aus der Erde wächst in zartes kleines Pflänzchen in eine weiß gezeichnete Glühbirne hinein.

Klimaschutzziele

Kreis Bergstraße wird klimaneutral

Der Fördertopf für das Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen ist ausgeschöpft. Ab dem 15.11.2022 23:59 Uhr werden daher keine weiteren Förderanträge angenommen. Hier geht es zur Förderrichtlinie des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen.

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Klimaschutzziele

Die Ziele des Integrierten Klimaschutzkonzepts des Kreises Bergstraße ergeben sich aus den Vorgaben der Europäischen Union (EU) sowie der Bundes- und Landesregierung. Im Fokus des Konzepts und der gesetzlichen Vorgaben steht dabei vor allem der Treibhausgas-Ausstoß (kurz THG-Ausstoß), der im Vergleich zum Referenzjahr 1990 deutlich gesenkt werden soll. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über Klimaschutzziele der verschiedenen politischen Ebenen sowie einen Ausblick darauf, wie der Kreis Bergstraße klimaneutral werden kann.


  • Klimaschutzziele der EU

    Ziel der EU ist es bis zum Jahr 2050 der erste THG-neutrale Kontinent zu werden. Dafür hat die EU den Ländern vorgeschrieben, die THG-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig soll in der EU die Versorgung mit sauberer und erschwinglicher Energie, energie- und ressourcenschonendes Bauen sowie eine Kreislaufwirtschaft gefördert werden. Außerdem sollen Ökosysteme erhalten und die Biodiversität wiederhergestellt werden.

  • Klimaschutzziele der Bundesregierung

    Die Bundesregierung hat die Ziele in Sachen Klimaschutz noch etwas höher gesetzt. So sieht das deutsche Klimaschutzgesetz mit seiner Novellierung von Juni 2021 vor, den THG-Ausstoß in Deutschland bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. 

  • Klimaschutzziele des Landes Hessen

    Die Ziele und Vorgaben des Landes Hessen sind nahe bei denen, die die Bundesregierung gesteckt hat. So sollen laut Land Hessen die THG-Emissionen bis 2025 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Gleichzeitig soll das Land Hessen mit seinen Kommunen bis 2050 die Klimaneutralität erreichen. Diese wäre per Definition dann erreicht, wenn der THG-Ausstoß um 90 Prozent niedriger liegt, als noch im Jahr 1990.

  • Klimaschutzziele des Kreises Bergstraße

    Der Kreis Bergstraße hat diese Vorgaben als Grundlage für seinen Weg zur Klimaneutralität genutzt. So sollen die THG-Emissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Bis 2040 sollen dann 88 Prozent weniger Treibhausgase als im Referenzjahr ausgestoßen werden. Eine Verringerung um 90 Prozent und somit Klimaneutralität plant der Kreis bis 2045.

    Darüber hinaus strebt der Kreis weiterhin an, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten. Außerdem sind die Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung der UN (engl. Sustainable Development Goals, kurz SDGs) der Maßstab allen Handelns des Kreises Bergstraße.

    Um diese ambitionierten Ziele erreichen zu können, ist der Kreis jedoch darauf angewiesen, dass jeder Bürger und jede Bürgerin sich am Klimaschutz und den damit einhergehenden Maßnahmen beteiligt.

Der Weg zur Klimaneutralität

Um die Klimaschutzziele und dadurch langfristig auch Klimaneutralität für den Kreis Bergstraße zu erreichen, muss der Kreis vier große Themen angehen: 

bei tief stehender Sonnee steht im Vordergrund ist eine Photovoltaikanlage und dahinter drei Windräder.

Die Energiewende

Der Fördertopf für das Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen ist ausgeschöpft. Ab dem 15.11.2022 23:59 Uhr werden daher keine weiteren Förderanträge angenommen. Hier geht es zur Förderrichtlinie des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen.

