eine Photovoltaikanlage bei tiefstehender Sonne

Die Energiewende

Energiewende

Die Energiewende

Der durchschnittliche Endenergieverbrauch im Landkreis lag 2019 bei rund sieben Millionen Megawattstunden (MWh). Das entspricht einem Pro-Kopf-Energieverbrauch von circa 26 MWh. Die Kreisverwaltung trägt mit all ihren Liegenschaften und Einrichtungen aktuell etwa einen Prozent zum Gesamtenergieverbrauch im Kreis bei. Die meiste Energie wird aktuell noch zur Wärmeherstellung verbraucht. Der Stromverbrauch im Kreis Bergstraße hatte im Jahr 2019 einen Anteil von knapp 1,1 Millionen MWh am gesamten Endenergieverbrauch. Derzeit werden davon nur 315.000 MWh - also knapp 30 Prozent -  durch erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplungen vor Ort im Kreisgebiet erzeugt.

bei tief stehender Sonnee steht im Vordergrund ist eine Photovoltaikanlage und dahinter drei Windräder.

Zentraler Punkt der Energiewende im Kreis ist es daher, die erneuerbaren Energien vor Ort massiv auszubauen. Denn der Wechsel auf erneuerbarer Energien vor Ort bietet drei entscheidende Vorteile:

  1. Bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien findet kein Treibhausgas-Ausstoß statt.
  2. Wird Strom durch erneuerbare Energien im Kreis erzeugt, können Energieverluste, die sonst zum Beispiel bei der Stromherstellung oder dem Transport des Stroms über weite Strecken hinweg entstehen, reduziert werden.
  3. Die Wertschöpfung erfolgt und verbleibt im Kreisgebiet.

Besonders im Bereich der Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) gibt es im Kreis noch großes, ungenutztes Potenzial. Das Ziel-Szenario im Klimaschutzkonzept zeigt, dass der aktuelle Strombedarf im Kreis Bergstraße zu 113 Prozent aus PV-Anlagen gedeckt werden könnte, wenn der PV-Ausbaupfad gemäß Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) um 75% erhöht und ca. 1400 ha Freiflächenanlagen ( Verkehrswegeintegrierte PV, Agri-PV) realisiert werden.

Ein weiterer zentraler Punkt der Energiewende ist es, beim Strom- und Energieverbrauch zu sparen. So kann jede und jeder Einzelne, ohne auf Komfort verzichten zu müssen, einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Zum Beispiel dadurch, dass alte Leuchtmittel durch moderne, energieeffizientere Varianten ausgetauscht werden oder alte Geräte, wie  Kühl- oder Gefrierschränke, durch neuere, energieeffizientere Geräte ausgetauscht werden.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße umfasst zahlreiche Maßnahmen, die auf diese beiden Aspekte der Energiewende abzielen. So wird es in den nächsten Jahren verschiedene Solarinitiativen geben. Dadurch sollen zum einen Gewerbetreibende, Vereine und Privatpersonen im Kreis über die Vorteile und Fördermöglichkeiten von PV-Anlagen informiert werden. Zum anderen wird die Kreisverwaltung alle Dachflächen ihrer Liegenschaften, auf denen PV-Anlagen installiert werden können, dafür nutzen, um Strom aus Sonnenenergie zu generieren.

Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept, seinen Maßnahmen sowie der Energiewende im Kreis Bergstraße finden Sie hier.

Kontakt

Ihre Ansprechpartner rund um das Thema Klimaschutz im Kreis Bergstraße sind:

Keine Mitarbeitende gefunden.

Weitere Informationen:

Video "Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern - wie funktioniert das?"

Video "Energieversorgung und Contracting"


Ein Photovoltaik-Modul ist an einem weißen Hausbalkon angebracht.


Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen 2022

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen 2022.

Der Fördertopf für das Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen 2022 ist ausgeschöpft. Ab dem 15.11.2022 23:59 Uhr werden daher keine weiteren Förderanträge angenommen. Die Förderanträge wurden daher aus der Richtlinie entfernt.

aus der Erde wächst in zartes kleines Pflänzchen in eine weiß gezeichnete Glühbirne hinein.

Energie sparen

Wussten Sie, dass ...

... rund 70 Prozent der Energie in Privathaushalten fürs Heizen verwendet wird?

