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Geld sparen

Geld sparen

Die Energiekosten steigen und die Inflation ebenso.  Tatsächlich verliert unser Geld derzeit so schnell an Wert wie kaum zuvor. Mit mehr als 10 Prozent (im Vergleich dazu: die Inflationsrate lag im Jahr 2021 bei 3,1 Prozent) ist sie so hoch wie zuletzt vor 70 Jahren.

Tipps, wie sie dennoch oder gerade deswegen, beim Einkaufen und bei Freizeitaktivitäten Geld einsparen und ansparen können und welche Leistungen Sie vom Staat erhalten können, finden Sie auf dieser Seite. 

Alle Inhalte dieser Seite finden Sie auch im Flyer "Geld sparen". 

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Lebensmittel


  • Einkaufslisten und Essenspläne erstellen

    Sie können viel Geld sparen, wenn Sie für die Woche einen Essensplan schreiben und gemäß diesem einkaufen gehen.  Auf diese Weise gehen Sie seltener einkaufen und verschwenden keine Lebensmittel. Außerdem sollten Sie nicht hungrig einkaufen gehen, denn dann landet statistisch gesehen mehr im Einkaufswagen als geplant war.

  • Essensreste sinnvoll verwerten

    Aus vielen Essensresten lässt sich mit etwas Fantasie noch eine vollwertige Mahlzeit kreieren. Das spart doppelt Geld, da Sie weder frisch kochen noch die Reste entsorgen müssen. Im Internet gibt es viele Seiten, die Ihnen Menüs für Ihre Reste vorschlagen.

    Außerdem sollten Sie alles, was Sie entsorgen möchten, weil es beispielsweise sein Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, probieren oder daran riechen. Die meisten Lebensmittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essbar. Informationen darüber, wie lange Sie was noch essen können, finden Sie unter anderem bei der Tafel.  Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Lebensmittel richtig lagern, denn nur dadurch ist die Haltbarkeit bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum (und zum Teil darüber hinaus) garantiert.

  • Vorkochen und selbst kochen

    Wenn Sie für Ihre Mittagspause oder einen (Familien-)Ausflug Essen vorkochen oder einpacken, sparen Sie Geld. Essen aus dem Restaurant, Fertiggerichte und Snacks sind teurer und oft auch ungesünder als Selbstgekochtes. Auch Dinge wie Brot oder Kuchen sind günstiger, wenn Sie sie selbst zubereiten - Energiekosten eingerechnet. 

  • Preise vergleichen

    Preise vergleichen lohnt sich! Egal, ob Sie die Preise von Hausmarken, (die in der Regel günstiger sind) und Markenartikeln, die Preise verschiedener Discounter und Kilopreise vergleichen: Sie sollten sich beim Einkaufen Zeit nehmen und am besten den Einkauf vorher planen. Sie sollten sich jedoch beim Vergleich von Kilopreisen überlegen, wie viel Sie tatsächlich verbrauchen (können), denn oft sind Großpackungen vergleichsweise günstiger. Falls ein Teil der Menge nicht verwertet wird und entsorgt werden muss, wird das scheinbar gesparte Geld dahin.

  • Angebote nutzen

    Wenn Sie Geld sparen wollten, sollten Sie bei der Erstellung Ihres Wochenplans die Angebote Ihres Discounters berücksichtigen. Inzwischen veröffentlichen viele Supermärkte zu ihren Angeboten Rezeptvorschläge. Ansonsten gibt es viele Internetseiten, die kostengünstige Rezeptvorschläge beinhalten.

    Kurz vor Ladenschluss können Sie ebenfalls einige Schnäppchen erzielen, da manche Supermärkte Rabatte auf Produkte geben, die am Folgetag nicht mehr verkauft werden können. Naturgemäß handelt es sich dabei um Frischeprodukte, Obst und Gemüse.

  • Fleischlose Ernährung

    Wenn Sie auf Fleisch verzichten, können Sie viel Geld sparen, da das im Vergleich zu anderen Lebensmitteln teurer ist. Ebenso können Sie Geld sparen, wenn Sie sich überwiegend vegan ernähren. Beim Griff zu Ersatzprodukten wie ein vegetarisches Schnitzel oder veganer Käse sollte man jedoch den Preis zum herkömmlichen Produkt vergleichen, bevor man eine Kaufentscheidung trifft. 

  • Saisonal einkaufen

    Eine saisonale Ernährung schont den Geldbeutel und bringt Abwechslung auf den Tisch. Insbesondere sind Früchte wie Erdbeeren oder Melonen außerhalb der Saison besonders teuer.