Der durchschnittliche Endenergieverbrauch im Landkreis lag 2019 bei rund sieben Millionen Megawattstunden (MWh). Das entspricht einem Pro-Kopf-Energieverbrauch von circa 26 MWh. Die Kreisverwaltung trägt mit all ihren Liegenschaften und Einrichtungen aktuell etwa einen Prozent zum Gesamtenergieverbrauch im Kreis bei. Die meiste Energie wird aktuell noch zur Wärmeherstellung verbraucht. Der Stromverbrauch im Kreis Bergstraße hatte im Jahr 2019 einen Anteil von knapp 1,1 Millionen MWh am gesamten Endenergieverbrauch. Derzeit werden davon nur 315.000 MWh - also knapp 30 Prozent -  durch erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplungen vor Ort im Kreisgebiet erzeugt.

eine Photovoltaikanlage bei tiefstehender Sonne

Zentraler Punkt der Energiewende im Kreis ist es daher, die erneuerbaren Energien vor Ort massiv auszubauen. Denn der Wechsel auf erneuerbarer Energien vor Ort bietet drei entscheidende Vorteile:

  1. Bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien findet kein Treibhausgas-Ausstoß statt.
  2. Wird Strom durch erneuerbare Energien im Kreis erzeugt, können Energieverluste, die sonst zum Beispiel bei der Stromherstellung oder dem Transport des Stroms über weite Strecken hinweg entstehen, reduziert werden.
  3. Die Wertschöpfung erfolgt und verbleibt im Kreisgebiet.

Besonders im Bereich der Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) gibt es im Kreis noch großes, ungenutztes Potenzial. Das Ziel-Szenario im Klimaschutzkonzept zeigt, dass der aktuelle Strombedarf im Kreis Bergstraße zu 113 Prozent aus PV-Anlagen gedeckt werden könnte, wenn der PV-Ausbaupfad gemäß Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) um 75% erhöht und ca. 1400 ha Freiflächenanlagen ( Verkehrswegeintegrierte PV, Agri-PV) realisiert werden.

Ein weiterer zentraler Punkt der Energiewende ist es, beim Strom- und Energieverbrauch zu sparen. So kann jede und jeder Einzelne, ohne auf Komfort verzichten zu müssen, einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Zum Beispiel dadurch, dass alte Leuchtmittel durch moderne, energieeffizientere Varianten ausgetauscht werden oder alte Geräte, wie  Kühl- oder Gefrierschränke, durch neuere, energieeffizientere Geräte ausgetauscht werden.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße umfasst zahlreiche Maßnahmen, die auf diese beiden Aspekte der Energiewende abzielen. So wird es in den nächsten Jahren verschiedene Solarinitiativen geben. Dadurch sollen zum einen Gewerbetreibende, Vereine und Privatpersonen im Kreis über die Vorteile und Fördermöglichkeiten von PV-Anlagen informiert werden. Zum anderen wird die Kreisverwaltung alle Dachflächen ihrer Liegenschaften, auf denen PV-Anlagen installiert werden können, dafür nutzen, um Strom aus Sonnenenergie zu generieren.

Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept, seinen Maßnahmen sowie der Energiewende im Kreis Bergstraße finden Sie hier.

Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum neuen Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen.

Der Fördertopf für das Förderprogramm des Kreises Bergstraße für Balkon-Photovoltaikanlagen ist ausgeschöpft. Ab dem 15.11.2022 23:59 Uhr werden daher keine weiteren Förderanträge angenommen. Die Förderanträge wurden daher aus der Richtlinie entfernt.

Am linken Bildrand sieht man ein Durcheinander aus gelber Wolle. Ein Faden davon führt zu einem gelben Wollknäul am rechten Bildrand, welches durch ein gezeichnetes Gewinde und angedeutete Strahlen aussieht wie eine Glühbirne. 

Gute Energiespar-Beispiele

Auf der Webseite der Wirtschaftsförderung Bergstraße gibt es umfangreiche Informationen über Erneuerbare Energien sowie viele gute Beispiele, wie Sie Energie sparen können. 

Hier

Video "Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern - wie funktioniert das?"


Video: Energieversorgung und Contracting"

zu sehen sind sieben Bäume, deren Kronen die Form von Häusern haben und sich von grün bis zu rot verändern. 

Die Wärmewende

Energieeffizienz

Der durchschnittliche Wärmebedarf der Haushalte im Kreis Bergstraße beträgt circa 2,1 Millionen Megawattstunden. Dabei werden rund 90 Prozent des Wärmebedarfs durch fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erd- oder Flüssiggas gedeckt. Gleichzeitig sind rund zwei Drittel der Gebäude im Kreisgebiet älter als 40 Jahre und entsprechen nicht immer dem modernsten Stand. 