... jeder Deutsche durchschnittlich, täglich 125 Liter Trink(!)wasser verbraucht?

... Halogenglühbirnen nur 5 Prozent der Energie in Licht umwandeln und die restlichen 95 Prozent in Wärme?

... das Internet in Deutschland pro Jahr 13 Terawattstunden Strom verbraucht?

... ungedämmte Außenwände eines freistehenden Hauses für etwa 30 Prozent und ein ungedämmtes Dach für 21 Prozent des Wärmeverlusts verantwortlich sind?

Angesichts steigender Energiepreise, schwindender fossiler Ressourcen und politischer Herausforderungen wird das Sparen von Wasser und Energie immer wichtiger. Denn: Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Strom schont die Umwelt und die Geldbörse. 

Glücklicherweise lässt sich durch ein paar einfache Maßnahmen viel Energie einsparen. Auf dieser Seite finden Sie Tipps und Tricks zum Energiesparen in den Bereichen

Wenn Sie konkrete Fragen haben, können Sie sich auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energiespar-Telefons der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA Hessen) wenden. Die kostenlose Hotline ist unter 0611 95017 8989 montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und donnerstags bis 20 Uhr zu erreichen. Zudem gibt es auch auf der Webseite der LEA Hessen jede Menge wertvolle Tipps, wie Sie Energie sparen können.

Auch auf der Webseite der Wirtschaftsförderung Bergstraße gibt es umfangreiche Informationen über Erneuerbare Energien sowie viele gute Beispiele, wie Sie Energie sparen können.


Ein rosa Sparschwein steht auf einem weißen Heizkörper.

Heizen, Lüften und Schimmel vermeiden

  • Wie heize ich richtig?

    Je höher die Heizung eingestellt ist, desto höher sind Ihre Heizkosten. Allerdings begünstigt eine zu kalte Wohnung dagegen die Bildung von Schimmel. Um Ihr Raumklima optimal zu gestalten und gleichzeitig unnötige Heizkosten reduzieren zu können, sollten Sie folgende Einstellungen beachten:

    RaumThermostat-einstellungoptimale Temperatur
    SchlafzimmerStufe 2 oder 316-18 Grad
    Küche
    (Zusätzliche Wärme durch Kochen/Backen)
    Stufe 2 oder 318 Grad
    Bad
    (Nur,  wenn Sie im Raum sind.)
    Stufe 3 oder 421-24 Grad
    Wohn-, Kinder- und ArbeitszimmerStufe 320-21 Grad

    Stellen Sie im Winter Ihre Heizung nicht auf null, sondern auf zwei, wenn Sie beispielsweise nicht zu Hause sind oder den Raum nicht nutzen. Das Aufheizen kalter Räume benötigt deutlich mehr Energie als die Wärme zu erhalten. Außerdem: Wenn die Temperatur unter 14 Grad fällt, vergrößert sich das Risiko der Schimmelbildung.

    Ein kleiner Jack-Russel-Terrier sitzt in eine braune Decke gehüllt vor einem weißen Heizkörper.

    Es ist nicht sinnvoll, zu versuchen, mehrere Räume mit einem Heizkörper zu wärmen. Denn: Nicht alle Räume müssen die gleiche Temperatur haben. Außerdem trägt warme Luft, die in kältere Räume zieht, meist eine höhere Luftfeuchtigkeit in die kühleren Räume. Wenn sich diese Luft abkühlt und das Wasser an der kalten Wand kondensiert, steigt das Risiko der Schimmelbildung ebenfalls. 

    Wichtig beim Heizen ist, dass der Heizkörper die Wärme gut an den Raum abgeben kann und der Wärmefluss nicht durch Möbel, Heizungsverkleidungen oder Gardinen blockiert wird. 

    Ein Grad weniger bei der Raumtemperatur kann bereits viel Energie sparen - pro Grad Raumtemperatur reduziert sich der Energieverbrauch um etwa sechs Prozent. Besonders wenn Sie nicht zu Hause sind, sparen Sie Energie und Geld, wenn Sie die Raumtemperatur absenken (z.B. durch Smart-Home-Systeme oder auch von Hand). Entlüften Sie außerdem regelmäßig Ihre Heizkörper. So können Sie rund 50€ Heizkosten pro Jahr sparen.