  • Rettermärkte und Tafeln nutzen

    Wenn Sie Anspruch darauf haben, Lebensmittel über die örtlichen Tafeln zu beziehen, sollten Sie von diesem Angebot Gebrauch machen. Wahlweise können Sie auch in einem sogenannten Rettermarkt einkaufen; das sind Läden die Restposten aufkaufen und zu einem günstigen Preis verkaufen.

    Alle Lebensmittel, die Sie von den Tafeln oder Rettermärkten angeboten werden, können bedenkenlos verzehrt werden.

  • Kostenlose Angebote nutzen

    Es gibt auch Möglichkeiten kostenlos an Lebensmittel zu kommen. Zwei Möglichkeiten sind die Plattformen foodsharing und too good to go

    • Bei foodsharing entscheiden sich Privatpersonen dazu, Lebensmittel zu verschenken, die sie selbst nicht konsumieren. 
    • Bei too-goog-to-go bieten Restaurants Menüs an, die sie am selben Tag nicht mehr verkaufen können. 

    Die Abwicklung funktioniert übers Internet oder Sie laden sich die entsprechende App herunter. 

  • Alternativen suchen

    Fragen Sie sich, ob es Alternativen zu Ihren gängigen Lebensmitteln gibt; Leitungswasser ist günstiger und umweltschonender als abgepacktes Wasser oder Wasser, das mit Hilfe eines CO2-Zylinders zubereitet wird. Handfilter(maschinen) bereiten günstiger Kaffee zu als Kapsel- und Padmaschinen. Selbst geerntete Kräuter, Obst und Gemüse sind ebenfalls günstiger als gekaufte Produkte. 

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Hobby und Freizeit


  • Vergleichsportale nutzen

    Auch bei Elektronik, Kleidung, Kosmetika, Freizeit- und Sportartikel lohnt es sich,  Angebote zu nutzen und Preise zu vergleichen. Achten Sie dabei darauf, die Preise wirklich zu vergleichen und nicht nur auf angegebene Rabatte zu vertrauen. Es gibt im Internet dafür unzählige Vergleichsportale und Anbieter, die Sie informieren, wenn ein Produkt zu einem bestimmten Preis verfügbar ist. 

  • Gebrauchte Dinge kaufen

    Was bei Babybekleidung und -zubehör schon lange gang und gäbe ist, lohnt sich inzwischen auch bei Kleidung, Sport- und Elektronikartikel. Viele Plattformen bieten zurückgesandte Produkte (ohne Mängel und ungebraucht), generalüberholte Elektronik (zum Teil mit Garantie), neu, neuwertige und gebrauchte Kleidung an. Beim Kauf von gekauften Produkten, insbesondere von Kleidung, sollten Sie jedoch auf eine gute Qualität achten, da Sie diese gegebenenfalls nach kurzer Zeit bereits wieder entsorgen müssen.

  • Hochwertige Produkte kaufen

    Bei Kleidung-, Freizeit- und Sportartikel sollte man darauf achten, qualitativ hochwertige Produkte zu erwerben, da sie eine längere Lebensdauer haben. Außerdem lassen sich hochwertige Produkte in der Regel einfacher reparieren. 

  • Nachhaltige Haushaltsführung

    Um Produkte möglichst lange nutzen zu können, sollten Sie auf einen sorgsamen Umgang mit Ihnen achten. Dazu zählt beispielsweise die Pflege von Echtholzmöblen, das richtige Waschen von Kleidung oder die regelmäßige Wartung und Lagerung von Fahrrädern oder Elektrogeräten.

  • Ungenutzte Abonnements kündigen

    Fast jeder Haushalt hat zumindest ein Zeitschriften- oder Zeitungsabonnement oder ist Kunde eines Streamingdienstes. Überlegen Sie sich, ob Sie diese Abonnements wirklich nutzen, es kostenlose Alterativen gibt oder es nicht günstiger ist, einzelne Titel direkt zu leihen oder zu kaufen. 

  • Kostenlose und günstige Alternativen suchen

    Überlegen Sie sich, ob es bei Ihrer Freizeitgestaltung günstigere Alternativen gibt. Beispielsweise können Sie sich den Beitrag für das Fitnessstudio sparen, wenn Sie zu Hause trainieren oder sich einer Trainingsgruppe anschließen. Außerdem können Sie sich Hörbücher, Filme und Bücher gegen einen kleinen Jahresbeitrag in fast jeder Bibliothek ausleihen.

