung ist damit ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Kreisentwicklung.

Unterschied zu Klimaschutz

Klimaschutz und Klimaanpassung gehören zusammen, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Der Klimaschutz soll die Ursachen des Klimawandels begrenzen, indem Treibhausgasemissionen vermieden oder reduziert werden. Die Klimaanpassung hingegen reagiert auf die Folgen, die bereits heute sichtbar sind oder in Zukunft erwartet werden. 
Beides ist notwendig: Nur wenn der Ausstoß von Treibhausgasen sinkt, kann die weitere Erwärmung begrenzt werden. Gleichzeitig braucht es Maßnahmen, die Menschen, Gebäude, Natur und Infrastruktur vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen.

Themen kurz zusammengefasst:

  • Klimaschutz  

    Klimaschutz senkt Emissionen und begrenzt die weitere Erwärmung. Er ist die Grundlage dafür, dass der Klimawandel nicht noch stärker wird.

  • Klimaanpassung

    Klimaanpassung bereitet auf die Folgen des Klimawandels vor und schützt Menschen, Natur und Infrastruktur vor neuen Risiken. Klimaanpassung ist somit auch vom Klimaschutz abhängig.

  • Gesundheit

    Hitze belastet besonders vulnerable Gruppen. Mit gezielten Maßnahmen kann der Schutz im Alltag deutlich verbessert werden.

  • Wasser und Starkregen

    Ein kluger Umgang mit Wasser hilft, Trockenheit zu begegnen und Schäden durch Starkregen zu vermeiden.

  • Bauen und Planung

    Klimagerechte Planung macht Orte robuster, grüner und lebenswerter.

  • Natur und Grün

    Grünflächen kühlen die Umgebung, speichern Wasser und fördern die biologische Vielfalt.

Klimaanpassungskonzept und Maßnahmen

Ein Klimaanpassungskonzept bildet die fachliche Grundlage für das Handeln des Landkreises. Es zeigt, welche Risiken besonders relevant sind, welche Ziele verfolgt werden und mit welchen Maßnahmen diese erreicht werden sollen. Damit wird Klimaanpassung planbar, nachvollziehbar und langfristig wirksam. 
Zum Konzept gehören sowohl strategische Leitlinien als auch konkrete Projekte. Entscheidend ist, dass aus Analyse auch Umsetzung wird — Schritt für Schritt, in enger Zusammenarbeit mit Kommunen, Fachstellen und weiteren Akteuren.

Projekte und aktuelle Themen
Klimaanpassung ist ein laufender Prozess. Deshalb informiert der Landkreis regelmäßig über aktuelle Projekte, Modellvorhaben, Veranstaltungen und neue Entwicklungen. So wird sichtbar, was bereits umgesetzt wird und welche nächsten Schritte anstehen. Besonders wichtig ist dabei der Praxisbezug: Beispiele aus dem Alltag zeigen, wie Klimaanpassung konkret funktioniert. Das schafft Orientierung, stärkt Akzeptanz und macht Fortschritte nachvollziehbar.

Service und Informationen
Auf dieser Seite finden Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen und Einrichtungen gebündelte Informationen rund um das Thema Klimaanpassung. Dazu gehören Hintergrundwissen, Handlungsempfehlungen, Downloads und Hinweise auf weiterführende Angebote. Ziel ist es, den Zugang zu relevanten Informationen so einfach wie möglich zu machen. Wer Risiken besser verstehen und geeignete Maßnahmen umsetzen möchte, soll hier schnell die richtigen Anlaufstellen finden.

Mitmachen und Kontakt
Klimaanpassung gelingt nur gemeinsam. Der Landkreis setzt deshalb auf Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, Fachakteuren, Institutionen, Wirtschaft und Bürgerschaft. Jede Rückmeldung, jede Idee und jedes lokale Projekt kann dazu beitragen, die Region widerstandsfähiger zu machen. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Projektideen haben, wenden Sie sich bitte an uns. Gerne stehen wir mit Informationen zu laufenden Vorhaben, Kontakte zu Ansprechpartnern einzelner Projekte und Möglichkeiten zur Beteiligung zur Verfügung.

Warum ist Klimaanpassung so wichtig?