    Wird es durch ein voll aufgedrehtes Thermostat schneller warm?
    Nein! Durch ein auf drei stehendes Thermostat wird ein Raum genauso schnell aufgeheizt, wie ein auf fünf stehendes Thermostat. Die Zahlen geben keine Auskunft über die Heizgeschwindigkeit, sondern über die gewünschte Endtemperatur. Während eine Heizung auf Stufe zwei bereits bei etwa 18 Grad aufhört zu heizen, heizt eine Heizung mit der Stufe fünf den Raum auf 28 Grad auf. 

  • Wie entsteht Schimmel

    An der unteren linken Ecke einer Glasscheibe in einem weißen Fensterrahmen sammelt sich Kondenswasser in großen Tropfen.

    Warme Luft kann bindet deutlich mehr Wasser als kalte Luft. Wenn diese warme, feuchte Luft auf kaltes Mauerwerk trifft, kondensiert das Wasser. Wenn der Raum dazu nicht ausreichend belüftet ist, kommt es zur Schimmelbildung. In der Regel bildet sich Schimmel vor allem an Rollladenkästen, in Zimmerecken oder an Außenwänden.

  • Wie kann ich Schimmel vermeiden?

    Ein Hand in einem weißen Handschuh hebt eine helle Holz-Fußbodenleiste an. In der Ecke hinter der leiste sieht man schwarze Schimmelflecken.

    Schimmel bildet sich häufig im Bade- oder Schlafzimmer (jede Person verliert nachts etwa ein Liter Wasser!). Vor allem in diesen Räumen ist es wichtig, von Anfang an die richtigen Maßnahmen zu treffen, um Schimmel zu vermeiden.

    Das Gute ist, dass sich die Entstehung von Schimmel durch zwei einfache Maßnahmen vermeiden lässt: Heizen und Lüften.

    Lüften

    Lüften Sie alle Räume, mindestens einmal täglich (das Schlafzimmer nach dem Aufstehen und das Badezimmer nach jeder Dusche und jedem Vollbad) durch, indem Sie alle Fenster für 15 Minuten (bei sehr kalten Außentemperaturen im Winter reichen oft auch bereits 2-3 Minuten) ganz öffnen. Vergessen Sie nicht, während dieser Zeit die Heizkörper abzustellen (Nullschaltung/Frostsicherung) und danach wieder auf mindestens zwei aufzudrehen.

    Heizen

    Lassen Sie die Raumtemperatur nie unter 14 Grad fallen. Denn an der Wand eines zu kalten Raums schlägt sich die Luftfeuchtigkeit nieder und es kann sich Schimmel bilden.

  • Wie lüfte ich richtig?

    Richtig Lüften ist einfach, wenn Sie ein paar Regeln beachten:

    • Schließen Sie stets die Türen zu wärmeren oder beheizten Räumen, wenn Sie Lüften, es sei denn Sie drehen alle Heizkörper ab, sodass ein Durchzug entsteht (Querlüften).
    • Stoßlüften ist effektiver als Dauerlüften bei gekipptem Fenster. Öffnen Sie dazu alle Fenster für etwa 15 Minuten (bei sehr kalten Außentemperaturen im Winter reichen oft auch bereits 2-3 Minuten) für einen Luftwechsel. Lüften Sie auch bei Regen, allerdings nur dann, wenn es nicht direkt in den Raum hineinregnet.
    • Drehen Sie während des Lüftens die Heizung ab.
    • Lüften Sie nie von einem Zimmer ins andere, sondern direkt nach draußen.
    • Wasserdampf (zum Beispiel nach dem Baden, Kochen, Bügeln oder dem Trocknen von Wäsche) sollten Sie direkt nach außen leiten und dabei alle Zimmertüren geschlossen halten, sodass sich die Feuchtigkeit nicht in der ganzen Wohnung ausbreitet.

    Wichtig: Bei neuen, besonders gut isolierten Fenstern müssen Sie öfter lüften, im Vergleich zu alten. Dennoch lohnt sich der Einbau, da Sie so vergleichsweise weniger Heizwärme verlieren. 