Zentraler Punkt der Wärmewende ist es daher, dass ältere Gebäude im Kreis Bergstraße im Hinblick auf ihre Wärme- und Energieeffizienz saniert und modernisiert werden. So können unnötige Wärmeverluste reduziert werden. - Das schont nicht nur die Umwelt, sondern vor allem auch den eigenen Geldbeutel.

Um möglichst viele Treibhausgasemissionen einzusparen ist es außerdem notwendig, dass keine fossilen Brennstoffe mehr zur Wärmegewinnung genutzt werden. Stattdessen sollten nachhaltigere Formen zur Wärmegewinnung genutzt werden wie Wärmepumpen, Holzpellets oder Blockheizkraftwerke, die mit "Green Gas" oder anderer Biomasse betrieben werden.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße umfasst zahlreiche Maßnahmen, die genau an diesen beiden Punkten ansetzen. So wird die Kreisverwaltung einen Sanierungsfahrplan für die kreiseigenen Liegenschaften erarbeiten, der sowohl die energetischen Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehüllen enthalten wird, als auch das Umrüsten auf klimafreundlichere Alternativen zur Wärmegewinnung. Darüber hinaus sind verschiedene Beratungsangebote und Informationsveranstaltungen zum Thema energetische Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes für die Bergsträßerinnen und Bergsträßer geplant.

Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept, seinen Maßnahmen sowie der Wärmewende im Kreis Bergstraße finden Sie hier.


Video "Ein Jahr aktualisiertes Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz"

Video "Fit für die Zukunft: Wärmepumpen in Bestandsgebäuden und Mehrfamilienhäusern"


Video "Erfolgreich Sanieren in Wohnungseigentümergemeinschaften"

Ein Auto lädt an einer E-Ladesäule, im Hintergrund sind Windenergieanlagen zu sehen.

Die Mobilitätswende

Der Kreis Bergstraße ist eine Pendlerregion: Rund 60.000 Menschen pendeln aus dem Kreis zu ihrer Arbeitsstätte in die Umgebungsregion und 29.000 Menschen pendeln aus den umliegenden Kreisen und Städten in den Kreis Bergstraße zu ihrer Arbeitsstätte. Die Pendlerströme machen dabei circa ein Drittel des gesamten Verkehrs im Kreisgebiet aus. Doch auch im privaten Bereich ist das Auto Fortbewegungsmittel Nummer eins im Kreis: Rund zwei Drittel aller Wege im Kreis werden mit dem privaten PKW oder Kraftrad zurückgelegt. Die meisten Autos werden dabei immer noch mit fossilen Kraftstoffen und Verbrennungsmotoren betrieben.

Die Mobilitätswende stellt die größte Herausforderung dar. Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger klimafreundliche und treibhausgasärmere Fortbewegungsmittel nutzen will der Kreis Bergstraße diese Alternativen attraktiver gestalten. 

So sollen etwa die Bergsträßerinnen und Bergsträßer über Alternativen zu Autos die noch mit fossilen Kraftstoffen fahren informiert und zum Umsteigen auf umweltfreundliche Fahrzeuge motiviert werden. Erste Maßnahmen der Mobilitätswende konnte der Kreis Bergstraße bereits umsetzen. So wurde zum Beispiel der Nahverkehrsplan 2020-2024 erstellt und mit der Umsetzung des Radverkehrskonzepts begonnen. Im Sommer 2021 wurde das Projekt "Radfahren neu entdecken" veranstaltet, bei dem Bürgerinnen und Bürger kostenlos E-Bikes, Pedelecs und elektrische Lastenräder austesten konnten.  Darüber hinaus gibt es seit Juni 2022 ein Lastenrad-Projekt im Kreis Bergstraße, bei dem die Bürgerinnen und Bürger Lastenräder zu günstigen Konditionen ausleihen können.

Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept, seinen Maßnahmen sowie der Mobilitätswende im Kreis Bergstraße finden Sie hier.

Landrat Christian Engelhardt sitzt auf einem Lastenfahrrad. Im Korb des Rades davor sitzt sein Fahrer, Gerd Oravecz. Beide testen das neue Lastenradangebot.

