Zeitungsstapel vor hellem Hintergrund

Gemeinsam für eine vollumfängliche Weiterbildung von Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern


Kreis Bergstraße (kb). Seit 2017 setzt sich der Weiterbildungsverbund Bergstraße für eine strukturierte Weiterbildung von angehenden Fachärztinnen und Fachärzten der Allgemeinmedizin ein. Hierfür haben sich Vertreterinnen und Vertreter der ansässigen Gesundheitseinrichtungen zusammengeschlossen. Als gemeinsames Netzwerk fokussieren das Kreiskrankenhaus Bergstraße, das Vitos Klinikum Heppenheim, das Heilig-Geist-Hospital Bensheim, das Gesundheitsnetz der Ärzteschaft Lampertheim GALA e.V., das Hausärztenetz Heppenheim und das ärztliche Unternehmen ze:ro PRAXEN sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die strukturierte Weiterbildung aus einer Hand. Bei einem gemeinsamen Treffen diskutierte die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz mit den Beteiligten über die Neustrukturierung eines der größten Weiterbildungsverbünde Hessens, die Weiterbildungsermächtigung in Teilzeit und die fehlende Möglichkeit der hausärztlich tätigen Internistinnen und Internisten, Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner auszubilden.

Im Rahmen der 60-monatigen Facharztausbildung sind neben der ambulanten hausärztlichen Versorgung, die Bereiche der stationären unmittelbaren Patientenversorgung zu durchlaufen, hierbei insbesondere auch Bereiche der Inneren Medizin. Darüber hinaus ist eine Kurs-Weiterbildung in der Psychosomatischen Grundversorgung zu leisten. Im Fokus des gemeinsamen Gesprächs stand daher der Wunsch, die Netzwerkarbeit sowie ein gemeinsames Curriculum anzuvisieren, sodass verschiedene Praxispartnerinnen und -partner die gesamten Weiterbildungsphasen abdecken können.

„Interessierte Ärztinnen und Ärzte profitieren durch den Weiterbildungsverbund vor allem von direkten Ansprechpersonen, Planungssicherheit, lokaler Vernetzung sowie einer umfänglichen Betreuung bei dem Übergang von der Klinik in die ambulante Gesundheitsversorgung. Auf der anderen Seite können die Hausärztinnen und -ärzte im Zuge ihrer Nachfolgesuche direkt auf die entsprechend Interessenten zurückgreifen“, stellte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz mit den Anwesenden fest.

In Zukunft soll vor allem die Kooperation zwischen dem niedergelassenen und stationären Bereich weiter ausgebaut sowie sichtbarer werden. Demnach seien weitere nächste Schritte die Abbildung aller Weiterbildungsermächtigten, ein aufeinander abgestimmtes Curriculum auf der Website des Weiterbildungsverbundes Bergstraße sowie die Ausweitung des Netzwerkes hinsichtlich der Einbindung weiterer Facharztgruppen. Aufgrund des Stimmungsbildes und der Bedürfnisse der Ärztinnen und Ärzten in der Weiterbildung seien hierfür insbesondere Gebiete der unmittelbaren Patientenversorgung wie beispielweise der Pädiatrie oder Psychosomatik sinnvoll.

Ende des Jahres soll der nächste Austausch des Weiterbildungsverbundes Bergstraße mit weiteren Netzwerkparteien stattfinden.