    Weitere Informationen zum Thema lüften finden Sie auch in der Broschüre "Gute Luft zuhause - Clever lüften" der Landesenergieagentur Hessen.


hände einschäumen

Waschen und Wasser sparen

  • Geschirr spülen

    Eine blinde Dame in rosa T-Shirt und Jeans hockt vor einer geöffneten Geschirrspülmaschine, um diese auszuräumen.

    Das Spülen mit einer Geschirrspülmaschine (ohne Vorspülen von Hand) benötigt weniger Wasser als von Hand zu spülen. Bei besonders schmutzigem Geschirr sollte man statt vorzuspülen das Programm nach fünf Minuten pausieren und nach 30 Minuten fortsetzen. Zudem sollten Sie besonders stark verschmutztes Geschirr in die unterste Etage einräumen, da dort die Reinigungsleistung am intensivsten ist. Gleichzeitig sollten Sie darauf achten, dass nicht zu viele Lebensmittelreste in Ihrer Spülmaschine landen und Sie sie regelmäßig mit einem Hygienemittelbei 65 Grad reinigen.

    Sollten Sie Ihr Geschirr dennoch von Hand spülen müssen, sollten Sie darauf verzichten jedes Teil unter fließendem Wasser zu spülen. Besser ist es besonders schmutziges Geschirr zu sammeln, einzuweichen und anschließend alles zusammen zu spülen. Überlegen Sie dabei auch, ob nicht ein zur Hälfte gefülltes Spülbecken ausreicht und halten Sie sich an die Dosierungsempfehlung des Spülmittels. Falls Sie oft mit der Hand spülen müssen, können Sie auch darüber nachdenken, sich eine Spüle mit zwei oder drei Becken anschaffen, um in je einem Becken stark verschmutztes Geschirr einzuweichen, zu spülen und mit kaltem Wasser das Geschirrspülmittel abzuwaschen. 

  • Waschen

    Ein hölzerner Wäschekorb gefüllt mit blauen und weißen Kleidungsstücken steht vor einer weißen Waschmaschine.

    In der Regel reicht eine Waschtemperatur von 30 Grad um Kleidung zu reinigen. Lediglich stärker verschmutzte Kleidung sollte bei 40 Grad gewaschen werden, da bei diesen Temperaturen Waschmittel bereits ihre volle Reinigungskraft entfalten. Eine 60-Grad-Wäsche ist nur notwendig, wenn ein gesundheitliches Risiko, wie beispielsweise durch eine Magen-Darm-Erkrankung oder eine Pilzinfektion besteht oder eine Person ein geschwächtes Immunsystem hat. Sie können des Weiteren Energie und Wasser sparen, wenn Sie auf eine Vorwäsche verzichten. Diese ist bei der Kraft der heutigen Waschmittel meist nicht notwendig. Falls Sie stets mit geringen Temperaturen waschen, sollten Sie einmal im Monat die Maschine mit einer höheren Temperatur laufen lassen, um sie zu reinigen. 

    Eine angemessene Waschhäufigkeit trägt ebenfalls dazu bei, Energie und Strom zu sparen. Nicht jedes Wäschestück muss nach einmaliger Benutzung gewaschen werden. Manchmal reicht es, die Kleidung am Balkon zu lüften. Insbesondere Jeanshosen sollten Sie besser für einen Tag ins Gefrierfach als in die Waschmaschine geben. Das schont das Material, und die Form, gleichzeitig haben Keime und Gerüche keine Chance. Um weniger waschen zu müssen, sollten Sie auch darauf achten, Ihre Kleidung nicht zu verschmutzen, indem Sie beispielsweise beim Kochen eine Schürzte tragen oder zu Hause in Freizeitkleidung wechseln, um Ihre Arbeitskleidung zu schonen.

    Empfindliche Materialien wie Wolle oder Spitze, die separat gewaschen werden müssen und allein keine Maschine füllen, können von Hand gewaschen werden. Dabei sollten Sie die Wäsche jedoch in einer Waschwanne und nicht unter fließendem Wasser waschen, denn durch einen Wasserhahn fließen pro Minute etwa 20 Liter, während in eine kleine Waschwanne 10 Liter passen und eine moderne Waschmaschine pro Waschgang nur etwa 50 Liter benötigt.