Landkreise tragen eine zentrale Verantwortung für Daseinsvorsorge, Planung und die Unterstützung der Kommunen. Gerade auf regionaler Ebene werden die Folgen des Klimawandels besonders konkret: Straßen und Häuser können durch Starkregen beschädigt werden, Hitze belastet die Gesundheit, und Trockenheit wirkt sich auf Wasserhaushalt, Landwirtschaft und Natur aus. Jedoch sind Umsetzungen von direkten Maßnahmen für Landkreise und Kommunen jeweils nur in den eigenen Verantwortungs- und Wirkbereichen möglich, weshalb hier eine gute Zusammenarbeit einen besonderen Stellenwert hat. Eine gute Klimaanpassung hilft, die Risiken frühzeitig zu mindern. Sie schafft Handlungssicherheit für Verwaltung, Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger und stärkt den Landkreis als lebens- und leistungsfähigen Raum. 


Handlungsfeld: Menschliche Gesundheit und Hitzeschutz

Hitze ist eine der größten gesundheitlichen Belastungen im Klimawandel. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, Kranke und Personen, die im Alltag wenig Schutzmöglichkeiten haben. Deshalb braucht es gezielte Vorsorge, verständliche Informationen und gut erreichbare Schutzangebote. Dazu gehören Hitzewarnungen, kühle Aufenthaltsorte, Schatten im öffentlichen Raum und Maßnahmen in Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung ist wichtig, damit Belastungen früh erkannt und richtig eingeordnet werden können.

Handlungsfeld: Wasser, Starkregen und Hochwasser
Starkregenereignisse nehmen zu und können in kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen. Gleichzeitig führen längere Trockenphasen zu sinkenden Wasserständen, ausgetrockneten Böden und Belastungen für Vegetation und Landwirtschaft. Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser wird deshalb immer wichtiger. Der Landkreis fördert eine vorausschauende Wasserbewirtschaftung, den Rückhalt von Regenwasser und den Schutz sensibler Bereiche. Dazu zählen unter anderem Entsiegelung, Rückhalteflächen, angepasste Kanal- und Entwässerungssysteme sowie die Vorsorge bei Hochwasser und Überflutung.

Handlungsfeld: Bauen und Siedlungsentwicklung
Die bauliche Entwicklung von Städten und Gemeinden spielt eine Schlüsselrolle für die Klimaanpassung. Gebäude, Straßen, Plätze und Freiflächen müssen so geplant werden, dass sie mit Hitze, Trockenheit und Starkregen besser umgehen können. Dabei geht es um robustes, ressourcenschonendes und zukunftsfähiges Bauen. 
Wichtige Ansätze sind Verschattung, Begrünung, Entsiegelung, gute Durchlüftung von Quartieren und die Nutzung von Regenwasser. Auch bei Neubau und Sanierung sollten klimatische Risiken früh berücksichtigt werden, damit Siedlungen langfristig funktionsfähig und lebenswert bleiben.

Handlungsfeld: Natur, Grünflächen und Biodiversität
Grünflächen, Bäume, Wälder und naturnahe Räume sind wichtige Verbündete der Klimaanpassung. Sie verbessern das Mikroklima, speichern Wasser, mindern Hitze und erhöhen die Aufenthaltsqualität in Siedlungsräumen. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.  Der Schutz und die Entwicklung grüner Infrastruktur sind deshalb ein zentraler Bestandteil kommunaler Anpassungsstrategien. Je besser Naturflächen vernetzt und gepflegt werden, desto resilienter kann der Landkreis auf klimatische Veränderungen reagieren.

Handlungsfeld: Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Extremwetterereignisse stellen auch den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz vor neue Anforderungen. Kommunen und Landkreise müssen darauf vorbereitet sein, schnell zu reagieren, Warnungen auszugeben und betroffene Menschen zu unterstützen. Dazu braucht es klare Zuständigkeiten, funktionierende Kommunikationswege und regelmäßige Vorbereitung. Klimaanpassung und Krisenvorsorge gehören deshalb eng zusammen. Wer Risiken früh erkennt und Abläufe plant, kann Schäden begrenzen und im Ernstfall schneller und gezielter handeln.


Pressemitteilungen zur Klimaanpassung


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Kontakt

Bei Fragen rund um die Themen Klimaanpassung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung wenden Sie sich gerne an:

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