Mom and daughter saving money

Sparen und anlegen


  • Haushaltsbuch führen

    Führen Sie Buch über Ihre Ausgaben und Einnahmen und stellen Sie sie gegenüber. Am Ende eines jeden Monats können Sie überprüfen, welche Ausgaben notwendig waren und in welchen Bereichen Sie im Folgemonat Einsparungen vornehmen können.

  • Sparziele festlegen

    Lege Sie Sparziele fest. Das kann je nach Ihrer persönlichen Situation unterschiedlich aussehen. Entweder Sie legen einen Betrag fest, den Sie innerhalb einer bestimmten Zeit ansparen möchten (dieser muss realistisch sein) oder Sie sparen auf ein persönliches Ziel wie eine Reise, einen Elektronikartikel, ein Accessorize oder ein Kleidungsstück. Sie müssen nicht auf alles verzichten, wenn Sie Geld sparen möchten und können sich ab und an etwas gönnen, allerdings sollten Sie dies mit Bedacht tun.

  • 30-Sekunden- und Sieben-Tage-Regel

    Mit Hilfe der 30-Sekunden und der Sieben-Tage-Regel können Sie Spontankäufe verhindern. Diese funktionieren so:

    30-Sekunden-Regel

    Bevor Sie einen Spontankauf tätigen, halten Sie das Produkt 30 Sekunden in den Händen und überlegen Sie sich, ob sie es wirklich benötigen. Überlegen Sie sich, ob Sie das Produkt glücklich macht und in welchem Verhältnis es zu Ihrem Stundenlohn steht. 

    Sieben-Tage-Regel

    Bevor Sie eine Anschaffung tätigen, warten Sie sieben Tage lang ab, bevor Sie Ihre Kaufentscheidung treffen. Nur falls Sie nach dieser Zeit den Kauf immer noch als sinnvoll erachten und das Bedürfnis haben, das Produkt zu benötigen, haben Sie grünes Licht für den Kauf. 

  • Monatliche Rücklagen bilden

    Legen Sie monatlich einen (fixen) Betrag zur Seite, indem Sie ihn beispielsweise auf ein Sparkonto überweisen, denn alles, was sich nicht auf Ihrem Konto befindet, können Sie nicht ausgeben. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kontoführungsgebühr Ihren Sparerfolg nicht drastisch mindern. 

  • Überblick über Finanzen behalten

    Wenn Sie Ihre Rechnungen automatisch bezahlen, beispielsweises beim Online-Shoppen oder wiederkehrenden Belastungen, verhindern Sie, dass Sie einzelne Posten vergessen und Mahngebühren bezahlen. 

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Staatliche Unterstützung


  • Wohngeld

    Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete oder den Lasten bei Eigentum, falls Ihr Einkommen nicht ausreicht.

    Maßgebend für die Höhe des Wohngeldes sind die Familiengröße, das Familieneinkommen und die Höhe der zu berücksichtigenden Miete bzw. Belastung. Die wohngeldfähige Miete umfasst die kalten Betriebskosten (sog. Brutto-Kaltmiete), allerdings ohne die Umlagen für Heizung und Warmwasser.

    Alle weiteren Informationen zum Wohngeld und der Antragstellung finden Sie bei der Wohngeldbehörde des Kreis Bergstraße.

  • Bildungs- und Teilhabepaket

    Durch das Bildungs- und Teilhabepaket werden Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bei der Teilnahme an schulischen und Freizeitaktivitäten unterstützt. Einen Antrag auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket können Familien mit Kindern stellen, die

    • Leistungen nach dem SGB-II, Leistungen nach dem AsylbLG oder Leistungen nach dem SGB XII beziehen,
    • Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten oder
    • ein geringes Einkommen haben. 

    Ausführliche Informationen zum Bildungs- und Teilhabepaket finden Sie unter www.bildungspaket-neue-wege.org

  • Unterstützung nach dem Bildungsausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

    Durch das BaföG werden Jugendliche und junge Erwachsene, dabei unterstützt, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren - unabhängig von der Unterstützung und dem Verdienst ihrer Eltern. 

    Der BAföG-Anspruch richtet sich nach den persönlichen Voraussetzungen wie die Staatsangehörigkeit bzw. der aufenthaltsrechtliche Status, das Alter, die Eignung für die gewünschte Ausbildung und das Einkommen und Vermögen.

    Alles Wissenswerte finden Sie auf der BaföG-Seite des Kreis Bergstraße.