    Eco-Programm und Speed-Taste
    Die meisten Geschirrspüler und Waschmaschinen haben ein Eco-Programm und eine Speed-Taste. Beim Eco-Programm wird weniger Energie verwendet, um das Wasser zu erwärmen und es wird mit weniger Wasser gewaschen. Allerdings wird dabei die Wäsche länger mit kälterem Wasser bearbeitet, damit sie wirklich sauber wird. Wenn Sie also bei 60 Grad das Eco-Programm wählen wird tatsächlich mit einer niedrigen Temperatur gewaschen. Falls es im Haushalt Krankheiten gibt, sollten Sie das bedenken.
    Bei der Speed-Taste ist es umgekehrt: das Wasser wird innerhalb kurzer Zeit erhitzt und der Stromverbraucht steigt stark an. 

  • Baden und Duschen

    Ein Hand fühlt die Wassertemperatur eines laufenden Duschkopfs vor eine blau gefliesten Wand.

    Baden verbraucht mehr Wasser als Duschen. Während ein Vollbad 150 Liter benötigt, werden bei einer 5-Minuten-Dusche maximal 50 Liter verbraucht (aber nur falls Sie während des Einseifens das Wasser abdrehen). Um auch bei einer längeren Dusche, Wasser zu sparen, kann der Standard-Duschkopf (etwa 20 Liter Durchfluss pro Minute) durch einen Duschkopf mit einem Durchflussbegrenzer oder einen Wassersparduschkopf ersetzt werden. Dies kann den Wasserverbrauch um die Hälfte reduzieren. Grundsätzlich sollten Sie sich auch fragen, ob jeden Tag zu duschen notwendig ist oder die Reinigung mit einem Waschlappen nicht ebenfalls ausreichend ist.

    Bei langem Haar, das nicht mehr ganz frisch ist, kann statt einer Haarwäsche das Haar einfach mit einer Sprühflasche befeuchtet und trockengeföhnt werden.

    Kleinkinder benötigen oftmals keine volle Badewanne, da bis zu einem gewissen Alter eine volle Waschwanne oder Babybadewanne ausreichen.

  • Wäsche trocknen

    Auf einem Wäscheständer hängen jede Menge Frotteehandtücher zum trocknen.

    Wäsche trocknet man am besten an der frischen Luft, statt im Trockner. Doch was ist, wenn man keinen Balkon hat oder draußen Minusgrade herrschen?

    Selbst an Tagen mit Minusgraden kann Wäsche draußen getrocknet werden. Wichtig ist dafür eine geringe Luftfeuchtigkeit und genügend Wind. Am besten wird die Wäsche mit viel Abstand an einem sonnigen Ort aufgehängt, damit die Luft zirkulieren kann. Die Wäsche ist danach zwar kalt, aber trocken und in der Regel flauschiger als durch eine Trocknung an einem warmen Sommertag.

    Wer seine Wäsche in der Wohnung trocknen muss, sollte darauf achten, dass der Raum gut belüftet wird. Zwar kann die Feuchtigkeit der Kleidung das Raumklima verbessern, da oft im Winter durch die Heizungsluft die Raumluft zu trocken ist, aber in kalten und feuchten Räumen kann sich leicht Schimmel bilden. Um die Luftfeuchtigkeit in einem Raum nicht zu hoch werden zu lassen, sollten Sie den Wäscheständer in verschiedenen Räumen aufstellen und die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überprüfen. Diese sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Um das Schimmelrisiko so gering wie möglich zu halten, sollten Sie die Wäsche, die Sie in der Wohnung trocknen müssen, bei mindestens 1.200 Umdrehungen pro Minute schleudern, damit so wenig Wasser wie möglich im Material bleibt. 

    Tipp: Trocknerwasser nicht wegschütten
    Mit dem Trocknerwasser Blumen zu gießen wäre nicht ratsam, da sich darin wenig Mineralien dafür aber Rückstände vom Waschmittel befinden können. Sie können es jedoch anderweitig nutzen, beispielsweise für Luftbefeuchter, zum Bügeln oder für die Scheibenwischanlage Ihres Autos. 


Ein moderner Wasserkessel aus Edelstahl steht auf einem Cerankochfeld vor einer Backsteinwand. Aus dem Kessel entweicht Dampf.