E-Lastenräder kostengünstig testen

Kreis Bergstraße ermöglicht Ausprobieren einer Auto-Alternative / Weitere Maßnahme aus dem Kreis-Klimaschutzkonzept erfolgreich umgesetzt

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Neue Förderung für Lastenräder und Fahrradanhänger!

Ihr überlegt, euch ein Lastenrad oder einen Fahrradanhänger anzuschaffen? Dann haben wir einen heißten Tipp für euch: Das Land Hessen fördert mit 1,5 Mio. Euro Privatpersonen, die sich ein Lastenrad, einen Kinder- oder Lastenanhänger kaufen – egal ob mit oder ohne Elektroantrieb. Die Fördersumme staffelt sich dabei wie folgt: 100€ für Lasten- und Kinderanhänger, 200€ für Lasten- und Kinderanhänger mit Elektroantrieb, 500€ für Lastenräder und 1000€ für Lastenräder mit Elektroantrieb.
Das beliebte Förderprogramm gab es 2020 bereits einmal. Damals konnte Hessen 1.500 Bürgerinnen und Bürger beim Kauf eines Lastenrads oder Anhängers unterstützen. Die Förderung war damals so beliebt, dass das Förderprogramm innerhalb kürzester Zeit ausgeschöpft war. – Schnell sein lohnt sich also!

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Ein Verkehrsschild für Fußgänger und Radfahrer mit Weinbergen im Hintergrund

Radfahren neu entdecken

Kreis Bergstraße startet im Frühjahr Testaktion / E-Bike zwei Wochen lang gratis testen

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Ein Elektroauto an einer Ladestation. im Hintergrund sieht man verschwommen grüne Bäume und die strahlende Sonne. Am unteren Bildrand befindet sich ein grüner Balken, in dem mit weißer Schrift "Förderung für Ladestationen" steht. Außerdem befinden sich auf der rechten Balkenseite das Logo des Kreises Bergstraße und das Logo "Nachhaltiger Kreis Bergstraße".

Unternehmen und Kommunen aufgepasst! 

Es gibt ein neues KfW-Förderprogramm zum Ausbau von Ladeinfrastrukturen an Mitarbeiterparkplätzen. Mit diesem fördert der Bund Ladestationen auf Firmen- und kommunalen Geländen, die nicht öffentlich zugänglich sind, und mit denen Firmenfahrzeuge sowie Privatfahrzeuge von Beschäftigten geladen werden können. Schnell sein lohnt sich, denn das Fördervolumen ist begrenzt. 

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Video "Ladeinfrastruktur für Wohnungseigentümergemeinschaft"


3 Generationen einer Familie gehen Hand in Hand in der Natur spazieren

Gesellschaftlicher Wandel hin zu mehr Klimaschutz

hand holding tree on nature field grass Forest conservation concept,save the word concept

Um die Energiewende, Wärmewende und Mobilitätswende im Kreis schaffen zu können, muss jede und jeder Einzelne sich daran beteiligen. Es muss ein Umdenken bei allen Bürgerinnen und Bürgern stattfinden. Dieses Umdenken funktioniert dabei nicht von selbst. Deswegen sieht das Klimaschutzkonzept eine umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vor, um die Bergsträßerinnen und Bergsträßer über die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu informieren und so zu nachhaltigem Handeln zu motivieren und darin zu bestärken. So sind etwa unterschiedliche Veranstaltungen zu Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimawandelanpassungen geplant.Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger an der Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts sowie an weiteren Maßnahmen beteiligt werden. Darüber hinaus soll auch ein Bildungsnetzwerk für nachhaltige Entwicklung im Kreis Bergstraße aufgebaut werden.

Um möglichst viele Menschen über Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu informieren und zu sensibilisieren, wird der Kreis vermehrt auf die Nutzung Sozialer Medien wie Instagram setzen. So sollen insbesondere jüngere Menschen für diese Themen begeistert werden. Links zu den Social Media-Kanälen des Kreises Bergstraße finden Sie unten auf der Webseite.

Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept, seinen Maßnahmen sowie dem Ziel des gesellschaftlichen Wandels finden Sie hier.