Kochen und Backen

  • Kochen und Backen

    Ein Herr in einer schwarzen Schürze hebt mit der rechten Hand den Deckel von der vor ihm stehenden, dampfenden Pfanne.

    Um Energie beim Kochen zu sparen, sollten Sie immer einen Topf mit Deckel benutzen, da dadurch weniger Hitze entweichen kann.  Sie verbrauchen weniger Strom und der Inhalt wird schneller warm. Außerdem sollten Sie den Topf immer auf eine Herdplatte mit der passenden Größe stellen. Ein Schnellkochtopf braucht dabei weniger Energie als die Zubereitung in herkömmlichen Töpfe

    Falls Sie lediglich Wasser erwärmen müssen, nutzen Sie am besten einen Wasserkocher anstelle eines Topfes und erhitzen Sie nur die Menge, die Sie tatsächlich brauchen. 

    Falls Sie Kaffee (oder Tee) längere Zeit warmhalten möchten, sollten Sie auf eine Thermoskanne zurückgreifen anstatt die Heizplatte der Kaffeemaschine zu nutzen.

    Beim Kochen und Backen mit dem Herd und dem Ofen können Sie viel Energie sparen, wenn Sie die Restwärme der Kochplatte und des Ofens nutzen. Sie können dadurch die Speisen warm halten oder fertig kochen. Außerdem ist ein Vorheizen des Backofens meist nicht notwendig. Falls ein Rezept sowohl die Einstellung von Ober- und Unterhitze als auch von Umluft erlaubt, nutzen Sie am besten Umluft. Da sich die Luft im Backofen besser verteilt, können Sie eine 20 bis 30 Grad geringere Temperatur einstellen. Außerdem erlaubt die Umluft-Einstellung Ihnen, mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen zu schieben.

  • Kühlen und Gefrieren

    Die komplett vereisten Kühlelemente eines Gefrierschranks in Nahaufnahme.

    Achten Sie bei der Küchenplanung darauf, Kühl- und Gefrierschränke nicht neben Wärmequellen wie Backöfen oder Heizungen zu platzieren. Achten Sie zudem bei der Neuanschaffung eines Kühlschranks auf die richtige Größe. Pro im Haushalt lebender Person sollte man mit 50 Litern Fassungsvermögen rechnen. Zu viele Leerflächen benötigen unnötig viel Strom.

    Getränke und Speisen, die Sie in den Kühl- oder Gefrierschrank stellen möchten, sollten Sie vorher immer komplett auskühlen lassen. Eine Kühlschranktemperatur von etwa sieben Grad und eine Gefrierschranktemperatur von minus 18 Grad sind ideal. Eine niedrigere Temperatur wirkt sich nicht positiv auf die Haltbarkeit der Lebensmittel aus, sondern verbraucht lediglich mehr Energie. 

    Auch regelmäßiges Abtauen des Gefrierschrankes lohnt sich, da die sich bildende Eisschicht den Stromverbrauch erhöht. 


Neuanschaffungen
Grundsätzlich sollten Sie die Lebensdauer von Küchenutensilien und -geräten voll ausschöpfen. Allerdings lässt sich durch das Anschaffen neuer, energieeffizienter Geräte Strom einsparen. In der Regel lohnt es sich, wenn Sie Altgeräte alle zehn Jahre ersetzen. Bei einer Neuanschaffung sollten Sie auf die Energieeffizienzklasse achten. Je besser (Bestwert: A, schlechtester Wert G) die Energieeffizienzklasse ist, desto geringer ist der Stromverbrauch. Auch wenn der hohe Kaufpreis abschrecken kann, haben sich die Mehrkosten für ein höherwertiges Gerät bereits nach wenigen Jahren durch den Energiespareffekt amortisiert. Auch lässt sich durch die Anschaffung von neuem und hochwertigem Kochgeschirr Energie sparen, da ein großer Wärmeverlust entsteht, wenn der Boden (alter Töpfe) nicht mehr ebenmäßig flach ist.

Bei einer Neuanschaffung sollten Sie sich immer auch überlegen, ob Sie wirklich ein elektrisches oder batteriebetriebenes Gerät brauchen oder ob eine mechanische Alternative wie eine handbetriebene Schneidemaschine, ein manuelles Rührgerät oder eine mechanische Küchenwaage ihren Zweck nicht ebenso gut erfüllt. 


Um eine Rolle mit 100-Euro-, 50-Euro- und 20-Euro-Scheinen ist ein rotes Stromkabel gewickelt. Der Netzstecker vom Kabel links neben der Geldrolle zu sehen ist. Das Kabel stranguliert die Geldscheine.


Elektrizität und Strom sparen

Um Strom zu sparen, gibt es einige Möglichkeiten. Angefangen bei der Wahl des Geräts: Ein stationärer PC verbraucht beispielsweise mehr Strom als ein Laptop und dieser verbraucht wiederum mehr Strom als ein Tablet oder ein Handy.  Auch größere Fernseher oder (zu) große Kühlschränke sind unnötige Stromfresser.

Bei modernen TV-Geräten, Laptops, Handys und Tablets können Sie vor allem durch den Energiesparmodus und ein automatisches Abschalten (beispielsweise nach 30 Minuten Inaktivität) Strom sparen.

Wichtig ist dabei (und bei allen anderen Geräten) diese ganz auszuschalten und nicht in den Standbymodus zu versetzen. Oft ist dieser vorprogrammiert und die Geräte lassen sich nicht einfach ausschalten. In diesen Fällen lohnt sich die Anschaffung einer Mehrfachsteckdose mit einem Kippschalter. Das ist vor allem praktisch, wenn mehrere Geräte miteinander gekoppelt sind wie beispielsweise eine Spielekonsole, Lautsprecher und der Fernseher oder mehrere Bildschirme und der Drucker. Auch Ladegeräte sollten Sie nach dem Aufladen aus der Steckdose ziehen oder den Kippschalter der Steckdosenleiste umlegen, da sonst weiterhin Strom fließt. Sollten Sie oft vergessen, den Kippschalter umzulegen oder Geräte auszuschalten, können Sie sich eine Zeitschaltuhr anschaffen, die die Geräte zu dem gewünschten Zeitpunkt selbst ausschaltet. 

Sollten sich noch Glühbirnen in Ihren Lampen befinden, sollten Sie diese durch LED- oder Energiesparlampen ersetzen, denn diese verbrauchen weit weniger Strom als normale Glühbirnen. Zudem verbrauchen Lampen mit einer höheren Leuchtkraft (Lumenzahl) mehr Strom als Lampen mit einer geringeren. Eine dunklere Beleuchtung ist dabei oft angenehmer für das Auge. In der Regel ist eine starke Beleuchtung von Wohnräumen zudem nicht notwendig. 

Energiemessgeräte
Falls Sie wissen möchten, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen (und deswegen abgeschafft oder durch ökologischere Alternativen ersetzt werden sollten) können Sie sich ein Energiemessgerät (circa 20 Euro) zulegen. Dieses wird zwischen die Steckdose und das Gerät gesteckt und gibt Ihnen Auskunft über den verbrauchten Strom 


zu sehen sind sieben Bäume, deren Kronen die Form von Häusern haben und sich von grün bis zu rot verändern. 


Modernisieren, bauen und Dämmen

Gut gedämmte Häuser leiten weniger Wärme nach draußen und heizen sich im Sommer nicht so schnell auf. Um Energie zu sparen lohnt sich daher der Einbau neuer Fenster und Türen, eine gute Dämmung des Dachs, der Fassade und der Kellerdecke.  Außerdem sollte geprüft werden, ob Abwärme genutzt oder Wärme zurückgewonnen werden kann.

Bei der Warmwassergewinnung und der Stromerzeugung liegt ebenfalls ein großes Energiesparpotenzial. Ökonomisch effizient sind derzeit Photovoltaikanlagen, Solarpanels und Wärmepumpen.

Grundsätzlich lohnt sich auch vor dem Bau eines Hauses zu überlegen, wie viel Fläche pro Raum tatsächlich benötigt wird, da diese beheizt werden muss. Außerdem sollte die natürliche Sonneneinstrahlung bei der Planung berücksichtig werden.

Energieberatung Bergstraße 
Welche Möglichkeiten es für Ihre Immobilie gibt und welche finanziellen Fördermöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, beantwortet Ihnen die Energieberatung Bergstraße der Wirtschaftsförderung. 

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